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15.07.2020 01:00

Kursrakete Hellofresh - Wie es bei der Momentum-Aktie weitergeht

Euro am Sonntag-Spezial: Kursrakete Hellofresh - Wie es bei der Momentum-Aktie weitergeht | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Spezial
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Andrang beim Ikea der Mahlzeiten: Die Redaktion von Euro am Sonntag präsentiert regelmäßig ihre Momentum-Strategie. Zum Auftakt analysiert sie einen der deutschen Top-RSL-Werte: Kochboxenversender Hellofresh.
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€uro am Sonntag

von Stephan Bauer, Euro am Sonntag

Was läuft, das läuft - damit lässt sich das Grundprinzip eines äußerst beliebten und sehr erfolgreichen Tradingansatzes einfach beschreiben: Die Momentum-Strategie setzt auf Aktien mit hoher Kursdynamik, gemessen anhand des sogenannten RSL-Werts. Ab der Ausgabe 27-2020 finden Leser alle vier Wochen auf diesen Seiten unsere neue Rubrik "Momentum-Strategie" mitsamt einer Definition des Ansatzes, den aktuellen Marktindikator mit dem RSL-Wert des HDAX sowie die jeweiligen zehn Top-RSL-Werte aus DAX, MDAX und SDAX. In unregelmäßigen Abständen werden wir zudem einen der RSL-Werte an dieser Stelle ausführlich besprechen.

Einer der Dauerrenner der vergangenen Wochen ist die Aktie des deutschen Kochboxenversenders Hellofresh. Das Papier kommt aktuell auf den zweithöchsten RSL-Wert aller 160 Aktien in den Auswahlindizes der Deutschen Börse. Nicht ohne Grund: Die Berliner profitieren vom Trend zum Zuhausesein in Corona-Zeiten - und von der zunehmenden Bereitschaft der Kunden, für gesunde Ernährung vergleichsweise viel Geld auszugeben.

Rocket verzockt sich

Die Gründer und ehemaligen BWL-Kommilitonen Thomas Griesel und Dominik Richter hatten 2011 die Idee: Warum nicht Kunden komplette Kochboxen nach Hause liefern? Die Bestellung sollte dabei online erfolgen, die Lieferung nach Hause - und das Ganze am besten verbunden mit einem Abomodell. Die Zielgruppe sind gut verdienende Großstädter, die statt Pizza lieber etwas Gesundes auf dem Teller haben wollen und bereit sind, dafür auch selbst zu Messer und Kochlöffel zu greifen. In 30 Minuten zum Abendessen - Hellofresh ist eine Art Ikea der Mahlzeiten.

Lange Zeit war die Start-up-Fabrik Rocket Internet am Unternehmen beteiligt, begleitete den Börsengang im Jahr 2017 - und stieg im Frühjahr 2019 zu einem Kurs von rund acht Euro aus. Viel zu früh, wie sich hinterher herausstellte. Denn das Jahr 2019 lief sensationell: Statt eines geplanten Wachstums von 31 Prozent bis 33 Prozent wuchs der Umsatz um gut 40 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Das Jahr beendete Hellofresh operativ erstmals seit Gründung über der Gewinnschwelle. Der Kurs vervielfachte sich.

Corona hat den Boom eher noch angefacht als gedämpft. Allein im ersten Quartal gewannen die Berliner etwa eine Million Neukunden hinzu, das waren 40 Prozent Zuwachs zum Ende 2019. Laut einer Studie der britischen Barclays-Bank sind die Kunden treuer als vermutet. Beim Umsatz legte Hellofresh im ersten Quartal um zwei Drittel auf rund 700 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr zu - allein in den USA erzielte das international aufgestellte Unternehmen 436 Millionen Euro Umsatz, das wiederum war ein Anstieg um über 80 Prozent.

Prognose rauf

Wen wundert’s - Hellofresh hat die Prognosen für 2020 angehoben. Ursprünglich wollten die Berliner um 22 Prozent bis 27 Prozent wachsen, jetzt soll es beim Umsatz um 40 bis 55 Prozent aufwärts gehen. Die operative Marge soll sechs bis zehn Prozent betragen, zuvor waren vier bis 5,5 Prozent angepeilt.

Trotz des Höhenflugs der Aktie agieren Shortseller hier, im Gegensatz zu anderen RSL-Highflyern, zurückhaltend. Die fundamentalen Daten sind einfach zu gut, die Aktie ist mit einem geschätzten Gewinnvielfachen von gut 40 für 2021 angesichts des Wachstum eher noch moderat bewertet.

Rakete: Die Aktie kennt trotz Corona seit Monaten nur eine Richtung: nach oben. Anleger steigen an schwachen Tagen ein.









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Bildquellen: HelloFresh SE

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