Enttäuschende Umsatzzahlen

Rheinmetall-Aktie sackt ab: Umsatzprognose in Pre-Close-Call enttäuscht - auch Aktien von CSG, HENSOLDT, RENK & Co. unter Druck

05.02.26 10:25 Uhr

Aktienalarm: Rheinmetall-Kursziel enttäuscht mit Umsatzprognose in Pre-Close-Call - auch Aktien von CSG, HENSOLDT, RENK & Co unter Druck | finanzen.net

Die Rheinmetall-Aktie gerät nach einem Pre-Close-Call am Vorabend deutlich unter Druck, nachdem die vorgestellte Umsatzprognose für lange Gesichter sorgt. Finanzprofis reagieren negativ.

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• Rheinmetall stellt Umsatzprognose in Pre-Close-Call vor
• Rüstungsaktien rauschen nach unten
• Finanzprofis reagieren negativ

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Die Rheinmetall-Aktie gerät am Donnerstag kräftig unter Druck und ist damit zeitweise Tagesverlierer im DAX. Der Grund: Der Rüstungskonzern stellte am Mittwoch in einem nachbörslichen Pre-Close-Call eine Umsatzprognose für das laufende Jahr vor, die weit hinter den Markterwartungen zurückblieb.

Umsatzziel deutlich unter Analystenerwartungen

Rheinmetall peilt für 2025 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro an. Diese Prognose liegt laut Berenberg etwa 12 Prozent unter der Marktschätzung von Visible Alpha. Die deutliche Diskrepanz zwischen Unternehmensausblick und Analystenkonsens löste den Kurssturz aus und sorgt für Verunsicherung unter Investoren.

Rüstungsbranche unter Beobachtung

Die schwächere Umsatzprognose des deutschen Rüstungsriesen wirft Fragen zur Auftragslage und zum Wachstumstempo in der Branche auf. Rheinmetall gilt als wichtiger Indikator für die Entwicklung im europäischen Verteidigungssektor. Die Ankündigung setzt daher auch andere Rüstungsaktien unter Druck.

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Jefferies streicht Kursziel zusammen

In Reaktion auf den Pre-Close-Call strich Jefferies das Kursziel für die Rheinmetall-Aktie zusammen. Konkret wurde das Ziel von 2.170 Euro auf 2.060 Euro gesenkt. Trotz der Reduzierung bleibt die Einstufung bei "Buy". Die Analysten warnen jedoch vor enttäuschenden Umsatzzahlen und schwachen Margenaussichten.

Die zuständige Jefferies-Analystin Chloe Lemarie begründet die Kurszielabsenkung mit den ersten Geschäftsindikatoren des Rüstungskonzerns für das Jahr 2025 und den Umsatzaussichten für 2026. Die vom Unternehmen kommunizierte Umsatzprognose liegt deutlich unter den Markterwartungen.

Operative Ergebnisse enttäuschen Konsensschätzungen

Besonders kritisch bewertet Jefferies die Aussagen zur Gewinnmarge. Lemarie erwartet, dass das operative Ergebnis ebenfalls signifikant unter dem Konsens der Analystenschätzungen liegen wird. Diese Kombination aus schwächeren Umsatzprognosen und geringeren Margen könnte das Vertrauen der Investoren belasten.

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Trotz der Kurszielreduzierung hält Jefferies jedoch an der Kaufempfehlung fest. Dies signalisiert, dass das Analysehaus langfristig weiterhin Potenzial in der Rheinmetall-Aktie sieht - auch wenn kurzfristige Belastungen nicht auszuschließen sind.

Auch andere Finanzprofies reagierten auf die Aussagen Rheinmetalls. Analyst David Perry von JPMorgan reduzierte seine Ergebnisprognosen für Rheinmetall bis 2030 um bis zu 14 Prozent - seine Schätzungen lagen zuvor deutlich über dem Analystenkonsens. Seine Begründung: Der Produktionshochlauf gestalte sich komplizierter als ursprünglich kalkuliert. Trotz dieser Anpassung rechnet Perry weiterhin mit "außergewöhnlich starkem Umsatz- und Gewinnwachstum" in den kommenden fünf Jahren - allerdings auf niedrigerem Niveau als bisher angenommen. Marktteilnehmer erwarten nun, dass auch andere Analysten ihre Prognosen nach unten korrigieren werden.

So bewegt sich die Rheinmetall-Aktie - auch andere Rüstungsaktien unter Druck

Im XETRA-Handel zeigt sich die Rheinmetall-Aktie stellenweise 6,88 Prozent im Minus bei 1.564,00 Euro. Die pessimistische Stimmung erfasst die gesamte deutsche Rüstungsbranche. So verliert das HENSOLDT-Papier stellenweise 2,51 Prozent auf 75,60 Euro, RENK verliert 2,01 Prozent auf 50,27 Euro. Die TKMS-Aktie notiert derweil 1,34 Prozent niedriger bei 91,70 Euro. Für die Aktie der CSG Group geht es an der EuroNext Amsterdam zeitweise 2,62 Prozent runter auf 30,11 Euro.

Investoren zeigen sich zunehmend nervös angesichts möglicher Produktionsschwierigkeiten und unklarer Auftragsentwicklung. Gleichzeitig richtet sich der Blick der Branche gespannt auf die laufenden Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Am zweiten Tag der von den USA vermittelten Gespräche über ein Kriegsende erklärte Kreml-Sondergesandter Kirill Dmitrijew im russischen Staatsfernsehen, dass Fortschritte erzielt worden seien - eine Entwicklung, die für die Auftragslage der Rüstungskonzerne entscheidend sein könnte.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

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Bildquellen: Postmodern Studio / Shutterstock.com, Tobias Arhelger / Shutterstock.com

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20.01.2026Rheinmetall OutperformBernstein Research
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06.11.2025Rheinmetall Market-PerformBernstein Research
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06.11.2015Rheinmetall SellS&P Capital IQ
12.08.2015Rheinmetall SellS&P Capital IQ
01.06.2015Rheinmetall verkaufenCredit Suisse Group

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