China nach Maduro-Ergreifung: 'Kein Land darf Weltpolizist spielen'
PEKING (dpa-AFX) - China übt weiter deutliche Kritik an der Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte. "Wir haben nie geglaubt, dass irgendein Land die Rolle eines Weltpolizisten spielen darf, noch akzeptieren wir, dass sich irgendein Land als Weltrichter brüsten darf", sagte Außenminister Wang Yi beim Treffen mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar in Peking, ohne die USA direkt zu nennen.
Das Völkerrecht sollte die Souveränität und Sicherheit aller Nationen schützen, erklärte Pekings Chefdiplomat. China habe sich stets gegen die Anwendung von Gewalt in internationalen Beziehungen ausgesprochen, sagte Wang. China ist wegen seiner Ölimporte aus Venezuela ein wichtiger Wirtschaftspartner des südamerikanischen Landes./jon/DP/zb