Neues Allzeithoch: DAX erstmals in seiner Geschichte über der 25.000-Punkte-Marke und schließt mit Rekord

Der deutsche Leitindex setzte seine Rekordrally auch zur Wochenmitte dort. Der Sprung über die 25.000-Punkte-Marke gelang dem deutschen Leitindex bereits am Vormittag.
Nachdem der DAX am Dienstag neue Rekord erklommen hat, eröffnete er den Mittwoch mit einem Aufschlag von 0,25 Prozent bei 24.955 Zählern. Kurz darauf markierte überschritt er erstmals die psychologisch wichtige 25.000er-Marke. Danach schob er sich weiter nach oben. Schlussendlich ging er mit 25.122,26 Punkten (+0,92 Prozent) und damit mit einem Rekord auf Schlusskursbasis in den Feierabend. Der Tageshöchststand und damit das derzeitige Allzeithoch liegt bei 25.122,46 Punkten.
Der jüngste DAX-Rekord
Am gestrigen Dienstag hatte der DAX im Handelsverlauf bei 24.969,17 Punkten abermals ein neues Allzeithoch markiert. Letztlich war er an diesem Tag bei 24.892,20 Zählern in den Feierabend gegangen, was zugleich einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Darum steigt der DAX
Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank nannte drei Gründe für den DAX-Anstieg: erstens die Erleichterung darüber, dass es wegen der US-Attacke auf Venezuela nicht zu einem militärischen Konflikt gekommen ist, zweitens die Aussicht auf mittelfristig sinkende Ölpreise und drittens eine neue Lust der Anleger auf Aktien außerhalb der USA. Die "Neujahres-Rally" im DAX sei in vollem Gang. Aus technischer Sicht hält Stanzl 25.300 Punkte für möglich.
Konjunkturdaten voraus
Im Blick standen am Mittwoch Wirtschaftsdaten aus den USA und Europa, darunter der ADP-Jobbericht und Inflationsdaten aus der Eurozone. Der Inflationsdruck im Euroraum hat im Dezember wie erwartet leicht abgenommen. Wie Eurostat mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, aber lagen nur noch um 2,0 (November: 2,1) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg um 0,2 Prozent und eine Jahresteuerungsrate von 2,0 Prozent prognostiziert. Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak) erhöhten sich um 0,3 Prozent auf Monatssicht und stiegen um 2,3 (2,4) Prozent auf Jahressicht. Erwartet worden war eine Teuerung von 2,3 Prozent. Nach Einschätzung der Expertin Antje Praefcke sollten derartige Ergebnisse die Sicht der EZB bestätigen, dass in der Eurozone auf absehbare Zeit keine Zinsänderungen notwendig sind.
In Deutschland war die Teuerung im Dezember überraschend deutlich gesunken, wie die bereits am Vortag veröffentlichten Daten gezeigt hatten. Dem DAX konnten die Daten allerdings nicht den notwendigen Schub geben für das Erreichen der 25.000 Punkte.
Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist Ende des vergangenen Jahres gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte ihre Anzahl um 41.000 zu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen etwas stärkeren Anstieg um 50.000 Stellen erwartet.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX / Dow Jones Newswires
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