Wacker Chemie: Darauf müssen sich Anleger einstellen

10.03.26 12:37 Uhr

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Der hohe Ölpreis belastet die Aktie von Wacker Chemie. Nun wird es spannend, welche Auswirkungen das für die Geschäftsziele für 2026 hat.

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Wacker Chemie veröffentlicht morgen, am 11. März, den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026. Durch den Krieg in Nahost hat sich das Öl immens verteuert, was dem Chemieunternehmen so gar nicht in den Kram passen dürfte. Spannend wird es jedoch, wie das Management die weitere Entwicklung beim Ölpreis einschätzt. Denn das könnte sich spürbar in den Zielen für das Gesamtjahr niederschlagen.

Vorabzahlen ohne größere Überraschungen

Bereits Ende Januar hatte Wacker die vorläufigen Zahlen für 2025 vorgelegt. Demnach wurde ein Umsatz von 5,49 Mrd. Euro (GJ 2024: 5,72 Mrd. Euro) erzielt, während das EBITDA 430 Mio. Euro (GJ 2024: 744 Mio. Euro) erreichte. Das Nettoergebnis lag mit -800 Mio. Euro (GJ 2024: 261 Mio. Euro) tief im Minus. Aufgrund erster, leicht positiver Signale aus der Gesamtwirtschaft und der Chemie-Industrie bestand bei Anlegern die berechtigte Hoffnung, dass der MDAX-Wert im Jahr 2026 wieder Umsatz- und Ertragswachstum zeigen kann.

Was passiert mit dem Ölpreis?

Doch mit Beginn des Kriegs in Nahost, der die Ölpreise in der Spitze bis auf fast 120 US-Dollar je Barrel (Brent) trieb, sank die Zuversicht der Marktteilnehmer. Offen ist nicht nur, wann der Krieg beendet werden kann und ob die Meerenge bei Hormus wieder für den Schiffsverkehr uneingeschränkt verfügbar ist, sondern vielmehr wie es mit dem Ölpreis weitergehen wird. Selbst nach einem Kriegsende ist erst einmal nicht damit zu rechnen, dass die Ölnotierungen schnell wieder das Vorkriegsniveau erreichen.

Fazit

Durch die militärische Auseinandersetzung in Nahost drohen die gestiegenen Ölpreise nun, den vorsichtig gestarteten Motor der Wirtschaftsbelebung in Deutschland abzuwürgen. Zwar hat Wacker bereits vor Kriegsbeginn die Preise für einzelne Produkte erhöht, dies dürfte die stärkere Belastung durch den gestiegenen Ölpreis aber kaum kompensieren. Gesunkene Erwartungen an den Ausblick für 2026 scheinen indes im Kurs – zumindest teilweise – eingepreist zu sein. Stärkere Kursabschläge dürften daher sogar eher eine Einstiegschance für langfristig orientierte Anleger mit einer gewissen Portion an Risikoneigung darstellen.

Sehr stabil zeigt sich trotz der Marktturbulenzen zuletzt die Aktie von Matador Secondary Private Equity, die in den letzten Wochen sogar zulegen konnte. Nun fragen sich die Anleger, wie es weiter geht, wozu es bald eine Einschätzung geben dürfte:  zum Artikel

Auf den Ausblick für 2026 scheint der Markt auch bei der JDC Group zu warten. Eigentlich hatte das Unternehmen noch im letzten Jahr ein deutliches Wachstum für 2026 versprochen. Nun wird mit Spannung gewartet, ob die Ziele diese Woche bestätigt werden. Wenn ja, hätte die Aktie noch reichlich Platz nach oben:  zum Artikel

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Erstellung am 10.03.26 um 11:59 Uhr.

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