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17.09.2019 18:40
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Warum Anleger Cannabis-Aktien noch nicht abschreiben sollten

Comeback voraus?: Warum Anleger Cannabis-Aktien noch nicht abschreiben sollten | Nachricht | finanzen.net
Comeback voraus?
Nach dem Hype um Cannabis-Aktien im vergangenen Jahr haben viele Branchenvertreter 2019 deutlich underperformt. Doch zahlreiche Experten glauben an ein Comeback.
• Cannabis-Aktien haben äußerst schwache Monate hinter sich
• Für Anleger stellt sich die Frage, ob die Aktientiefs von Dauer sind
• Experten sehen weiterhin Potenzial am Markt

Die Legalisierung von Cannabis in Kanada hat im vergangenen Jahr viele neue Investoren gelockt. Branchenvertreter wie Aurora Cannabis, Canopy Growth, Tilray oder Cronos gehörten zu den gehyptesten Aktien in diesem Segment und haben in der Hoffnung auf einen riesigen Wachstumsmarkt viele Anleger zu Käufen animiert. Doch 2019 flaute die Begeisterung merklich ab: Aurora Cannabis hat seit ihren Höchstständen im Oktober 2018 mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt. Für Canopy ging es seitdem in ähnlichem Maße nach unten, Tilray-Aktien verloren seit ihren Höchstkursen im Herbst 2018 knapp 90 Prozent. Für Cronos setzte der Kursrutsch etwas zeitversetzt ein - seit den Februarhochs ging es allerdings auch hier satte 50 Prozent nach unten.

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Sollten Anleger jetzt die Reißleine ziehen?

Die schwache Entwicklung der Cannabis-Aktien speziell im letzten halben Jahr hat viele Anleger nervös werden lassen. Die Furcht vor einer grundsätzlichen Überbewertung am Markt machte sich breit, Zweifel an den teuren Wachstumsambitionen der Unternehmen verbunden mit möglicherweise schlechter als erwarteter Nachfrage nahmen zu. Doch viele Experten warnen davor, Cannabis-Aktien bereits totzusagen. Denn es gibt ihrer Ansicht nach weiterhin Hinweise darauf, dass die Branche durchaus Zukunftspotenzial besitzt.

Legalisierungstendenzen in immer mehr Ländern

Zunächst sind da die anhaltenden Legalisierungsbemühungen auf globaler Ebene zu nennen. In vielen Ländern sind Cannabis-Produkte für medizinische Zwecke inzwischen freigegeben, in vielen anderen läuft die Legalisierungsdiskussion oder zumindest eine entsprechende Diskussion auf Länderebene auf Hochtouren.

Insbesondere die USA, einer der Märkte mit dem größten Wachstumspotenzial, dürfte in diesem Zusammenhang genau beobachtet werden. Noch ist Cannabis hier auf Bundesebene illegal, viele Bundesstaaten haben die Legalisierung aber bereits durchgesetzt. Präsident Donald Trump hat das Thema nicht auf seine Prioritätenliste gesetzt, Klarheit in Sachen Regulierung ist also nicht kurzfristig zu erwarten. Aber in den Vereinigten Staaten stehen 2020 Präsidentschaftswahlen an, dass Donald Trump eine zweite Amtszeit anstrebt, hat er bereits deutlich gemacht. Je nachdem, wie sich die übrigen Bewerber um das Präsidentenamt positionieren, könnte auch Trump gezwungen sein, das Thema Cannabis-Legalisierung auf Bundesebene zur Wahlkampf-Topic zu machen - möglicherweise kann eine Freigabe des grünen Krauts in den gesamten Vereinigten Staaten dann schneller kommen, als viele Beobachter aktuell vermuten - insbesondere im Bereich medizinisches Cannabis.

Cannabis-Produkte werden vielfältiger

Doch medizinisches Cannabis ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, bedenkt man, welches Potenzial in anderen Cannabis-Produkten stecken könnte. In Erwartung einer möglichen Nachfrageexplosion hat sich der Getränkeriese Constellation Brands schon früh einen Anteil am Cannabis-Marktführer Canopy Growth gesichert. Noch hat sich die Minderheitsbeteiligung an dem kanadischen Cannabis-Unternehmen für die US-Amerikaner nicht ausgezahlt, der weltweit größte Cannabis-Hersteller hat zuletzt einen Milliardenverlust gemeldet und blieb auch unter den Umsatzerwartungen des Marktes. Doch Constellation hofft, dass eine Ausweitung der Canopy-Produktpalette das Unternehmen in die Erfolgsspur führt. Mitte Oktober soll in Kanada die Legalisierung essbarer Cannabis-Produkte durch sein - Canopy hat sich eigenen Angaben nach mit einer starken Produktpipeline, in der neben Getränken auch Schokolade zu finden ist, darauf vorbereitet und will noch in diesem Jahr den Markt erobern.

Viele Experten erwarten auch, dass die Kosmetikbranche für Cannabis-Unternehmen zunehmend interessanter wird. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Produkte am Markt, die mit dem grünen Kraut angereichert sind - auch hier bietet sich Cannabis-Produzenten ein möglicher Milliardenmarkt.

Werden die Zahlen besser?

Mit Zunahme der potenziellen Märkte und einer Ausweitung der Produktpalette dürften auch die zuletzt schwachen Bilanzzahlen der Cannabis-Produzenten wieder besser aussehen - vor allem bei den Unternehmen, die breit aufgestellt sind und finanzstarke Partner im Rücken haben.

Einen Blick wert sind darüber hinaus Aktien von Unternehmen der Branche, die sich in Nischen etabliert haben - wie etwa Innovative Industrial Properties, die in ihrem Segment deutlich outperformt haben. Der Konzern profitiert dabei von einem besonderen Geschäftsmodell: IIP verkauft selbst kein Cannabis und tritt auch nicht als Produzent in Erscheinung, sondern agiert als REIT und investiert als solcher in Immobilien, die an Cannabis-Firmen vermietet werden. Für Anleger eine durchaus interessante Investmentoption, um am Cannabis-Markt teilzuhaben. Denn REITs nehmen unter börsennotierten Immobiliengesellschaften eine Sonderstellung ein, denn sie sind gesetzlich zu einer Mindestausschüttungsquote von 90 Prozent verpflichtet. Daher eignen sie sich als Depotbeimischung, denn sie stellen aufgrund der verpflichtenden Dividende eine sichere Einnahmequelle dar.

Trotz der zuletzt in großen Teilen des Sektors schwachen Aktienkursentwicklung sehen viele Experten Cannabis-Aktien also weiterhin als interessantes Investmentfeld. Mit den zunehmenden Legalisierungsbemühungen und einer breiteren Produktpalette oder dem Fokus auf ein besonderes Segment könnten Cannabis-Aktien ihre Tiefs hinter sich lassen und vielleicht zu neuen Höhenflügen ansetzen.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Yellowj / Shutterstock.com, Oprea George / Shutterstock.com

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