BayWa: Heiße Spekulation
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Der Agrarkonzern BayWa hat sein Versprechen gehalten und noch im Jahr 2025 neue Käufer für die Tochtergesellschaft Cefetra gefunden. Anleger spekulieren darauf, dass die Sanierung erfolgreich voranschreitet.
Bereits kurz vor Heiligabend gab es für die Aktionäre der BayWa eine schöne Bescherung: Als die Heiligen drei Könige fungierte dabei ein Konsortium, bestehend aus mehreren namhaften Investoren. Diese brachten zwar weder Weihrauch, Myhrre oder Gold, sie unterzeichneten jedoch den Kaufvertrag für sämtliche Anteile der BayWa-Tochter Cefetra Group B.V.
Liquidität zur Schuldentilgung
Immerhin geht es dabei um rund 125 Mio. Euro. Nach Unternehmensangaben sollen 80 Mio. Euro der Gesamtsumme bei Vollzug gezahlt werden. Eine zweite Tranche über 45 Mio. Euro dürfte dann spätestens am 30. April oder 90 Tage nach dem Vollzug an die BayWa fließen. Bei früherer Zahlung ist, je nach Zeitpunkt, eine Reduktion des Kaufpreises um bis zu 5 Mio. Euro möglich.
Zweiter Anlauf
Die finanziellen Auswirkungen auf den Sanierungsprozess sind aber noch umfangreicher: Im Rahmen der Rückführung von Gesellschafterdarlehen fließen der BayWa nochmals 62 Mio. Euro zu. Zudem reduzieren sich die Bankverbindlichkeiten durch die Entkonsolidierung von Cefetra aus der BayWa-Bilanz und der Verwendung des Kaufpreises überwiegend zur Schuldentilgung um insgesamt über 600 Mio. Euro. Bei aller Euphorie sollten Anleger aber beachten, dass der Cefetra-Verkauf im Oktober bereits schon einmal kurz vor Toresschluss gescheitert ist.
Fazit
Die Nachricht ist grundsätzlich positiv und würde bei Vollzug die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Sanierung der BayWa erhöhen. Neben den marktüblichen Vorbehalten bei der Transaktion kommt aber noch ein weiterer Aspekt hinzu: Die Kernbanken der Cefetra knüpfen die Refinanzierung über 600 Mio. Euro an einen Eigenkapitalzielwert. Zwar haben sich das Konsortium der Käufer und die BayWa verpflichtet, diesen Zielwert sicherzustellen, doch macht bekanntlich jede zusätzliche Vertragsklausel eine Transaktion komplizierter. Das Papier bleibt eine Spekulation auf bessere Zeiten und beinhaltet aktuell noch schwer kalkulierbare Risiken.
Während es bei BayWa aus Anlegersicht um die Chance auf eine erfoglreiche Sanierung geht, ist die Story von Daldrup & Söhne von einem starken Wachstum geprägt. Eine wahre Auftragsflut, starke Zahlen und gute Perspektiven haben 2025 für eine Performance von mehr als 100 Prozent gesorgt und auch die Perspektiven für 2026 sind vielversprechend: zum Artikel
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