APA ots news: Nationalbank: Anstieg der Wohnimmobilienpreise bleibt unter...

29.01.26 09:06 Uhr

APA ots news: Nationalbank: Anstieg der Wohnimmobilienpreise bleibt unter der Inflation

OeNB veröffentlicht aktuelle Daten des

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Wohnimmobilienpreisindex

Wien (APA-ots) - Die aktuellen Daten zur Entwicklung der

Wohnimmobilienpreise in

Österreich zeigen für das Jahr 2025 einen moderaten Anstieg. Die

Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser stiegen vor dem

Hintergrund gesunkener Zinsen und gestiegener Löhne um 2,1 % (

nominell). Inflationsbereinigt sind die Immobilienpreise angesichts

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der durch Statistik Austria veröffentlichten Inflationsrate von 3,8 %

somit 2025 ein weiteres Mal gesunken.

"Der OeNB-Wohnimmobilienpreisindex zeigt, dass sich der Markt

nach der Zinswende schrittweise stabilisiert. Nominal steigen die

Preise wieder moderat, inflationsbereinigt sind Immobilien jedoch

vergleichsweise günstiger als vor einigen Jahren. Daraus kann eine

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leicht verbesserte Leistbarkeit von Wohnimmobilien gegenüber 2022 Q3

abgeleitet werden. Es werden nun wieder so viele Wohnimmobilien

verkauft wie im langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig sehen wir

deutliche Unterschiede zwischen Neubau und Bestand sowie zwischen

Wien und dem Rest Österreichs. Für die Finanzstabilität bleibt

entscheidend, dass diese Entwicklung maßvoll verläuft und die Vergabe

von Wohnimmobilienkrediten weiterhin verantwortungsvoll erfolgt.", so

OeNB-Gouverneur Martin Kocher.

Betrachtet man die Entwicklung in den Bundesländern, fällt auf,

dass in Wien die Preise stärker gestiegen sind als im Rest

Österreichs: Die Immobilienpreise für Eigentumswohnungen und

Einfamilienhäuser nahmen in Wien um 2,9 % zu, und damit um 1,3

Prozentpunkte mehr als in Österreich ohne Wien (1,6 %). Längerfristig

betrachtet sind die Wohnimmobilienpreise in Österreich seit Beginn

der Leitzinserhöhung durch den EZB-Rat im dritten Quartal 2022 um 3,3

% gesunken.

Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen reagierten sensitiver

auf Zinsänderungen als Preise für neue

Bei typischen langfristigen Veranlagungen - wie etwa fix

verzinste Anleihen oder Immobilien - reagieren die Preise für

gewöhnlich auf Zinsveränderungen. Jedoch zeigen sich auffällige

Unterschiede in den Preisentwicklungen für neue und gebrauchte

Eigentumswohnungen rund um die letzte Zinswende der EZB. In der

Niedrigzinsphase vor der ersten Anhebung der Leitzinsen am 27. Juli

2022 konnte man sowohl bei neuen als auch bei gebrauchten

Eigentumswohnungen einen starken Preisanstieg beobachten. Die erste

Anhebung der Leitzinsen markiert auch den Wendepunkt der

Preisentwicklung: Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen gingen

zwischen dem 3. Quartal 2022 und dem zweiten Quartal 2024 stark

zurück (-9,4 % in Wien, -6,5 % im Rest Österreichs). Preise für neue

Eigentumswohnungen reagierten in dieser Phase jedoch kaum bzw. sogar

mit einem leichten Anstieg. Seit der ersten Leitzinssenkung am 12.

Juni 2024 sind die Preise für neue und auch für gebrauchte

Eigentumswohnungen wieder gestiegen, wobei der Anstieg bei neuen

Wohnungen etwas deutlicher ausfiel.

Neue Eigentumswohnungen zeigen eine geringe Preisflexibilität

nach unten, das bedeutet Preise sinken kaum. Die Preissetzung

orientiert sich an den in der Vergangenheit hohen Kosten für

Grundstücke, Bau und Finanzierung sowie an den Gewinnerwartungen. Der

Unterschied in der Preisflexibilität spiegelt sich in den

Transaktionen, also der Anzahl der Verkäufe, wider. Während im Neubau

die Transaktionen pro Quartal seit der Leitzinserhöhung am 27. Juli

2022 um 61 % sanken, gingen sie im gebrauchten Segment nur um 26 %

zurück (Q3 2022 - Q2 2024 vs. Q3 2020 - Q2 2022, Quelle: Statistik

Austria).

Seit der ersten Leitzinssenkung am 12. Juni 2024 sind Preise und

Transaktionen wieder angestiegen. Sie befinden sich bei den neuen

Wohnungen mit aktuell rund 2.500 Transaktionen noch deutlich unter

dem langjährigen Durchschnitt (seit 2015) von rund 3.100

Transaktionen pro Quartal; bei den gebrauchten liegen sie mit 10.700

Transaktionen geringfügig über dem langjährigen Durchschnitt von rund

10.500 Transaktionen pro Quartal (Quelle: Statistik Austria).

Die zugehörigen Tabellen und Grafiken finden sich auf der OeNB-

Website.

Weitere Infos finden sich im aktuellen OeNB-Immobilien-Dashboard

.

Rückfragehinweis:

Oesterreichische Nationalbank

Mag. Marlies Schroeder, MiM

Telefon: +43-1-404 20-6900

E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at

Website: https://www.oenb.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/156/aom

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