Deutsche Pfandbriefbank: Stirb langsam

06.03.26 06:26 Uhr

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Deutsche Pfandbriefbank: Stirb langsam | finanzen.net

Die Talfahrt der Aktie der Deutschen Pfandbriefbank hat durch die Geopolitik nochmals an Dynamik hinzugewonnen. Die finalen Geschäftszahlen für 2025 ändern daran erst einmal nichts.

Werte in diesem Artikel

Die Kursentwicklung der Deutschen Pfandbriefbank erinnert fast schon an die in den 80er-Jahren gestartete Kultfilm-Reihe „Stirb langsam“. Mit einer klaren Mission vor Augen trotzte John McClane, alias Bruce Willis, letztlich allen Widrigkeiten. Bis Minute 51 des ersten Teils sah es dabei alles andere als gut aus. An diesem Punkt befindet sich aktuell die pbb.

Jetzt erst recht

Die vorläufigen Geschäftszahlen für 2025, wobei die Werte bereits testiert sind und lediglich die Billigung durch den Aufsichtsrat noch aussteht, waren vom Rückzug aus dem US-Geschäft geprägt. So lag das Vorsteuerergebnis mit 250 Mio. Euro im Minus, nach einem Gewinn von 104 Mio. Euro im Jahr zuvor. Die operativen Erträge verminderten sich auf 422 Mio. Euro (GJ 2024: 544 Mio. Euro), was besonders am wegen des geringeren Portfoliovolumens gesunkenen Zins- und Provisionsergebnis von 413 Mio. Euro (GJ 2024: 470 Mio. Euro) lag.

Ein guter Tag zum Sterben?

Für 2026 rechnet die Bank mit einem Vorsteuerergebnis zwischen 30 und 40 Mio. Euro. Das wäre der Turnaround. Durch die Akquisition der Mehrheitsbeteiligung an der Deutsche Investment Gruppe soll in diesem Jahr zudem erstmals ein signifikanter Provisionsüberschuss eingefahren werden. Insgesamt dürften die operativen Erträge laut CEO Kay Wolf in einer Bandbreite von 375 bis 425 Mio. Euro (GJ 2025: 422 Mio. Euro) liegen.

Fazit

Die gute Nachricht lautet: Jeder Teil der Stirb-langsam-Reihe endet für den Hauptdarsteller mit einem Sieg über das Böse. Gelingt der pbb der Turnaround und bewahrheitet sich der Zukauf der Deutsche Investment Gruppe als guter Schachzug, wird dies auch den Aktienkurs nicht kalt lassen. Immerhin beträgt die gesamte Marktkapitalisierung aktuell gerade einmal gut 400 Mio. Euro. Allerdings gelten Bankwerte als Spiegel der Volkswirtschaft. Kommt die Konjunktur durch den Krieg im Iran nicht wie erhofft in Fahrt, dürften der Aktie noch ein paar schwächere Quartale drohen.

Zuversichtlich hinsichtlich der diesjährigen Entwicklung scheinen hingegen die Anleger bei Gesco zu sein, was der Aktie zu einer ausgesprochenen Stabilität bei den jüngsten Marktturbulenzen verholfen hat. Ein gutes Signal für die weiteren Aussichten: zum Artikel

Ebenfalls stabil zeigte sich zuletzt die Aktie der JDC Group, wo sich das Chartbild aber dennoch in Richtung einer Entscheidung zuspitzt. Die nächsten Handelstage könnten daher den Trend für die kommenden Wochen vorgeben:  zum Artikel

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Erstellung am 05.03.26 um 18:36 Uhr.

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