19.02.2014 17:00

Fondsabsatz: Aktiv schlägt passiv

Folgen
2013 hinken ETFs der Konkurrenz hinterher. Der Absatz von aktiv gemanagten Fonds in Europa wuchs im vergangenen Jahr deutlich stärker als der von börsennotierten Indexfonds (ETFs).
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von Andreas Hohenadl, Euro am Sonntag

Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kommt das Analysehaus Morningstar in einer jüngsten Untersuchung. So beliefen sich die Nettomittelzuflüsse der in Europa beheimateten aktiv verwalteten Fonds (ohne Geldmarktfonds) 2013 auf gut 6,3 Prozent. ETFs - ebenfalls ohne Geldmarktprodukte - flossen dagegen netto 4,6 Prozent an neuen Anlegergeldern zu.

"ETFs haben in Europa ein richtig mieses Jahr hinter sich", meint Ali Masarwah von Morningstar Deutschland zu den Ergebnissen. Dabei lässt er auch Sondereffekte nicht gelten. Vertreter der ETF-Branche argumentieren, dass zum einen hohe Abflüsse aus Gold-ETFs und Rohstoff-Produkten das Bild 2013 verzerrt hätten. Zum anderen sei es durch Verkäufe institutioneller Investoren bei einem DAX-ETF der Deutschen Bank zu extrem hohen Abflüssen von 5,7 Milliarden Euro gekommen. Masarwah kontert, dass "großvolumige Mittelbewegungen für ETFs keine außerordentlichen Ereignisse darstellen". Denn sonst müsste man logischerweise auch die hohen Zuflüsse in Gold- und Rohstoff-Produkte 2008 und 2009 als Ausnahme von der Regel abhaken.

Während das Wachstum der ETF-Branche schwächelt, konnten 2013 bei den aktiv verwalteten Portfolios Mischfonds stark zulegen. In dieser Fondskategorie stiegen die Zuflüsse um 17 Prozent. Noch besser schnitten alternative Fonds mit 26,6 Prozent und Wandelanleihefonds mit 27,3 Prozent Wachstum ab.

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