Shortattacke gegen Börsenneuling Tom Tailor
Börsenaspiranten haben es zur Zeit nicht leicht. Und wenn dann auch noch Leerverkäufer gegen den Neuling wetten, kann es mit dem Aktienkurs schon mal rasant nach unten gehen.
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von Jens Castner, Euro am Sonntag
Börsenkandidaten haben es nicht leicht in diesen Tagen – und diese Tage dauern mittlerweile seit gut zehn Jahren an. Seit dem Zusammenbruch des Neuen Marktes gab es nur wenige Phasen, in denen Neuemissionen gefragt waren. Nicht selten mussten Börsengänge kurzfristig abgeblasen werden.
Zuletzt traf es den Immobilienentwickler CMI Chamartin Meermann. Kein Wunder: Immobilienwerte sind im Moment genauso unter Wasser wie Technologietitel im Crash von 2000 bis 2003. Dass einige Klassiker vom Neuen Markt – etwa Jetter oder Beta Systems – nach Jahren wieder deutliche Lebenszeichen von sich geben, ist erfreulich, zeigt aber, dass an der Börse vor allem eines gefragt ist: Geduld. Wenn es mit den meist zu euphorischen Prognosen, die im Vorfeld der IPOs abgegeben werden, nichts wird, ist das Vertrauen erst mal dahin.
So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich Leerverkäufer gern Börsenneulinge vorknöpfen, um an den fallenden Kursen zu verdienen. Jüngstes Opfer: Tom Tailor. Die Kursentwicklung war zuletzt grauenhaft – und auch die Bilanz des Modekonzerns ist alles andere als überragend. Außerdem spekuliert der eine oder andere wohl auf Halbjahreszahlen unterhalb der Erwartungen.
Leihen seien derzeit nur zu Wucherkonditionen zu bekommen, heißt es im Börsenviertel. Allerdings seien solche Shortattacken ein heißer Ritt, warnen investierte Fondsmanager, die sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Schwache Bilanzen seien typisch für Unternehmen, die von Finanzinvestoren an die Börse geführt wurden. Wenn die für den 10. August erwarteten Zahlen fürs zweite Quartal doch nicht so schlecht ausfallen, könne es ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen.
Wer sich vorerst keine Sorgen um Leerverkäufe machen muss, ist Tonkens Agrar. Das Debüt im Entry Standard ist geglückt, die Aktien sollen dem Landwirtschaftskonzern regelrecht aus den Händen gerissen worden sein. Wenn das Geschäftsmodell stimmt, öffnen die Investoren eben auch in schwierigen Zeiten ihre Schatullen. Denn anders als in der Mode- oder der noch schwieriger zu beurteilenden Hightechbranche ist zumindest eines sicher: Getreide, Milch und Kartoffeln werden immer gebraucht. Egal wie die Börse gerade läuft.
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