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02.07.2020 21:55

Spekulationen auf fallende Kurse beim S&P 500 auf Rekordhoch

Finanz-Futures: Spekulationen auf fallende Kurse beim S&P 500 auf Rekordhoch | Nachricht | finanzen.net
Finanz-Futures
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Investoren wetten so stark wie schon lange nicht mehr auf fallende Kurse. US-Investmentstratege Peter Boockvar steht Finanz-Futures skeptisch gegenüber.
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• Netto-Short-Positionen im Juni stark gestiegen
• Boockvar Finanz-Futures gegenüber unsicher
• Klarere Linie bei Rohstoff-Futures zu erkennen

Wetten gegen den Aktienmarkt

Wie CNBC berichtet, spekulierten im Juni so viele Investoren wie zuletzt 2011 auf fallende Aktienkurse. Demnach gab es seit April einen Überhang an Short-Positionen auf den auf dem US-amerikanischen Börsenindex S&P 500 basierenden Finanz-Future E-mini S&P 500. Nun seien einige Experten der Meinung, dass es zu einer Herdenmentalität komme, wenn eine Vielzahl an Investoren dieselbe Position einnehme, womit wiederum ein gegensätzliches Signal gesendet werde. Dies könne Gewinne am Aktienmarkt aber eher begünstigen und so einen Bullenmarkt auslösen. Peter Boockvar, leitender Investmentstratege des Finanzdienstleisters Bleakley Advisory Group, glaube allerdings nicht daran, dass Investoren von Futures zwangsläufig gegensätzliche Signale senden, wie CNBC angab.

Starker Anstieg der Netto-Short-Positionen

Laut Daten der US-Behörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC), auf die sich CNBC bezieht, gab es Mitte Juni einen Anstieg von Netto-Short-Positionen auf Future-Kontrakte für den E-mini S&P 500, die von Spekulanten, also nicht-kommerziellen Händlern, gehandelt wurden. Anfang März habe die Anzahl dieser noch bei 55.000 gelegen, drei Monate später bereits bei 303.000. Zum selben Zeitpunkt habe es etwa doppelt so viele Future-Kontrakte mit Short-Positionen wie solche mit Long-Positionen gegeben, so Boockvar. Er bezieht sich dabei auch auf vergangene Situationen, in denen sich Short-Positionen bewahrheitet haben: Im September 2007 sei so ebenfalls eine Rekordanzahl an Investoren short gegangen, bevor der Markt im Oktober einen Höhepunkt erreichen konnte. Ein Rekordhoch von Long-Positionen habe es außerdem im März 2009 gegeben, was sich mit dem Beginn eines Bullenmarkts im selben Monat ebenfalls bewahrheitete. Trotzdem sei er skeptisch, ob dies tatsächlich als gegensätzlicher Indikator bezeichnet werden könne. Es komme aber durchaus vor, dass sich Short-Positionen tatsächlich bewahrheiten.

Klarere Situation bei Rohstoff-Futures

Boockvar drückte weiterhin seine Unsicherheit bezüglich der genauen Positionierung von Finanz-Futures aus. Im Gegensatz dazu nannte er Rohstoff-Futures, bei denen der Produzent auf der anderen Seite des Handels stehe. So sei die Situation bei Futures wie Mais oder Öl erheblich klarer. Weiterhin gab er an, dass die Daten der CFTC zwar durchaus als gegensätzlicher Indikator gewertet werden sollten, er glaube aber nicht, dass sich das auch auf den S&P-500-Future anwenden lasse. So gebe es Investoren, die Aktien long halten und sich zusätzlich mit Futures absichern, was aber nicht bedeute, dass es sich dabei um Netto-Short-Positionen handele.

Redaktion finanzen.net

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