Dürr: Wichtige Zwischenerfolge
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Der Maschinenbauer Dürr hat im Dezember eine beeindruckende technische Wende vollzogen und alle wichtigen gleitenden Durchschnitte überwunden. Nun rückt mit der Marke von 24,30 Euro die nächste Widerstandszone ins Visier.
Der Maschinenbauer Dürr konnte im vergangenen Dezember den zuvor negativen Trend deutlich umkehren und schaffte binnen eines Monats eine Aufwärtsbewegung von fast zwanzig Prozent. Auf dem Weg dorthin überwand die Aktie alle drei wichtigen gleitenden Durchschnitte – sowohl die 50-Tage-Linie als auch die gleitenden Durchschnitte der vergangenen 100 und 200 Tage.
Abwärtstrend nachhaltig überwunden
Die Aufwärtsdynamik setzte sich auch in den bisherigen Handelstagen des neuen Jahres fort. Mittlerweile konnte zudem der mittelfristige Abwärtstrend, der durch Hochpunkte im März und Juli des vergangenen Jahres markiert wurde, überwunden werden. Damit rückt das Niveau bei rund 24,30 Euro in den Fokus. Diese Marke wurde durch Hochpunkte im Dezember 2024 und im Juni 2025 als Widerstandszone definiert. Gelänge auch hier der Durchbruch, wäre charttechnisch der Weg in Richtung 26,50 Euro frei – ebenfalls ein Niveau, das in den Jahren 2024 und 2025 als Widerstand etabliert wurde.
Cashflow-Prognose als entscheidender Katalysator
Die fundamentale Frage ist, was diese deutliche Verbesserung der Markttechnik ausgelöst hat. Den ersten Impuls lieferte Mitte November das Unternehmen selbst, als es trotz der Zollstreitigkeiten die Jahresprognose bestätigte und von einer Belebung im vierten Quartal sprach. Das entscheidende Momentum kam jedoch im Dezember mit der Meldung, dass Dürr seine Prognose für den Free Cashflow im Jahr 2025 deutlich angehoben hat.
Zuvor war man von null bis 50 Mio. Euro ausgegangen, nun wurde die Spanne auf 100 bis 200 Mio. Euro erhöht. Dahinter stehen zwar auch veränderte Geldflüsse über den Jahreswechsel hinaus mit vorgezogenen Einnahmen und in das neue Jahr verschobenen eigenen Zahlungen. Dennoch sorgte diese Anpassung bei Investoren für neuen Optimismus, dass Dürr im kommenden Jahr mit stärkeren Zahlen aufwarten kann.
Analysten zeigen sich optimistisch
Entsprechend positiv fällt auch das Urteil der Analysten aus. Von derzeit neun Analysten mit Coverage für Dürr sprechen sich sechs für eine Einstufung als Kauf oder sogar als starker Kauf aus. Zudem wirkt die Saisonalität unterstützend: In den vergangenen Jahren konnte Dürr häufig einen freundlichen Jahresauftakt verzeichnen.
Fazit: Automatisierung als Wachstumstreiber
Ob sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten bestätigt, hängt von vielfältigen Faktoren ab. Das Geschäft ist weiterhin stark vom konjunkturellen Zyklus der Automobilindustrie abhängig. Allerdings hat sich Dürr in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Themen Automatisierung und Digitalisierung fokussiert – und diese könnten der Aktie auch im Jahr 2026 erneut spürbaren Rückenwind verleihen.
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