06.06.2019 18:53

Tesla-Aktie: Tesla-Kunden in Norwegen sind zunehmend unzufrieden

Beschwerden mehren sich: Tesla-Aktie: Tesla-Kunden in Norwegen sind zunehmend unzufrieden | Nachricht | finanzen.net
Beschwerden mehren sich
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In keinem anderen europäischen Land verkauft Tesla mehr Autos als in Norwegen. In letzter Zeit mehren sich jedoch die Beschwerden - der Elektroautobauer ist auf der Zufriedenheitsskala weit nach unten abgerutscht.
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Norwegen als Vorreiter für Elektromobilität

Norwegen gilt als bedeutender Markt für Elektroautos. In keinem anderen Land werden pro Kopf so viele Elektroautos zugelassen wie dort, was nicht zuletzt an den kräftigen Subventionen liegen dürfte. Ab 2025 will das skandinavische Land nur noch abgasfreie Fahrzeuge zulassen. Im März nahmen Elektroauto-Zulassungen mehr als 50 Prozent der gesamten Neuzulassungen ein.

Besonders beliebt bei Norwegern sind Tesla-Fahrzeuge. Von den Neuzulassungen im März war fast die Hälfte, also etwa 5.315 Fahrzeuge, ein Model 3. insgesamt sollen in diesem Jahr schon fast 40.000 Tesla-Fahrzeuge zugelassen worden sein, was einem Anstieg von 25 Prozent gleichkommt, wie die Süddeutsche berichtet.

Zufriedenheit lässt nach

Dennoch mehren sich gleichzeitig auch die Beschwerden über Teslas Fahrzeuge. Auf der Zufriedenheitsrangliste, die im Mai veröffentlicht wurde, rutschte der Autobauer von Patz 4 auf 51 ab und verlor somit einen seiner fünf Sterne, heißt es bei Teslamag.

Bereits im vergangenen Jahr soll die Verbraucherschutzorganisation Norwegian Consumer Council pro Tesla dreimal so viele Beschwerden wie bei anderen Autos registriert haben, fand die Los Angeles Times heraus. Während es im vergangenen Jahr insgesamt 86 Beschwerdefälle gab, zählt der Verband in diesem Jahr bislang schon 51.

"Es gibt eine Menge kleinerer Sachen, die Tesla nicht in den Griff bekommt, und das führt zu Frustration", erklärte Thomas Iversen vom Verbraucherschutz. Bei den kleineren Schäden handele es sich um schlechte Lackierungen, Beulen oder Kratzer beim Model 3, berichtete Sateesh Varadharajan, Präsident des norwegischen Tesla Owners Club. Ein Grund dafür könnte sein, dass sich Tesla selbst unter Druck setzt, um die Lieferziele zu erreichen, und die Sorgfalt dabei etwas auf der Strecke bleibt.

Tesla noch immer überfordert?

Ein Tesla-Sprecher erklärte zwar, der Autobauer habe die Versprechen erfüllt und die Zahl der Service-Mitarbeiter in Norwegen verdoppelt, neue Service-Center eröffnet und biete nun auch mobile Reparaturen an, bisher seien jedoch keine positiven Auswirkungen zu beobachten. Tesla sei nach wie vor überfordert, ist sich Iversen sicher.

Redaktion finanzen.net

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