Markt im Erholungsmodus: DAX endet nach schwachem Start fester - Ölpreise weiter im Fokus

Der DAX hat am Dienstag nach einem zunächst nur wenig veränderten Verlauf an seine Erholungsgewinne vom Wochenauftakt angeknüpft.
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Der DAX konnte seinen soliden Wochenbeginn am Dienstag letztlich ausbauen. Zum Handelsstart ging es zunächst südwärts, dann pendelte er zwischen Verlust- und Gewinnzone. Am Nachmittag verbesserte sich die Anlegerstimmung und der Leitindex schloss 0,71 Prozent höher bei 23.730,92 Punkten.
Geringe Handelsumsätze trotz Iran-Krieg
Die erneut leicht gestiegenen Ölpreise blieben aber weiter im Fokus, auch wenn sich die meisten Anleger mit Blick auf die Handelsumsätze "offensichtlich dazu entschieden haben, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen", wie Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sagte.
Ölpreise bleiben das Zünglein an der Waage
Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit 102 Dollar rund ein Prozent mehr als tags zuvor. Das Hoch lag vor rund einer Woche bei knapp 120 Dollar, was der höchste Stand seit 2022 war und heftige Konjunktur- und Inflationssorgen geschürt hatte. Besonders im Fokus stehen daher alle Nachrichten über den wichtigsten Versorgungsweg für Energielieferungen, die Straße von Hormus, die vom Iran faktisch blockiert ist.
Fed & EZB im Blick: Woche der Zinsentscheidung
Zunehmend in den Blick rückten aber auch die großen Zentralbanken. So entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren Leitzins, die EZB am Donnerstag, und auch in Großbritannien und Japan wird in dieser Woche über die Leitzinsen entschieden.
Spontane Zinsveränderungen in den USA und der Euroregion in dieser Woche werden zwar als unwahrscheinlich angesehen, doch erhofft werde sich "von den schriftlichen Statements oder zumindest von den Fragerunden mehr Einblicke, ob die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone und ausbleibender Zinssenkungen in den USA richtig ist", so Altmann.
ZEW-Daten zeichnen düsteres Bild
Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland ermittelten Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im März weitaus deutlicher als erwartet gesunken. Wie das ZEW mitteilte, sank der Index der Konjunkturerwartungen auf minus 0,5 (Februar: plus 58,3) Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 38,5 prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung verbesserte sich auf minus 62,9 (minus 65,9) Punkte. Die Prognose hatte auf minus 64,5 gelautet.
DAX-Rekord zuletzt im Januar
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Bettina Schneider, Alexandra Hesse, Melanie Schürmann, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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