25.09.2020 23:39

VW ID.3, BMW i3, Opel Ampera-e und Porsche Taycan: Darum konnten Elektroautos an Teslas V3-Supercharger-Stationen kostenlos aufgeladen werden

Bug an Ladestationen: VW ID.3, BMW i3, Opel Ampera-e  und Porsche Taycan: Darum konnten Elektroautos an Teslas V3-Supercharger-Stationen kostenlos aufgeladen werden | Nachricht | finanzen.net
Bug an Ladestationen
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Überraschung und Freude gab es kürzlich innerhalb Europas bei vielen Fahrzeughaltern von Elektroautos, die nicht aus dem Hause Teslas stammen. Die Tesla-Supercharger der neuen V3-Generation erlaubten auch fremden Elektroautos, die Charger zu nutzen - und das vollkommen kostenlos. Was war passiert?
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Teslas V3-Supercharger-Ladestationen zugänglich für fremde Autos
• Ladevorgang kostenlos
• Offenbar ein Fehler und keine Absicht von Tesla



Die Nachricht verbreitete sich wie Lauffeuer. Ein extra dafür erstelltes und hochgeladenes deutschsprachiges YouTube-Video der Elektroautovermietung "nextmove" gipfelte in über 100.000 Aufrufen.

Das war passiert

Der Autoblogger Michael Scharnberg befand sich für einen Videodreh seines YouTube-Kanals "Jürs Lackiererei Lübeck" mit seinem Tesla an einem V3-Supercharger, als plötzlich ein e-Golf von Volkswagen zufällig neben ihm parkte. Erst belächelte er den Versuch, den Golf an der Ladestation Teslas aufzuladen. Doch dann stellte er völlig verblüfft fest: es funktionierte. Der Golffahrer konnte seinen Akku vollumfänglich aufladen - und bezahlte für den Ladevorgang keinen Cent. Beim anschließenden Ladevorgang mit einem Tesla Model 3 fielen für die Partnerin des Autobloggers die gewöhnlichen Kosten an. Damit hatte der Autoblogger nicht gerechnet.

Die Geschichte wurde vom YouTube-Kanal der Elektroautovermietung "nextmove" aufgegriffen. In deren Video testete Stefan Moeller an einer Tesla-Ladestation dasselbe unter anderem bei einem VW ID.3, BMW i3, Opel Ampera-e und einem Porsche Taycan - und es funktionierte bei allen getesteten Fahrzeugen ebenfalls einwandfrei. Wieder vollkommen kostenlos. Die Nachricht verbreitete sich auf sozialen Netzwerken weiter, internationale Portale griffen den Sachverhalt auf. Das YouTube-Video der Elektroautovermietung erreichte über 100.000 Aufrufe, europaweit luden Fahrzeughalter kostenlos ihre Elektroautos an Teslas V3-Superchargern.

Tesla macht schnell die Schranke zu

Laut "Teslamag" wurde bereits kurze Zeit nach Bekanntwerden des Falles aus Insiderkreisen verlautet, dass es sich hierbei um einen Fehler von Tesla handelte. Die kostenlose Nutzung der Ladestationen war keine Absicht des Unternehmens. Deshalb war Tesla bemüht, den Fehler schnellstmöglich zu beheben. Dem Magazin zufolge, hat eine "informierte Person" bereits am Tag nach Veröffentlichung des YouTube-Videos von "nextmove" dem Portal mitgeteilt, dass das kostenfreie Laden nicht mehr möglich sei. Teslamag vermutet, dass die Lücke durch ein Software-Update für die V3-Supercharger geschlossen wurde.

Unklar ist, wie lange das kostenlose Laden an Teslas Superchargern im Vorfeld des Bekanntwerdens schon möglich war. Teslamag zufolge besteht die Möglichkeit, dass dies bereits seit Installation der ersten V3-Supercharger in Europa Ende 2019 möglich war, jedoch seither unentdeckt blieb. Die neue V3-Generation der Supercharger nach CSS-Standard, den laut Teslamag neben Tesla-Fahrzeugen auch ein Großteil der anderen Elektroautos nutzt, wird in Deutschland erst seit August dieses Jahres vermehrt installiert. Wie das Portal mutmaßt, war die Fahrzeug-Authentifizierung durch Tesla fehlerhaft, weshalb sämtlichen CSS-fähigen Autos die Stromzufuhr an den Ladestationen gewährt wurde. Und da die Kontodaten der Fahrzeughalter der fremden Autos Tesla nicht bekannt waren, blieb das Laden für sie letztlich kostenlos.

Redaktion finanzen.net

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