26.05.2015 14:05

Deshalb würde Google-Chef Larry Page in Deutschland keine Firma gründen

Europa überreguliert: Deshalb würde Google-Chef Larry Page in Deutschland keine Firma gründen | Nachricht | finanzen.net
Europa überreguliert
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Für Google-Chef Larry Page steht eines fest: Ein Internetunternehmen in Deutschland zu gründen, käme für ihn nicht in Frage.
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Der Internetgigant Google ist als Datenkrake verrufen. Insbesondere die Masse an Daten, die Google über seine Nutzer sammelt, haben dem Unternehmen aus Kalifornien massive Kritik eingebracht. Nun wehrt sich Google-Chef Larry Page und erklärt im gleichen Atemzug, wieso die Einstellung hierzulande die Gründung eines Unternehmens mit globaler Bedeutung kaum möglich macht.

Larry Page kritisiert Bedingungen für Jungunternehmer

Gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit" hält der Google-Chef mit seiner Meinung über die Bedingungen für Existenzgründer hierzulande und in Europa nicht hinter dem Berg: "Die Regulierung wird eher noch schlimmer in Europa. Da wird es sehr hart, eine Firma von globaler Bedeutung aufzubauen. Dann der Datenschutz, all diese Gesetze machen es nur noch schwieriger", erklärt der Silicon Valley-Manager. Stünde er vor der Wahl, eine Internetfirma in Deutschland oder im Silicon Valley aufzumachen "mir fiele die Entscheidung nicht schwer".

Europa ist überreguliert

Dass man über Datenschutz spreche, sei "schon okay", allerdings könne man nicht einfach zurückgehen und sagen: Die Welt soll wieder so sein wie vor 20 Jahren". Gerade die Europäer neigen in den Augen von Larry Page offenbar zu falscher Nostalgie. "In Europa scheint es leicht, die grundlegende Physik einer Frage zu ignorieren und zu behaupten, es ist schon in Ordnung, wenn Dinge hier doppelt so viel kosten wie anderswo". Diese Haltung mache ihm Sorgen, so der CEO weiter, "weil sie Unternehmen die Arbeit erschwert".

Google als Datenschützer

Dass Page den europäischen Markt für überreguliert hält, ist angesichts des Geschäftsmodells von Google keine Überraschung. Der Internetkonzern hat sich von einer Suchmaschine zu einem riesigen Online-Unternehmen entwickelt, das inzwischen ein Global Player auf dem Werbemarkt ist und auf diesem - insbesondere durch geschickte Erhebung und Sammlung von Nutzerdaten - jeden Tag erfolgreicher wird.


Doch trotz aller Datensammelwut: Den Schutz der Nutzerdaten nehme man bei Google sehr ernst, betonte Page. Sein Unternehmen habe in vielen Ländern Stärke bewiesen und die Daten seiner Nutzer geschützt. Die Daten selbst werden ausgewertet, um für den Nutzer einen Mehrwert zu schaffen: "Wir nutzen viele Daten, um bessere Dienste zu bieten. So verbessern wir die Suche, so kommen wir zur Spracherkennung. Wer auch immer diese Dienste anbietet, wird die Daten haben und sie zur Verbesserung nutzen", verteidigte Page die Geschäftspraxis von Google.

Kritik an US-Regierung

Doch nicht alles ist nach Einschätzung von Larry Page in den Vereinigten Staaten besser als in Europa. Der Google-Gründer kritisiert die Transparenz der US-Regierung beim Sammeln von Daten ihrer Bürger. "Ich glaube nicht, dass eine Demokratie funktioniert, wenn deine Regierung Daten sammelt und dir nicht wenigstens grundsätzlich sagt, was sie da tut". Diese Worte aus dem Mund des Chefs eines der größten Datenkraken der Internetwelt, sollten zum Nachdenken anregen.

Redaktion finanzen.net
Bildquellen: antb / Shutterstock.com, Gil C / Shutterstock.com

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