15.04.2021 12:30

Nachranganleihen: Hochzins mit Hybrid

Euro am Sonntag-Anleihecheck: Nachranganleihen: Hochzins mit Hybrid | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Anleihecheck
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Die Bonds bieten viele Vorteile für die Emittenten und relativ hohe Renditen für Investoren. Privatanleger müssen zu Fonds greifen.
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€uro am Sonntag

von Thomas Strohm, Euro am Sonntag

Nachranganleihen gehören im Bondbereich zu den Favoriten der Anlagestrategen fürs laufende Jahr. Neue Papiere dürfte es reichlich geben: Wie im vorigen Jahr erwarten Analysten auch für 2021 Neuemissionen von Hybridanleihen im Rekordvolumen.

"Wir gehen davon aus, dass Nicht-Finanz-Unternehmen das derzeit noch vorherrschende Niedrigzinsumfeld nutzen werden, um ihre Bilanzen zu stärken, indem sie in den kommenden Monaten Hybridanleihen begeben werden", meinen die Analysten von Unicredit.

Privatanleger stoßen beim Kauf von Nachranganleihen allerdings auf das Problem, dass ihre Depotbank aus regulatorischen Gründen kaum einen Kaufauftrag für eine Einzelanleihe von ihnen annehmen wird. In Niedrigzinszeiten auf diese Weise von einem aussichtsreichen Segment weitgehend ausgeschlossen zu werden, ist für Bondfans ärgerlich.

Anleger können jedoch den Umweg über Fonds nehmen, um in diesem Bereich zu investieren. Einige Produkte bündeln generell höherverzinsliche Titel, darunter Hybridbonds. Andere Fonds mischen Nachranganleihen aus dem Finanz- und dem Nicht-Finanz-Sektor. Und einige Portfolios sind auf die Hybridanleihen von Unternehmen außerhalb des Finanzsektors spezialisiert. Zu Letzteren gehört der DWS Corporate Hybrid Bonds, der für die Leistung in den vergangenen Jahren €uro-FondsNote 1 trägt.

Risikoreicheres Segment

"Da wir davon ausgehen, dass sich der Risk-on-Modus in den kommenden Monaten fortsetzen wird, halten wir an unserer positiven Einstellung gegenüber risikoreichen Anlagen fest", stellen die Unicredit-Experten fest. Zu diesen Anlagen zählten auch die hybriden Unternehmensanleihen, deren Rendite eine hohe Korrelation mit europäischen Aktien aufweise. Zugleich sei die Korrelation mit Bundesanleihen negativ. Wenn das Zinsniveau wie von vielen Ökonomen erwartet im Lauf des Jahres etwas steigen sollte, dürfte dies die Kurse von Hybridanleihen deshalb kaum beeinträchtigen.

Die Papiere haben ihren Namen wegen des eigenkapitalähnlichen Charakters. Von den Ratingagenturen werden sie in der Regel zu 50 Prozent als Eigenkapital betrachtet, in der IFRS-Rechnungslegung sind sie sogar zu 100 Prozent eigenkapitalfähig. Weiterer Anreiz für die Unternehmen, derlei Anleihen zu emittieren, sei die steuerliche Absetzbarkeit von Kuponzahlungen in einer Reihe von europäischen Ländern, erläutern die Unicredit-Experten.

Hybridanleihen laufen sehr lange oder unendlich, können aber nach einigen Jahren erstmals gekündigt werden. In der Regel nutzen die Emittenten diese Möglichkeit. Nach Südzucker ließ jüngst aber auch die Lufthansa den ersten Call-Termin für ihre Nachranganleihe ungenutzt verstreichen.

Rendite von Rang: Der DWS Corporate Hybrid Bonds brachte auf Sicht von fünf Jahren im Schnitt fünf Prozent per annum. Das Anleiheportfolio reicht von VW über Enel und Total bis zu Bayer und Merck KGaA.










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Bildquellen: Sebastian Duda / Shutterstock.com, Imagentle / Shutterstock.com

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