Fuchs: Ruhe vor dem Sturm?
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Mit der Übernahme von Castrol kommt offensichtlich Bewegung in den Schmierstoffmarkt. Die Fuchs-Aktie reagiert bislang nicht darauf, vielmehr kämpft die Aktie noch um die Unterstützung bei etwa 30 Euro.
Nach einer negativen Jahresperformance 2025 ist der Schmierstoffspezialist Fuchs auch in das neue Börsenjahr verhalten gestartet. 2026 dürfte aber wieder steigende Umsätze und Ergebnisse bringen. Das Papier ist mit einem 2026er KGV von 16 auch nicht zu teuer. Nach der Zielrevision im Vorjahr fehlt Anlegern aber noch die Fantasie, um der Aktie höhere Kurse zuzugestehen.
Übernahme für 10 Mrd. US-Dollar
Möglicherweise kommt nun aber etwas Bewegung in den Schmierstoffmarkt. Kurz vor dem Jahresende 2025 hat nämlich der US-Investor Stonepeak den Schmierstoffspezialisten Castrol vom britischen Ölkonzern BP übernommen. Für einen 65-Prozent-Anteil zahlt das US-Unternehmen immerhin 10 Mrd. US-Dollar. Die restlichen 35 Prozent sollen als Joint Venture von Stonepeak und BP gehalten werden.
Schattenmarkt Schmiermittel
Interessant dabei: Stonepeak legt seinen Investitionsschwerpunkt auf Infrastruktur, die den täglichen Alltag unterstützt. Dazu zählt das Unternehmen physische Anlagen, die Häuser mit Energie versorgen, Gemeinden mit dem Internet verbinden, Familien ernähren, Reisen ermöglichen und Waren liefern. Zumindest in dieser breit gefassten Definition ist Infrastruktur ohne Schmierstoffe nicht vorstellbar.
Fazit
Dass der Kauf von Castrol eine Übernahmewelle im Schmierstoffmarkt auslöst, ist eher unwahrscheinlich. Es belegt jedoch einmal mehr, wie wichtig Schmierstoffe im Alltag sind. Für Fuchs dürfte diese Erkenntnis nur positiv sein. Am 20. März veröffentlicht das Unternehmen den Geschäftsbericht 2025 und nennt eine Prognose für 2026. Ein optimistischer Ausblick könnte die fundamental interessante Aktie wieder in den Anlegerfokus rücken. Kurzfristig steht aber noch die technische Unterstützung bei rund 30 Euro im Blickpunkt, die es zu verteidigen gilt.
Spannend ist es derzeit auch bei Daldrup & Söhne. Eine wahre Auftragsflut, starke Zahlen und gute Perspektiven haben 2025 für eine Performance von mehr als 100 Prozent gesorgt und auch die Perspektiven für 2026 sind vielversprechend: zum Artikel
Einen hohen Auftragseingang verzeichnet zudem auch 2G Energy. Der Spezialist für dezentrale Energieerzeuger wie Blockheizkraftwerke dürfte 2025 die ursprünglichen Ziele zwar nicht ganz erreicht haben, steht aber für 2026 und darüber hinaus vor einem deutlichen Wachstumssprung: zum Artikel
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