17.08.2022 22:51

Trotz Celsius-Debakel steigt der CEL-Token überraschend - was steckt dahinter?

Rallymodus aktiviert: Trotz Celsius-Debakel steigt der CEL-Token überraschend - was steckt dahinter? | Nachricht | finanzen.net
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Es ist rund einen Monat her, dass der Krypto-Lender Celsius Insolvenz anmeldete. Dennoch hat der Celsius Token seit dem Tief im Juni seinen Wert mehr als 1.400 Prozent gesteigert. Was könnte hinter dieser unwahrscheinlichen Rally stecken?
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• Celsius mit einer schlechten Nachricht nach der anderen
• CEL-Token gewinnt innerhalb kürzester Zeit deutlich an Wert
• Übernahmespekulationen sowie Short-Squeeze vermutlich verantwortlich

Der Krypto-Markt hat sich von dem Einbruch im Juni noch immer nicht so recht erholt. Hintergrund der Misere war der Zusammenbruch des algorithmischen Stablecoins Terra/LUNA, der weite Kreise nach sich zog. Denn mit dem massiven Wertverfall der Cyberdevisen, geriet auch der Krypto-Lending-Dienst Celsius in arge Bedrängnis. Die Schwierigkeiten waren so groß, dass sich Celsius Mitte Juni schließlich gezwungen sah, alle Kundengelder einzufrieren, um "Celsius besser in die Lage zu versetzen, seinen Rücknahmeverpflichtungen im Laufe der Zeit nachzukommen", wie das Krypto-Unternehmen zu dem Zeitpunkt verlautete. Bereits wenige Tage vor der Ankündigung fiel der Celsius Token (CEL) im Zuge des Krypto-Ausverkaufs via CoinMarketCap auf ein Jahrestief von 0,1554 US-Dollar. Mitte Juli folgte dann die Insolvenz der auf Kryptowährungskredite spezialisierten Bank.

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Trotz Insolvenz - Kursrally bei CEL

Nun könnte man meinen, dass das, ähnlich wie bei Terra/LUNA, das Ende des eigenen Token CEL bedeuten würde. Doch weit gefehlt. Vielmehr vermochte es die Kryptowährung seit dem Tief im Juni eine fulminante Aufholjagd zu starten. So notiert der Token mittlerweile deutlich über zwei US-Dollar, hat also seit dem Kursdebakel wieder mehr als tausend Prozent an Wert hinzugewonnen.

Plant Ripple Labs eine Übernahme von Celsius Network?

Mehrere Gründe könnten hinter der überraschenden Kurserholung stecken. So kamen vor einigen Tagen vage Übernahmespekulationen auf, Ripple Labs könne an einer Übernahme des bankrotten Krypto-Lenders interessiert sein. So hatte die Nachrichtenagentur Reuters einen Ripple-Sprecher wie folgt zitiert: "Wir sind daran interessiert, mehr über Celsius und die dazugehörigen Assets zu erfahren und inwiefern dies relevant für unser Geschäft sein könnte." Allerdings wollte die Person nicht bestätigen, dass das Blockchain-Unternehmen tatsächlich an Celsius im Rahmen einer konkreten Übernahme interessiert sei. Allerdings gab der Sprecher zu, dass Ripple Labs "aktiv auf der Suche nach Fusions- und Übernahmeobjekten sei, um das Unternehmen strategisch zu skalieren."

Twitter-Community will Short-Squeeze herbeiführen

Ein weiterer Grund, der als Kurskatalysator dient, ist ein über verschiedene Twitter-User unter dem Hashtag #CELShortSqueeze vereinbarter Short-Squeeze. Nachdem die Schwierigkeiten rund um den Krypto-Lending-Dienst bekannt wurden, nahmen viele Spekulanten die Gelegenheit wahr, sich mit CEL-Leerverkäufen einzudecken. Der Celsius-Community geht es nun darum, mit vermehrten Käufen der Kryptowährung die Leerverkäufer wieder aus der Cyberdevise zu drängen und zu zwingen, ihre Shorts aufzulösen, was wiederum den Kurs des Token antreibt. Der Zusammenschluss erinnert stark an die Geschehnisse rund um den US-Videospiele-Einzelhändler GameStop Anfang 2021.

Anleger sollten vorsichtig bleiben

Dabei hilft den CEL-Befürwortern, dass aufgrund des Auszahlungsstopps von Celsius Network aktuell nur wenige Token in Umlauf sind und der Kurs damit noch leichter manipulierbar wird. Wie es Krypto-Experte Samir Kerbage gegenüber CoinDesk formuliert: "Da das zirkulierende Angebot sehr klein ist, ist es technisch gesehen möglich, einen Short-Squeeze herbeizuführen, auch wenn der Einfluss auf den übergeordneten Markt sehr begrenzt ausfallen könnte und es schwierig sein dürfte, dies über längere Zeit aufrechtzuerhalten." Dennoch scheint das Unterfangen bereits Früchte zu tragen. So zeigen Daten von Coinglass, die CoinDesk vorliegen, dass bereits mehrere hundert tausend CEL-Short-Positionen geschlossen wurden. Kerbage rät Anlegern, die daran interessiert sind, sich an dem Short-Squeeze zu beteiligen, jedoch zur Vorsicht: "Es gibt nur begrenzte Vorteile für Investoren, die versuchen, den Squeeze herbeizuführen, außer Aktivismus oder Unterstützung für Celsius zu zeigen, während es einen großen Nachteil gibt: Der Token kann auf null gehen oder Celsius könnte mehr Token auf den Markt werfen."

Es bleibt also abzuwarten, wie weit es für den CEL-Token letztlich nach oben gehen kann.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Pasuwan / Shutterstock.com, 3Dsculptor / shutterstock.com
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