finanzen.net
27.05.2019 16:01
Bewerten
(5)

Verluste zu hoch: Philipp Lahms nächste Firma Sixtus vor dem Aus

Weitere Niederlage: Verluste zu hoch: Philipp Lahms nächste Firma Sixtus vor dem Aus | Nachricht | finanzen.net
Weitere Niederlage
DRUCKEN
Als Fußball-Star ist Philipp Lahm es gewöhnt, einen Erfolg nach dem anderen zu verbuchen. In seiner Unternehmerkarriere sieht es anders aus: Mit Sixtus versagt ein weiteres seiner Unternehmen.
Produkte "für gesunde und gepflegte Füße, Hände, Nägel sowie den speziellen Bedarf diabetischer Haut" wollte Sixtus hervorbringen. Doch von den ehemalig 220 hergestellten Produkten, sind derzeit nur noch acht Produkte erhältlich. Das Unternehmen, das von dem Ex-Nationalspieler Philipp Lahm geleitet wird, steht scheinbar vor dem Aus.

Kündigung von 20 Mitarbeitern

Doch wirklich an die Öffentlichkeit kam der Fall, nachdem sich mehrere Mitarbeiter vor dem Arbeitsgericht gegen ihre Kündigung wehrten. Von den bislang 32 Mitarbeitern sollen bis Ende des Jahres nur noch eine Teilzeitkraft und ein Azubi erhalten bleiben - 20 Mitarbeitern hat Sixtus gekündigt, die restlichen zehn sind freiwillig oder nach Ablauf ihres befristeten Arbeitsvertrages gegangen. In der vergangenen Woche fand eine weitere Verhandlung am Arbeitsgericht in Holzkirchen statt, bei der eine Reihe ungemütlicher Auskünfte zum Unternehmen bekannt wurden.

Demnach würde der 1931 gegründete Konzern vor einer schweren Krise stehen. Die Sixtus-Anwältin begründete die eingeleiteten Maßnahmen mit Blick auf die Mitarbeiter damit, dass der Konzern sich aktuell mit "erheblichen Verlusten" konfrontiert sieht. Damit Sixtus weiterhin seinen Status Quo einhalten könne, müsste ein jährlicher Umsatz von vier Millionen Euro gemacht werden. Doch dieser Umsatz blieb 2018 aus, weshalb beim Unternehmen die Voraussetzung für betriebsbedingte Kündigung vorläge.

"Mit der Marke Sixtus wird es weitergehen"

Doch einschüchtern lassen will sich Lahm offenbar nicht. In einem ersten Statement schreibt der Fußball-Profi, dass er "großes Verständnis für den Unmut der Mitarbeiter" habe und dass er sich der Verantwortung stelle. Sixtus aufgeben will er aber dennoch nicht, obwohl die Zahlen "seit Jahren nicht gut" seien. Aus der Mitteilung, die vom Münchner Merkur veröffentlich wurde, geht hervor, dass Lahm an einem neuen Geschäftsmodell arbeitet, "damit das Unternehmen zukünftig wirtschaftlich arbeiten kann".

Ob es aber tatsächlich ein neues Geschäftsmodell geben wird, oder ob man einfach nur erneut die Fassade eines gesunden Unternehmens aufrechterhalten möchte, wird sich zeigen. Tatsache ist, dass es nicht das erste Unternehmen von Philipp Lahm ist, das zum Scheitern verdammt ist. Er hatte sich bereits in der Vergangenheit an Unternehmen - bevorzugt aus dem Bereich Sport und Gesundheit - beteiligt, die nur schwer auf Touren kamen. Beispielsweise hatte sein Einstieg beim Gesundheitsdienstleister Danova, den es heute nicht mehr gibt, keinen Erfolg. Auch bei den Fanmiles, quasi das Miles-&-More-Programm des Sports, an denen er beteiligt ist, läuft es nicht rund.

Bei dem Pflegeprodukte-Hersteller Sixtus ist Lahm seit 2015 zunächst als 50-prozentiger Gesellschafter und seit 2017 schließlich als alleiniger Inhaber tätig. Sixtus kann auf eine glorreiche Vergangenheit zurückblicken: Nach dem es zunächst 1952 die deutsche Olympia-Mannschaft ausstattete, war Sixtus 1972 offizieller Sponsor der Olympischen Spiele. In den 90er Jahren konnte sogar ein Umsatz von nahezu 30 Millionen Mark generiert werden. Wie es nun mit Sixtus weitergeht, bleibt abzuwarten. Ein offizielles Urteil zu den Klagen steht im Sommer auf der Agenda.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lars Baron/Bongarts/Getty Images, TF-Images/Getty Images
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

US-Börsen letztlich fester -- DAX schließt mit kleinem Minus -- Fed lässt US-Leitzins unangetastet -- Steinhoff schreibt erneut Milliardenverlust -- Deutsche Bank, FMC, Vossloh, HELLA im Fokus

Delivery Hero hebt Umsatzprognose für 2019. Harley-Davidson schließt trotz Trump-Kritik Partnerschaft in China. Siltronic- und Infineon-Aktie ziehen an: Deutsche Chipwerte im Erholungsmodus. Hummels-Transfer von Bayern zum BVB perfekt. Daimler-, VW- und BMW-Aktie im Fokus: US-Kartellklagen gegen deutsche Autobauer vorerst abgewiesen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Promis
Diese Sternchen haben ihren eigenen Aktien-Index
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Die erfolgreichsten Kinofilme der letzten 25 Jahre
Welche Titel knackten die Milliardenmarke an den Kinokassen?
In diesen Berufen bekommt man das niedrigste Gehalt
Welche Branchen man besser meiden sollte.
DIe innovativsten Unternehmen
Diese Unternehmen sind am fortschrittlichsten
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie die Anschuldigung der USA, dass der Iran für die Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman verantwortlich ist?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
SteinhoffA14XB9
NEL ASAA0B733
Daimler AG710000
Amazon906866
Beyond MeatA2N7XQ
Infineon AG623100
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
Lufthansa AG823212
BayerBAY001
Microsoft Corp.870747
Apple Inc.865985
BASFBASF11