Spritkosten im Blick

Tanken: So spart man trotz Iran-Konflikt bares Geld

10.03.26 03:09 Uhr

Bares Geld sparen trotz Iran-Krieg: So kann man beim Tanken die Kosten senken | finanzen.net

Beim Blick auf die Preistafel der Tankstelle macht sich ein flaues Gefühl im Magen breit. Schon wieder kostet der Liter Sprit mehr. Mit diesen Tricks können die Benzinkosten etwas minimiert werden.

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Rohstoffe

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107,50 USD 4,30 USD 4,17%

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Während der militärischen Eskalation im Nahen Osten und der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran sind die Ölpreise innerhalb kürzester Zeit massiv gestiegen.

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Die ganze Welt spricht zwar von E-Mobilität, doch Fakt ist, dass die wenigsten ein Elektroauto besitzen. Wer nicht mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann oder will, findet sich in regelmäßigen Abständen an der Zapfsäule wieder. Immer öfter wird dieser Gang zum Ärgernis: Die Preise steigen und steigen, und Autofahrer fühlen sich machtlos. Laut ADAC erreichten die Preise für Super E10 und Diesel während der Iran-Krise zeitweise Höchststände, die man seit rund zwei Jahren nicht mehr gesehen hat.

Tankstellen vergleichen lohnt sich

Ein Preisvergleich bei den Tankstellen in nächster Umgebung zeigt meist schnell, wo der Sprit am günstigsten ist. Ein Blick ins Internet hilft schnell weiter. Auch spezielle Apps auf dem Smartphone lassen direkt erkennen, wo pro Liter vielleicht ein paar Cent eingespart werden können. Laut ADAC betragen die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern im Normalfall bis zu 7 Cent je Liter. Wer gezielt die günstigste Station anfährt, spart nicht nur selbst, sondern fördert laut ADAC auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

Autobahntankstellen meiden

Der Jahresbericht des Bundeskartellamtes brachte wichtige Punkte zutage, die gerade in Krisenzeiten schwer ins Gewicht fallen. Demnach waren Autobahntankstellen rund 44 Cent/Liter für Diesel und 45 Cent/Liter für E5 (durchschnittliche Preisaufschläge 2025) teurer als andere Tanken. Besser man verlässt die Autobahn; hier kann laut Angaben des Berichts schon das Abfahren auf einen Autohof ausreichen.

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Geldbeutel profitiert vom richtigen Zeitpunkt

Nicht nur wo man tankt, kann wichtig werden, insbesondere wann schlägt sich im Preis nieder. So ist es in der Regel morgens am teuersten, während die Preise am Abend sinken. Das Bundeskartellamt empfiehlt bereits seit längerem, am besten abends zu tanken. Laut ADAC sollte man insbesondere die teure Phase zwischen 7 und 8 Uhr morgens meiden. "Am niedrigsten sind die Preise meist am späteren Abend. Ein wenig Planung für den Weg zur Arbeit oder die Urlaubsreise lohnt sich", so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, in einer offiziellen Mitteilung.

Nicht am Wochenende oder Feiertag an die Zapfsäule

Doch nicht nur die Uhrzeit, auch der Tag kann Auswirkungen auf den Spritpreis haben. So ist es in den meisten Fällen am Wochenende oder an Feiertagen teurer. Laut ZDFheute kostete ein Liter Super E10 an einem Sonntag bereits 1,6 Cent mehr als am vorangegangenen Freitag. Auch kurz vor Ferienbeginn oder -ende können die Benzinkosten deutlich anziehen. Während geopolitischen Krisen kommt hinzu, dass die Sorge vor einer Preisexplosion viele Kunden an die Tankstellen treibt.

Wer diese Tipps beherzigt und etwas Glück hat, dürfte beim kommenden Gang an die Zapfsäule etwas sparen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass der Spritpreis an vorderster Front von den Ölpreisen abhängt. Diese gerieten aufgrund der Blockade der Straße von Hormus und der unsicheren Lage im Iran zeitweise massiv unter Druck - auch weil der Iran der drittgrößte Opec-Produzent ist. Wer zusätzlich sparen will, sollte laut ADAC zudem auf das teurere Super E5 verzichten und - sofern das Fahrzeug es verträgt - auf Super E10 setzen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: sint / Shutterstock.com