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17.12.2009 17:04

Ein Star am Rohstoffhimmel: Der Weihnachtsrohstoff Kakao

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Für Investments in Kakao sprechen die wachsende Nachfrage und ein gutes Momentum. Wie Anleger auf den Agrarrohstoff setzen.
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Man kann den Süßigkeiten in der Weihnachtszeit nicht entkommen. Selbst wenn man sich persönlich beim Kauf zurückhält, so gibt es immer genügend Personen im eigenen Umfeld, die Weihnachtsmänner und Ähnliches verschenken. So landen also viele Produkte bei uns, für deren Herstellung Kakaobohnen benötigt werden. Deren Hauptanbaugebiete liegen in Afrika, Südamerika sowie Indonesien und Malaysia. Jährlich beziehen die Europäer um die 1,4 Millionen Tonnen Kakao in Form von Bohnen, Kakaobutter oder Pulver. In Süßwaren verarbeitet, ergibt sich daraus ein Vielfaches an Schokolade. Kakao war schon immer ein Luxusprodukt. Der Rohstoff ist in so gut wie allen Kulturkreisen ein begehrtes Genussmittel. Eine wachsende Schicht an kaufkräftigen Verbrauchern wirkt sich positiv auf die Nachfrage aus. In den aufstrebenden Volkswirtschaften, den Emerging Markets, wächst die konsumfreudige Mittelschicht, die auch für Kakao genügend Geld übrig hat. Auch in Osteuropa und dem Nahen Osten erwarten Experten eine steigende Nachfrage. Das treibt die Preise – ebenso wie eine Reihe weiterer Faktoren: Der jüngste Preisanstieg wird zum Großteil den erwarteten Ernteausfällen zugeschrieben.

Mit CFDs auf Kakao setzen

Vielleicht ist Kakao ein Stoff, aus dem in der Advents- und Weihnachtszeit Trader-Träume sind. Während sich die meisten Aktienindizes bereits in die Skiferien verabschiedet haben, könnte Kakao noch weiterhin ein starkes Momentum an den Tag legen. Anleger, die sich dies zunutze machen wollen, müssen auf die gleichen Besonderheiten achten wie bei den meisten Rohstoffen: Es gibt den Spot- und den Futurepreis. Bei längerfristigen CFD-Investments sind also Rollgewinne oder -verluste möglich, die auf das Anlageergebnis eines Investors durchschlagen. Dieses Phänomen betrifft so gut wie alle Anlageformen auf Kakao.
Als Agrarrohstoff hat Kakao eine weitere Besonderheit: Die gehandelten Marktvolumina sind im Vergleich zum weltweiten Anlagekapital relativ gering. Das hat bereits in der Vergangenheit zu spekulationsgetriebenen Haussen geführt. Bei diesem Rohstoff wenden viele Investoren Strategien an, welche die Reaktion auf bestimmte Ereignisse in den Mittelpunkt stellen, sogenannte Event-Driven-Strategies. Dabei reagieren die Marktteilnehmer sofort auf Analystenbewertungen und Meldungen über Ernteausfälle durch extreme Witterungsbedingungen oder Schimmelpilz oder über politische Unruhen in den Anbaugebieten.

Kakao-Hausse, dargestellt im Candlestick-Chartbild

Wenn die Hausse die Hausse nährt

Dazu muss man aber wissen, dass solche Meldungen oft überbewertet werden. So entsteht eine klassische sich selbst erfüllende Prophezeiung: Die stark steigenden Kurse locken weitere Interessenten an, was zu immer neuen Käufen und Kurssteigerungen führt und die Meldungen wiederum scheinbar bestätigt. So kann eine länger laufende Rallye entstehen, als es fundamental eigentlich begründet ist. An solchen Rallyes können Anleger verdienen, wenn sie sich via Ad-Hoc-Trading schnell genug platzieren oder wenn sie die richtige Swing-Trading- oder Trendfolgestrategie anwenden. Eine langfristig steigende Nachfrage, schlechte Ernteerwartungen, viel Liquidität und nicht zuletzt das Weihnachtsfeeling – wahrscheinlich ist es die Kombination all dieser Faktoren, die den Kakaopreis in diesen Tagen zu einem neuen Allzeithoch getrieben haben. Wie man es aber aus dem Weihnachtsgeschäft kennt, so könnte der große Hype im neuen Jahr auch ganz schnell wieder vorbei sein. Denn dann kommt bekanntlich die Zeit, in der man die Fehlkäufe umtauscht.

Gregor Kuhn ist bei IG Markets zuständig für das Ressort Education. Der Diplombetriebswirt besitzt durch seine langjährige Erfahrung im Brokerage ein umfangreiches Fachwissen im Bereich des aktiven Trading börsennotierter Produkte. Dieses Wissen vermittelt Gregor Kuhn deutschlandweit im Rahmen von Grundlagen- und Strategieseminaren.
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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