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20.05.2019 17:37

Internationaler Vorstoß: Aurora Cannabis sieht enormes Potenzial auch außerhalb Kanadas

Wachstumschancen: Internationaler Vorstoß: Aurora Cannabis sieht enormes Potenzial auch außerhalb Kanadas | Nachricht | finanzen.net
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In den vergangenen Jahren hat sich Aurora Cannabis als eines der Top-Marihuana-Unternehmen etabliert. Neben Kanada will der Konzern künftig aber auch die USA und Europa erobern.
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Die Legalisierung von Marihuana, das zu Freizeitzwecken genutzt wird, schreitet voran. Nachdem Kanada den Schritt gewagt hat, denken mittlerweile immer mehr Länder darüber nach. Die Marihuana-Märkte befinden sich derzeit noch im Anfangsstadium und bieten daher enormes Wachstumspotenzial. Das will auch Aurora Cannabis für sich nutzen. Das kanadische Unternehmen ist der zweitwertvollste Marihuana-Produzent weltweit. In diesem Jahr konnte die Aktie an der NYSE bislang satte 75 Prozent an Wert gewinnen, in Toronto legten die Titel derweil rund 72 Prozent zu. Und auch in Zukunft dürfte es weiter bergauf gehen, wenn es nach Aurora geht. Dem Unternehmen stehen zahlreiche potenzielle Wege offen, um weiter wachsen.

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Während die Konkurrenz immer mehr Deals abschließt, verfolgt Aurora Cannabis allerdings eine andere Strategie, um das Ziel zu erreichen. Denn das Unternehmen möchte auch künftig unabhängig bleiben. Dazu riet auch der strategische Partner, Nelson Peltz: Man könne auch Partnerschaften mit anderen Unternehmen eingehen, ohne die Kontrolle teilweise oder vollständig abgeben zu müssen. Aurora Cannabis sei stark und habe genügend Potenzial, selbständig groß zu werden, so der Hedgefonds-Manager.

Chancen für Aurora Cannabis

Im Gespräch mit MarketWatch berichteten Aurora-CCO Cam Battley und -CEO Terry Booth kürzlich, welche Chancen das Unternehmen für sich sehe und wie es künftig agieren wolle, um diese zu nutzen. Während die Konkurrenz vor allem danach strebe, die größten Marktanteile für sich zu erobern, lege Aurora den Fokus auf Konsumenten von medizinischem Cannabis, denn dies sei ein aufstrebender Markt. Aktuell erlauben nur einige wenige Länder den Konsum von Marihuana zu Freizeitzwecken, demgegenüber stehen über 40 Länder, die Cannabis zu medizinischen Zwecken bereits legalisiert haben.

Vorstoß in die USA

Besonderes Potenzial sieht Battley in der Expansion in die USA. Dort ist der Gebrauch von Freizeit-Marihuana aktuell auf Bundesebene noch illegal. Selbst, wenn die Vereinigten Staaten Cannabis schon morgen auf breiter Front legalisieren sollten, würde es noch Jahre dauern, bis sie in der Lage wären, den Bedarf selbständig zu decken, erklärte der Aurora-CCO. Zudem würden die USA vermutlich auf die gleichen Probleme stoßen, die auch Aurora in Kanada zunächst lösen musste, was wiederum einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Ein US-amerikanisches Unternehmen wolle Aurora aktuell aber nicht übernehmen, betonte Battley im Gespräch. Aurora Cannabis sei noch auf der Suche nach dem besten Ansatz, um in die USA vorzudringen. Auch der Berater Nelson Peltz stehe Aurora in dieser Hinsicht tatkräftig zur Seite.

Europa weiterhin auf der Liste

Auch in Europa sieht die Führungsebene von Aurora weiterhin großes Potenzial. "Lassen Sie mich Ihnen zunächst sagen, wie sehr wir Europa lieben. Europa ist ein Markt, in dem es nur sehr wenig Wettbewerb gibt, es gibt derzeit nur einen Hersteller in Europa. Er ist einer von acht, der von der Europäischen Union GMP-zertifiziert ist... sehr begrenzter Wettbewerb, sehr begrenztes Angebot", so Battley. In Italien, Deutschland, Malta, Portugal, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden habe Aurora bereits "einen Fuß auf dem Boden". Das Cannabis-Unternehmen hat den europäischen Markt schon frühzeitig erschlossen, es versorgt Patienten bereits seit 2015 mit medizinischem Cannabis. Zudem habe Aurora in Deutschland kürzlich eine öffentliche Ausschreibung gewonnen, die die Kultivierung und den Vertrieb dort ermöglicht. "Aurora gelang es, durch sein Engagement den Patientenzugang zu Medizinalhanf zu verbessern und seitdem setzen wir uns dafür ein, die internationale Bewegung zu fördern. Mit drei speziell gebauten globalen Produktionsanlagen, die bereits EU-GMP-zertifiziert sind, und der geplanten Zertifizierung für die Produktion bei Aurora Nordic und Aurora Portugal ist Aurora gut aufgestellt, die Marktführerschaft im wachsenden europäischen Markt zu übernehmen", erklärte Battley.

Aurora sieht also auch in Europa große Chancen. "Der europäische Markt wird immer weiter zulegen, vielleicht nicht in diesem Quartal - aber wir werden in Kürze in großen Mengen nach Europa liefern. Wir sind die Ersten, die hochwertige Folgeprodukte in Deutschland verkaufen. Wir fangen an, bei den Ärzten Fuß zu fassen. Sie werden immer noch alles nehmen, was wir ihnen geben können", zeigte sich der Aurora-CCO überzeugt.

Dennoch lege der kanadische Konzern auch nach wie vor großen Wert auf sein Heimatland: "Wir sind Kanadier: An erster Stelle stehen kanadische Patienten, an zweiter Stelle medizinische Patienten in Europa und an dritter Stelle der Markt für Erwachsenenanwendungen", sagte Booth abschließend.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Jarretera / Shutterstock.com, Yellowj / Shutterstock.com

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