finanzen.net
24.09.2018 17:24
Bewerten
(0)

Kurssturz voraus? Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor Finanzturbulenzen

BIZ-Quartalsbericht: Kurssturz voraus? Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor Finanzturbulenzen | Nachricht | finanzen.net
BIZ-Quartalsbericht
DRUCKEN
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt vor neuen Turbulenzen an den Finanzmärkten.
Früher oder später seien weitere heftigen Kursbewegungen wahrscheinlich, heißt es in dem am Sonntag veröffentlichten Quartalsbericht der BIZ, der Dachorganisation führender Notenbanken. Die Ursachen sehen die BIZ-Experten unter anderem in einer Überbewertung der Märkte in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Außerdem seien die Finanzierungsbedingungen zu locker und die globalen Schuldenstände zu hoch.

Zuletzt hatten Währungsturbulenzen in zahlreichen Schwellenländern für Aufregung an den Finanzmärkten gesorgt. Als eine der Ursachen für den heftigen Währungsverfall in Ländern wie Indien, der Türkei oder Brasilien gelten ein starker Dollar in Verbindung mit steigenden Zinsen in den USA. Geld, das in den vergangenen Jahren aus den USA in die Schwellenländer geflossen war, fließt derzeit wieder zurück in die Vereinigten Staaten.

Als weitere Gründe für Kursturbulenzen nannte die BIZ die angespannten Handelsbeziehungen führender Volkswirtschaften. Ausgehend von einem zunehmenden Protektionismus der USA kam es zuletzt zu immer neuen Eskalationsstufen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, den beiden führenden Volkswirtschaften der Welt. Konfliktlinien hatten sich aber auch zwischen den USA und der Türkei gezeigt. Außerdem habe eine schwächere Konjunktur in China belastet, heißt es in der BIZ-Analyse.

Obwohl die BIZ in einigen Schwellenländern bereits von einer krisenhaften Entwicklung spricht, sind die Experten der in Basel beheimateten Organisation mit Blick auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft nicht besorgt. Die Gefahr einer Ansteckung bezeichneten sie als "begrenzt".

BIZ-Experte Claudio Borio verwies aber dennoch auf ein weiteres ernstes Risiko. Mit den derzeit ungewöhnlich niedrigen Leitzinsen und einer nie dagewesenen Aufblähung der Notenbankbilanzen gebe es kaum Spielraum, um auf eine mögliche neue Finanzkrise zu reagieren. Sollten die Märkte einen ernsten Rückschlag erleiden, blieben den Notenbanken nur wenig Möglichkeiten, warnte der Experte.

BASEL (dpa-AFX)

Bildquellen: DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images

Risiko in volatilen Marktphasen managen

Wie betreuen Sie in unruhigen Marktphasen erfolgreich Ihre Positionen im Portfolio? Das erklären die Investment-Profis Martin Goersch und Sebastian Steyer am Montag ab 18 Uhr.
Jetzt kostenlos anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX deutlich leichter -- Wall Street im Minus -- China setzt Zölle auf Autoimporte aus den USA aus -- Scout24 prüft wohl Börsenrückzug -- Merck & Co, LEONI, Apple, ISRA VISION im Fokus

Italienische Zentralbank stutzt Wachstumsprognose für 2018. Wirtschaftsminister Altmaier erwartet 2019 keinen Konjunktureinbruch. Briten sollen künftig sieben Euro für visafreie Reisen in EU zahlen. Südzucker-Tochter CropEnergies erhöht die Prognose. Ausblick treibt die Anleger von Dr. Hönle in die Flucht. BMW-, VW- und Daimler-Aktien unter Druck infolge schwacher EU-Absatzzahlen. Bundesbank senkt BIP-Prognosen und sieht weiter Hochkonjunktur.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Gut bezahlte Jobs
Bei diesen Top-Konzernen brauchen Bewerber keinen Abschluss
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen
Ausgaben auf Rekordniveau
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2018
Das sind die reichsten Länder Welt 2018
USA nicht mal in den Top 10
In diesen Ländern ist Netflix am teuersten
Hier müssen Abonnenten tief in die Tasche greifen
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bahn hat den Fernverkehr am Montag wegen eines Warnstreiks bundesweit eingestellt. Haben Sie Verständnis für das Verhalten der Gewerkschaft EVG?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Saint-Gobain S.A. (Compagnie de Saint-Gobain)872087
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Amazon906866
TeslaA1CX3T
Allianz840400
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
BASFBASF11
NVIDIA Corp.918422
E.ON SEENAG99
adidas AGA1EWWW
BayerBAY001