11.05.2021 23:52

Online-Marktplätze wie eBay & Co.: Warum von Zahlungen per Überweisung abzuraten ist

eBay-Betrüger: Online-Marktplätze wie eBay & Co.: Warum von Zahlungen per Überweisung abzuraten ist | Nachricht | finanzen.net
eBay-Betrüger
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Verbraucher sollten hellhörig werden, wenn sie im Rahmen von Transaktionen auf Online-Marktplätzen, wie beispielsweise eBay, explizit dazu aufgefordert werden, per Überweisung zu bezahlen.
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Neue Betrugsmasche auf eBay

Wie auf dem Presseportal des Rundfunk Berlin-Brandenburg, kurz rbb, berichtet wird, kommt es aktuell vermehrt zu Anzeigen aufgrund einer neuen Internet-Betrugsmasche: Betroffen sind vorwiegend Verbraucher, die Waren auf der Verkaufsplattform eBay bestellen, diese bezahlen, jedoch niemals erhalten. Der Ablauf der eBay-Transaktion beinhaltet in den meisten Fällen ein Bestehen des Verkäufers auf eine Überweisung des Geldes auf ein Konto, welches zwar eine echte IBAN-Nummer aufweist, jedoch unter falschem Namen oder unter Zuhilfenahme einer gestohlenen Identität geführt wird. Das Geld wird dabei schnell von solchen "Scheinkonten" abgehoben, um diese im Anschluss zeitnah kündigen zu können - zu einem Versenden der Waren kommt es dabei nicht.

Konten bei N26 besonders betroffen

Laut Informationen des rbb Verbrauchermagazins SUPER.MARKT, würden die Opfer solcher Internet-Krimineller häufig dazu gedrängt werden, Geld auf Konten zu überweisen, die bei der Internet-Bank N26 geführt werden. Dabei handelt es sich um eine deutsche Direktbank, die sich auf die Kontoführung per Smartphone spezialisiert hat, gegründet 2013 durch die Jungunternehmer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal. Wie N26 gegenüber dem rbb erklärt, hafte sie nicht, denn "...Banken müssen [...] nicht überprüfen, ob das Konto dem genannten Überweisungsempfänger zusteht." Erst Beträge in Höhe von mindestens 1.000 Euro würden einer Prüfung unterzogen werden. Hubert Schuster vom LKA Berlin erklärt gegenüber dem rbb Fernsehen: "Generell ist die Gefahr am höchsten bei Banken, die Video- oder Foto-Identifikation nutzen, das heißt, wo der Täter nicht noch [...] in die Filiale gehen muss, den Ausweis zeigen muss, gesehen wird. [...] Das betrifft eine Vielzahl von Geldinstituten."

Das fordern Verbraucherschützer

Ulrich Schulte am Hülse, Fachanwalt für Bankrecht, kommentiert die Welle der Internet-Kriminalität auf eBay gegenüber dem rbb Fernsehen, indem er erklärt: "Heute macht sich keiner mehr die Finger schmutzig für einen Banküberfall, sondern man macht sich die Finger an der Tastatur schmutzig, um dort Kriminalität zu begehen." Er fordert weiterhin eine Überprüfung der Übereinstimmung des angeführten Kontoinhabers mit den Angaben des tatsächlichen Kontoinhabers - bei jeder Überweisung. Eine derartige Vorgehensweise würde Missbrauch präventiv verhindern können.

Was Verbraucher beachten sollten

Über 43 Millionen Inserate werden laut rbb jährlich durch eBay ermöglicht - gegen Fake-Anbieter könne die Verkaufsplattform jedoch wenig unternehmen, wie Pierre Du Bois, eBay-Pressesprecher, gegenüber dem rbb angibt: "Häufig sind es nur wenige Minuten bis Stunden, in denen solche Anzeigen online sind. [...] Diese Zeitspanne reicht, um mehrere Interessenten zu erhaschen." Verbraucherschützer raten deshalb zu besonderer Vorsicht bei sehr günstigen Angeboten. Weitere "rote Flaggen" sollten der Sitz des Händlers im Ausland sowie das vehemente Bestehen auf eine Zahlung per Überweisung sein. Sicherer seien laut Polizei Zahlungsdienstleister mit Käuferschutz, wie PayPal, oder das Lastschriftverfahren, da man bei diesen Vorgehensweisen die Möglichkeit habe, das Geld zurückzuholen - so der rbb weiter.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: BeeBright / Shutterstock.com, Gil C / Shutterstock.com

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