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11.04.2019 15:18
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Morgan Stanley: Bei sinkenden Renditen sind diese Sektoren ein gutes Investment

Wachsende Konjunktursorgen: Morgan Stanley: Bei sinkenden Renditen sind diese Sektoren ein gutes Investment | Nachricht | finanzen.net
Wachsende Konjunktursorgen
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Angesichts wachsender Sorgen gegenüber der Lage der Weltwirtschaft suchen immer mehr Anleger nach sicheren Häfen. Aus diesem Grund erfreuen sich insbesondere Staatsanleihen großer Beliebtheit, was die Renditen jedoch fallen lässt. Verschiedene Börsenexperten empfehlen deshalb die folgenden Sektoren.
In den vergangenen Wochen und Monaten wurden weltweite Konjunktursorgen immer lauter. So wurden die Wachstumsaussichten für verschiedenste Volkswirtschaften und auch für die Weltwirtschaft als Ganzes bereits gesenkt. Angesichts der wachsenden Unsicherheiten flüchten immer mehr Investoren in als sicher geltende Anlageoptionen. So erfreuten sich US-amerikanische und auch deutsche Staatsanleihen in den letzten Wochen großer Beliebtheit. Als Konsequenz fielen jedoch auch die Renditen insbesondere für langlaufende Schuldtitel so stark, dass es zwischenzeitlich zu einer inversen Zinskurve bei deutschen und US-Anleihen kam: Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit wiesen eine höhere Rendite als längerfristige Schuldtitel auf.

Taubenhafte Währungspolitik der Fed

Hierfür war maßgeblich die taubenhafte Währungspolitik der US-amerikanischen Notenbank verantwortlich. Diese hatte kürzlich bekannt gegeben, den Leitzins nicht antasten zu wollen und trieb Spekulationen voran, wonach angesichts eines sich verlangsamenden Wirtschaftswachstums für 2019 gar eine Zinssenkung möglich sein könnte. Damit änderte die Fed ihren geldpolitischen Kurs im Vergleich zum Jahresende 2018, als sie noch verlauten ließ, für 2019 mehrere Leitzinserhöhungen anzustreben. Notenbankchef Jerome Powell gab als Begründung für die Entscheidung eben auch schwache Konjunkturaussichten und eine geringe Inflation an.

Morgan Stanley-Stratege Michael Wilson deutete den geldpolitischen Kurswechsel der Fed als Zeichen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession gestiegen sei und schneller eintreten könne, als im Allgemeinen angenommen werde. Aus diesem Grund sei es auch nicht völlig abwegig zu vermuten, die US-Währungshüter könnten den Leitzins in diesem Jahr gar senken, wie er in einem Bericht an Investoren, der CNBC vorliegt, erklärte.

Morgan Stanley-Analyst empfiehlt REITs und Utilities

Trotzdem gäbe es keinen Grund angesichts dieser düsteren Aussicht den Kopf in den Sand zu stecken. Es gäbe durchaus Investmentalternativen, die auch bei Rezessionssorgen und fallenden Zinsen verlässlich funktionieren würden. Der Morgan Stanley-Analyst rät Anlegern in diesem Fall insbesondere zwei Bereiche genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn obwohl insbesondere Staatsanleihen gerne als sicherer Hafen in ungewissen Zeiten gekauft werden, werden diese durch fallende Zinsen sowie durch eine steigende Inflation belastet. Deshalb empfiehlt der Börsenexperte Aktien, die sich ähnlich wie Schuldtitel verhalten und verlässliche Renditen garantieren: Real Estate Investments Trusts, kurz REIT, und Versorgungsunternehmen, auch Utilities genannt.

Gerade Versorgungsunternehmen leiden häufig unter einem steigenden Leitzins, da sie häufig hoch verschuldet sind und so auf teure Kredite angewiesen sind. Nun, da die Fed in Aussicht stellt, den Leitzins unangetastet zu lassen, würden die Kurse dieses Sektors in die Höhe getrieben.

Auch S&P Global-Analystin bullish

Auch S&P Global-Analystin Erin Gibbs reiht sich in die Riege von REIT und Utilities-Unterstützern ein. Diese Bereiche würden "einige der Aktien mit den höchsten Renditen beinhalten". Des Weiteren wäre es von Vorteil in "diesem Umfeld von schwächelndem Wachstum" und "steigender Ungewissheit" ein paar Aktien in der Hinterhand zu haben, die einen auch in schwierigen Zeiten gute Dienste leisten, so Gibbs.

Allerdings werden die Bereiche REITs und Utilities nur so lange steigen, bis die derzeitigen Konjunktursorgen wieder abflauen, gibt Mark Newton von Newtons Advisors gegenüber CNBC zu Bedenken. Denn sollten sich die Börsen entgegen der sich eintrübenden Wirtschaftsaussichten weiter steigen, würden sich Anleger von defensiven Titeln wieder zurückziehen. Aus diesem Grund rät er, Gewinne mitzunehmen, solange sich die beiden Sektoren noch auf einem Höhenflug befinden.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag, Holmes Su / Shutterstock.com

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