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08.02.2019 23:35
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Experte: Die Rally am Aktienmarkt könnte sich als "große, fette Bullenfalle" erweisen

Begründete Sorgen?: Experte: Die Rally am Aktienmarkt könnte sich als "große, fette Bullenfalle" erweisen | Nachricht | finanzen.net
Begründete Sorgen?
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Nach den Tiefstständen im Dezember vergangenen Jahres ist es am Aktienmarkt in den letzten Wochen wieder deutlich bergauf gegangen. Anleger sollten sich dennoch nicht in Sicherheit wiegen, denn es könnte sich um eine klassische Bullenfalle handeln, glaubt Finanz-Experte Sven Henrich.

Bullen vs. Bären

Ist der Bullenmarkt zu Ende? Diese Frage beschäftigt zahlreiche Marktteilnehmer bereits seit geraumer Zeit. Eine Antwort zu finden gestaltet sich allerdings sehr schwierig. Der S&P 500 konnte im Januar dieses Jahres 7,78 Prozent an Wert gewinnen, der Markt steht wieder rund 14 Prozent über den Dezember-Tiefs. Doch handelt es sich hierbei um die Fortführung eines Aufwärtstrends oder aber nur um eine kurze Erholung?

Die aktuelle Situation am Aktienmarkt ähnele jenen in den Jahren 2000 und 2007, als die Kurse ihre Höchststände erreicht hatten, meint Sven Henrich, Gründer von NorthmanTrader.com und bekannt für seine technischen, makroökonomischen Analysen. Die US-Börse habe im September des letzten Jahres auf eine Mauer zugesteuert, der lange Aufwärtstrend dieses Jahrzehnts sei damit ins Stocken geraten. Aktuell befinde man sich in einer aggressiven Gegenrally, die Tiefstände vom vergangenen Dezember würden jedoch schon bald neu getestet werden. "Der Aktienmarkt hat sich im letzten Monat stark gewendet, aber ich bin nicht überrascht, dass es eine Erholung gegeben hat", heißt es in einer Analyse auf der Finanz-Website Seeking Alpha. "Ich bin jedoch weiterhin der Ansicht, […] die Tiefststände vom Dezember 2018 werden in den nächsten Monaten erneut getestet. Ich sehe diese Erholung als Bullenfalle".

Anzeichen für eine Bullenfalle

Henrich sieht zahlreiche Hinweise, die zur Sorge veranlassten - diese Rally könnte sich als eine "große, fette Bullenfalle" erweisen. Technische Daten wiesen deutliche Parallelen zu den Jahren 2000 und 2007 auf. So seien die niedrige Arbeitslosenquote oder die US-Notenbank Fed, die ihren Zinserhöhungszyklus plötzlich stoppt, deutliche Zeichen. Außerdem verlangsame sich sowohl das Wirtschafts- als auch das Gewinnwachstum der Unternehmen. Die zu hohen Bewertungen sowie der Handelskonflikt zwischen China und den Vereinigten Staaten täten ihr Übriges. Diese und weitere Faktoren signalisierten das bevorstehende Ende des Konjunkturzyklus, glaubt Henrich. Der Markt könne sich so zu einem vollwertigen Bärenmarkt entwickeln.

"Es ist nicht leicht, diese Dinge im Nachhinein zu sehen, aber viel schwieriger, wenn nicht unmöglich, wenn Sie mitten im Geschehen sind. Und hier sind wir jetzt - mitten im Geschehen - und es wird noch Wochen dauern, aber ich vermute, wir werden in den nächsten ein bis zwei Monaten mehr wissen", erklärt der Analyst. Seiner Meinung nach sollten Anleger darüber nachdenken, ihr Engagement am Aktienmarkt zu reduzieren.

"Ich erwarte keinen großen Absturz, aber es wird eine seitliche Konsolidierung geben, soweit das Auge reicht. Es wird ein ziemlich großer Bereich sein, auf den sich der S&P in den nächsten Jahren beschränkt. Wenn es neue Höchststände gibt, werden sie marginal sein, und es wird immer noch viele Aktien geben, die ihren Höchststand von vor wenigen Monaten nicht erreichen werden", heißt es in der Analyse auf Seeking Alpha.

Ob die Experten die Zeichen richtig deuten und mit ihren Befürchtungen Recht behalten werden, werden wir wohl in den nächsten Monaten erfahren.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Holmes Su / Shutterstock.com, Inked Pixels / Shutterstock.com
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