21.07.2021 08:06

Fiese Fed-Kommunikation: Warum Hochzinsanleihen weiterhin attraktiv bleiben

Anleihemärkte im Blick: Fiese Fed-Kommunikation: Warum Hochzinsanleihen weiterhin attraktiv bleiben | Nachricht | finanzen.net
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Spekulationen um Zinserhöhungen wirbeln die Notierungen durcheinander. Warum Experten weiterhin auf den Hochzinsbereich setzen.
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von Julia Groß, Euro am Sonntag

Spekulationen auf eine Zinserhöhung in den USA haben in der vergangenen Handelswoche für Unruhe an den Märkten gesorgt. Dabei bereiteten Mitglieder der US-Notenbank Fed die Märkte mit teils widersprüchlichen Aussagen auf ein Ende der Nullzinspolitik vor: Die Mitteilungen von der jüngsten Fed-Sitzung und die beschwichtigenden Kommentare von Notenbankchef Jerome Powell deuten auf zwei Zinsschritte im Jahr 2023 hin. Fed-Vertreter James Bullard erklärte dagegen im US-Fernsehen, dass er die Zinswende bereits im kommenden Jahr für nötig halte. Die Notenbankerin Mary Daly sprach von einem Zurückfahren der Fed-Geldspritzen ab Ende 2021.

Die Aussagen sorgten für Wirbel an den Märkten. Denn wenn zukünftige Anleihen höhere Zinssätze bieten, weil sich der Kupon am Leitzinssatz orientiert, werden aktuell gehandelte Bonds unattraktiver und viele Investoren werfen sie aus ihren Depots.

Pleiten weniger wahrscheinlich

Ein Grund mehr für Anleger, sich im Unternehmensanleihebereich umzusehen. Schließlich bieten die Firmenbonds einen Zinsaufschlag, da sie im Vergleich zu sicheren Staatsanleihen mehr Risiken bergen. Doch der Abstand zwischen US- Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit guter Bonität ist zuletzt auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren geschrumpft. Auch im Hochzinsbereich haben sich diese sogenannten Spreads verengt, jedoch nicht so extrem wie bei den Investment-Grade-Anleihen. Zudem spricht das aktuelle Börsenklima eher für High-Yield-Titel: Bei ihnen gilt eine boomende Wirtschaft mit steigenden Zinsen als gutes Zeichen, denn Firmenpleiten werden in diesem Umfeld weniger wahrscheinlich. Sie sind normalerweise ein nicht zu vernachlässigender Faktor in dem Segment.

An zur Auswahl stehenden High-Yield-Fonds herrscht aktuell kein Mangel. Die pandemiebedingt schwierigen Bedingungen für viele Branchen bei dem gleichzeitig sehr freundlichen Finanzierungsumfeld haben dazu geführt, dass sich Firmen mit schlechten Bonitätsratings allein in den USA seit Jahresanfang 277 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt besorgt haben. Zwei Fonds, die kurz- und langfristig im Hochzinsbereich eine gute Performance abgeliefert haben, sind der Blackrock Global High Yield Bond und der Legg Mason Western Asset US High Yield. Das Blackrock-Portfolio investiert weltweit, das von Legg Mason nur in US-Anleihen. Beide enthalten - typisch für den Sektor - viele Papiere von Energiefirmen, die zu einer schlechten Bewertung im Eco-Rating führen. Ein weiterer Fokus liegt auf Telekommunikationsanbietern wie Altice, eine der Top-Positionen im Blackrock-Fonds.

Eine ETF-Alternative ist der iShares Fallen Angels High Yield. Er enthält rund 500 Bonds von Unternehmen aus Industrieländern, die ihr Investment-Grade-Rating verloren haben.









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Bildquellen: Sascha Burkard / Shutterstock.com, spirit of america / Shutterstock.com, Finanzen Verlag

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