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12.09.2019 12:30
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Amgen-Aktie: Der Nachschub könnte wirken

Für den Medizinschrank: Amgen-Aktie: Der Nachschub könnte wirken | Nachricht | finanzen.net
Für den Medizinschrank
Der Biotechriese Amgen kauft für mehr als 13 Milliarden Dollar ein Medikament gegen Schuppenflechte. Manche Analysten wundern sich über den hohen Preis, ­strategisch ergibt der Deal dennoch Sinn.
€uro am Sonntag
von Sven Parplies, Euro am Sonntag

Fünf Milliarden Dollar hat der Biotechkonzern Amgen im vergangenen Jahr mit einem einzigen Produkt umgesetzt: Das Medikament Enbrel wird unter anderem zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen verschrieben. Das Problem für Amgen: Die Einnahmen sinken.

Noch 2016 spülte Enbrel knapp sechs Milliarden Dollar in die Konzernkasse - im Jahr 2022 werden es laut Konsensschätzung weniger als vier Milliarden sein. Auch beim zweitgrößten Umsatzbringer, dem Krebsmedikament Neulasta, schrumpft inzwischen das Vo­lumen. Die beiden Topseller waren im vergangenen Jahr für mehr als 40 Prozent der Produkt­um­sätze verantwortlich.

Der Konzern steht also unter Druck, seinen Medizinschrank aufzufüllen. Genau das geschieht jetzt: Für 13,4 Milliarden Dollar in Cash kauft Amgen das Schuppenflechte-Medikament Otezla, das im vergangenen Jahr bei der Biotechfirma Celgene etwas mehr als 1,6 Milliarden Dollar umsetzte. Allein in den Vereinigten Staaten leiden rund acht Millionen Menschen an Schuppenflechte.

Strategisch ergibt der Deal Sinn, denn Otezla passt ins Portfolio und hat Wachstumspotenzial. Die aktuelle Konsensschätzung taxiert den Otezla-Umsatz im Jahr 2023 auf mehr als 2,7 Milliarden Dollar. Das würde Wachstumsraten von durchschnittlich etwa elf Prozent entsprechen. Danach würde es wohl ähnlich weitergehen - die wichtigsten Patente auf den Wirkstoff laufen bis 2028.

Ein bisschen zu teuer


Auseinander gehen die Meinungen zum Kaufpreis: Analysten hatten im Vorfeld den Wert eher in der Region von acht bis zehn Milliarden Dollar angesiedelt. Auch wenn Amgen den Kaufpreis durch Steuereffekte auf 11,2 Milliarden drücken kann, wäre der Deal somit keineswegs ein Schnäppchen, aber auch nicht exzessiv.

Die Verhandlungsbasis war ungewöhnlich, weil beide Seiten einen Abschluss brauchen: Celgene wird von Bristol-Myers Squibb übernommen und muss daher aus kartellrechtlichen Gründen Otezla abgeben. Amgen wiederum sucht neue Wachstumsimpulse und hat wohl keine günstigeren Alternativen auf dem Markt gefunden. Zudem dürfte es noch andere Interessenten für Otezla gegeben haben. Analysten hatten unter anderem Gilead auf der Liste.

Da Amgen finanziell gut aufgestellt ist, dürfte die Preisfrage der Wall Street keine Kopfschmerzen bereiten. Wichtiger ist das neue Wachstumspotenzial. Womöglich könnte der für sein eher konservatives Vorgehen bekannte Konzern weitere Deals folgen lassen. Der finanzielle Spielraum dafür ist weiterhin vorhanden. Aktuell trauen Analysten Amgen leichte Steigerungen bei Umsatz und Gewinn zu.

Enbrel konnte zuletzt positiv überraschen. Ein Gericht hatte Amgen zudem im Streit um zwei wichtige Patente für das Medikament recht gegeben. Potenzial in der Pipeline sehen Analysten vor allem bei neuen Krebsmedikamenten. Als eine der wenigen Biotechfirmen zahlt Amgen seinen Aktionären eine Dividende.

Ausbruch: Die Aussicht auf eine Wachstumsbeschleunigung treibt den Aktienkurs. Gutes Langfristinvestment.






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Bildquellen: 360b / Shutterstock.com

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01.02.2019Amgen Sector PerformRBC Capital Markets
30.01.2019Amgen NeutralJP Morgan Chase & Co.
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