Energiekontor: Gewinnschub in 2026 möglich
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Der Vorsteuergewinn von Energiekontor hat in den letzten beiden Jahren wegen Verschiebungen im Projektgeschäft auf relativ niedrigem Niveau verharrt. Für 2026 ist Besserung in Sicht – das schafft auch für die Aktie gute Perspektiven.
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Energiekontor hatte in den letzten beiden Jahren mit Verschiebungen im Projektgeschäft zu kämpfen. In der Finanzperiode 2024 wurde daher letztendlich mit 36,3 Mio. Euro nur ein Vorsteuergewinn am unteren Ende der ursprünglich kommunizierten Zielspanne (30 bis 70 Mio. Euro) erreicht, für 2025 musste die Planung im letzten Oktober sogar deutlich revidiert werden: das anvisierte EBT wurde von 70 bis 90 Mio. Euro auf 30 bis 40 Mio. Euro zurechtgestutzt. Diesen Korridor hat das Unternehmen in einer Meldung von Ende Dezember noch einmal bestätigt.
Besserung ist in Sicht
Ein wesentlicher Knackpunkt waren Verschiebungen im britischen Geschäft. Auf der Insel befinden sich insbesondere zahlreiche Windparkprojekte von Energiekontor in einem weit fortgeschrittenen Zustand, aber der Netzanschluss hat sich als Engpass erwiesen, da es beim Netzausbau hapert und sich so ein Rückstau im Markt gebildet hat. Die Behörden arbeiten allerdings an einer Reform, mit der weit fortgeschrittene Projekte bevorzugt werden sollen, wovon Energiekontor deutlich profitieren würde. Ursprünglich hatte das Unternehmen hier schon für 2025 eine Lösung erwartet – und das Ausbleiben war ein wesentlicher Faktor für die deutliche Planverfehlung im letzten Jahr –, stattdessen haben die Behörden nun spätestens bis zum Ende des zweiten Quartals das nötige Update in Aussicht gestellt. Das könnte dann einen Schub für die Energiekontor-Projekte bringen.
Verkäufe und Fertigstellungen als Treiber
Zumindest zwei britische Projekte könnten im laufenden Jahr verkauft werden. Darüber hinaus hat das Unternehmen im letzten Jahr bereits drei deutsche Windparks veräußert, deren Bau im laufenden Jahr abgeschlossen werden soll. Mit der Fertigstellung würde Energiekontor weitere substanzielle Zahlungen erhalten und Erträge verbuchen. Sofern keine weiteren Verzögerungen eintreten, könnte das einen Schub für den Gewinn in 2026 bringen.
Gute Chancen für ein Comeback
Nach zwei schwierigen Jahren, die gleichwohl mit einem sehr soliden Vorsteuergewinn abgeschlossen werden konnten, könnte Energiekontor in der laufenden Periode deutlich höhere Erträge erzielen. Entscheidend wird sein, ob der Baufortschritt in Deutschland im Plan bleibt und ob die Netzreform in Großbritannien die erhofften Fortschritte bringt. Bei beiden Punkten sieht es aktuell nicht schlecht aus. Platzt der Knoten im Projektgeschäft, stehen die Chancen gut, dass sich auch die Aktie wieder deutlich erholt, die in den letzten beiden Jahren unter den Verzögerungen erheblich gelitten hat. Im Moment ist das noch ein spekulatives Szenario, aber mit attraktivem Chance-Risiko-Verhältnis.
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