Apple-Aktie unter Druck

Apples Bedeutung im S&P 500 schwindet - das sagt ein Morningstar-Analyst dazu

06.04.24 22:43 Uhr

NASDAQ-Titel Apple Aktie: Apples Einfluss im S&P 500 schrumpft -  die Gründe | finanzen.net

Die sonst so starke Apple-Aktie war im bisherigen Jahresverlauf eine Enttäuschung und ihr Einfluss auf den S&P 500 hat enorm abgenommen. Morningstar-Analyst William Kerwin sieht dafür drei Gründe - und hat die Aktie dennoch hochgestuft.

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• Apple-Aktie mit klaren Kursverlusten in 2024
• William Kerwin: Drei Faktoren belasten Apple
• Dennoch stuft der Morningstar-Analyst den Titel auf "Halten" hoch

Lange Zeit war die Apple-Aktie ein Anleger-Liebling, doch im laufenden Jahr schwächelt sie sehr. So hat sie seit Jahresstart schon mehr als zwölf Prozent an Wert eingebüßt, während der S&P 500-Index, der den breiten US-Aktienmarkt widerspiegelt, um rund acht Prozent zugelegt hat.

Schwindender Einfluss der Apple-Aktie

Wie "MarketWatch" berichtete, ist der Einfluss von Apple auf die S&P 500-Performance auf das schwächste Niveau der letzten zehn Jahre geschrumpft: Demnach konnte der S&P 500 im ersten Quartal an 13 Tagen steigen, obwohl das Apple-Papier einen Kursverlust auswies - das ist die höchste Anzahl in einem Quartal seit dem ersten Quartal 2014. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor, im ersten Quartal 2023, konnte der Index lediglich an zwei Tagen ohne die Unterstützung von Apple zulegen.

Beim NASDAQ Composite zeige sich laut der Nachrichtenseite ein ganz ähnliches Bild. Der Technologie-Index habe seit Jahresbeginn an 15 Tagen ein Plus verzeichnet, wogegen die Apple-Aktie gleichzeitig abgab. An so vielen Tagen war dies dem Index schon seit dem vierten Quartal 2014 nicht mehr gelungen.

Was die Apple-Aktie belastet

William Kerwin, Analyst bei Morningstar, führt diesen Bedeutungsverlust von Apple auf drei Ursachen zurück. Zunächst führt er Sorgen hinsichtlich einer schwächeren Nachfrage in China an. Denn zum einen habe sich im Reich der Mitte die inländische Konkurrenz - insbesondere Huawei - verbessert, zum anderen wurde durch eine Regierungskampagne die Verwendung von Apple-Geräten für Regierungsangestellte und Mitarbeiter staatseigener Unternehmen eingeschränkt.

Ferner habe Apple das Problem, dass sich die Erneuerungszyklen für Verbraucher verlangsamen. So würden die Apple-Kunden ihre Geräte länger behalten, erklärte William Kerwin.

Zuletzt leide der Apple-Aktienkurs auch unter dem wachsenden regulatorischen Druck, unter den der iKonzern gerät. So hat das US-Justizministerium kürzlich eine Klage gegen den Konzern aus Cupertino eingereicht, weil er angeblich Kunden dadurch an seine Geräte binde, dass er Dienste anderer Unternehmen künstlich weniger attraktiv mache. Apple habe Konkurrenten den Zugang zu Hardware- und Software-Funktionen seiner Geräte verweigert und eigene Angebote bevorzugt, so der Vorwurf. Daneben hat die EU-Kommission Ende März ein Verfahren gegen Apple und mehrere andere US-Techriesen eröffnet. In dessen Rahmen soll geprüft werden, ob die US-Konzerne gegen EU-Regeln verstoßen haben. Es könnten empfindliche Strafen drohen.

So schätzen Analysten die Apple-Aktie ein

Dennoch sieht Kerwin nicht völlig schwarz für das Apple-Papier. Vielmehr hat der Morningstar-Analyst sein Rating kürzlich von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft. Er argumentiert, dass sich die Aktie nach ihren Kursverlusten inzwischen seinem Kursziel von 160 US-Dollar genähert habe.

Auch andere Experten sind eher unbesorgt. Laut TipRanks stufen 16 Analysten die Apple-Aktie mit "Buy" ein, elf weitere mit "Hold" und nur ein Analyst empfiehlt das Papier zu verkaufen.

Redaktion finanzen.net

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