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17.10.2019 17:52
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Wo Aldi-Mitarbeiter mehr verdienen als Ärzte

Attraktives Einstiegsgehalt: Wo Aldi-Mitarbeiter mehr verdienen als Ärzte | Nachricht | finanzen.net
Attraktives Einstiegsgehalt
Die Ansicht, dass man bei Discountern nicht gerade die große Kohle scheffeln kann, ist weit verbreitet. Doch so ist es nicht überall. Denn es gibt es: Ein Land, in dem man bei Aldi mehr verdient als Mediziner.
Es ist kaum zu glauben: Da studiert und büffelt man jahrelang für einen Abschluss in Jura, Medizin oder im Lehramt und dann soll man bei Aldi mehr verdienen können als im eigentlichen Job? In Australien ist das Realität. Denn hier gibt es für graduierte Berufseinsteiger ein ziemlich attraktives Einstiegsgehalt, das das von allen anderen Berufen deutlich übersteigt.

Besseres Jahresgehalt als Zahnmediziner, Optometristen und Lehrer

Wer eine der 16 Stellen im Graduierten-Programm der australischen Aldi-Ausgabe ergattern kann, darf sich freuen. Denn hier erwartet die Mitarbeiter ein Jahresgehalt in Höhe von rund 87.000 australischen Dollar - umgerechnet gut 54.500 Euro. Damit hängt Aldi in Australien in der Gehaltsfrage viele andere eigentlich gut bezahlte Berufe ab. Laut dem "Graduates Careers Australia"-Bericht von 2015 sieht es in anderen Bereichen gehaltstechnisch nicht so gut aus wie bei Aldi.

So starteten die Einstiegsgehälter von Zahnmedizinern und Optometristen bei 80.000 australischen Dollar, Mediziner konnten ein Durchschnittsgehalt von 65.000 australischen Dollar einstreichen und Lehrer hatten im Schnitt laut Report sogar "nur" 61.000 australische Dollar zur Verfügung. Der Job bei Aldi? Gehaltstechnisch ein absoluter Traum.

18-Monats-Programm für "natürliche Führungskräfte"

Doch welche Voraussetzungen gibt es für das Aldi-Graduiertenprogramm und wie sehen die Aufgaben aus? Laut Stellenausschreibung auf der australischen Website von Aldi muss man sich für die Aufnahme im Graduiertenprogramm im letzten Jahr eines Bachelor- oder Masterstudiengangs befinden oder solch einen Abschluss kürzlich erworben haben. Bewerber müssen eine Leidenschaft für den Einzelhandel mitbringen - ansonsten kümmert Aldi das Studienfach wenig, denn der Discounter legt vor allem Wert auf "natürliche Führungskräfte", die gut mit Menschen umgehen können.

Das Programm dauert insgesamt 18 Monate. In dieser Zeit lernen die Mitarbeiter "alle Aspekte des Geschäfts" kennen und entwickeln Führungsqualitäten und Teamfähigkeit mit ihren Mitarbeitern. Nach zwei Monaten können sie bereits ein Team von erfahrenen Mitarbeitern führen. Die Graduierten müssen außerdem flexibel sein, da sie an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden. Bei den Aufgaben müssen die Graduierten anpacken - Hands-on-Mentalität -, "wenn du dich lieber zurücklehnst und zuschaust, wird das nicht zu dir passen".

Aldi-Bereichsleiter verdienen in Australien besser als in Deutschland

Wer das Graduiertenprogramm erfolgreich meistert, dem winken danach weitere lukrative Gehaltsaussichten. Denn die Besten können zum Bereichsleiter aufsteigen - ein Job, auf den es oft mehr als 9.000 Bewerbungen gibt. Aldi-Bereichsleiter handlen in Australien drei bis fünf Filialen und verdienen anfangs 112.000 australische Dollar. Nach fünf Jahren steht ein Jahresgehalt in Höhe von 155.000 australischen Dollar plus Firmenwagen und iPhone in Aussicht. Die Vergütung von Aldi ist in Australien übrigens auch deutlich besser als in Deutschland: So verdienen Aldi-Regionalverkaufsleiter laut Angaben auf der Website Glassdoor rund 84.303 Euro im Jahr. Dieselbe Position in Australien wird mit umgerechnet gut 10.000 Euro mehr vergütet.

Natürlich sind solch gut bezahlte Positionen nicht einfach: Überstunden gehören genauso zum Alltag wie hoher Druck und ein schnelles Arbeitstempo. Doch wer ein Top-Gehalt möchte, der muss eben auch Abstriche machen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: T W van Urk / Shutterstock.com, graham parton / Shutterstock.com

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