19.12.2018 19:52

Ex-Fed-Chefin Yellen: Sorgen vor einer Verlängerung des Abschwungs

Gefahr einer Finanzkrise?: Ex-Fed-Chefin Yellen: Sorgen vor einer Verlängerung des Abschwungs | Nachricht | finanzen.net
Gefahr einer Finanzkrise?
Folgen

Bis zu 1% p.a. Festzins jetzt risikofrei sichern. 15 € Amazon-Gutschein bis 31.10. zusätzlich! -W-

Die berüchtigte Finanzkrise, die mit dem Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers ihren Tiefpunkt fand, jährte sich 2018 zum zehnten Mal. Nun zeigt sich die ehemalige Fed-Chefin Yellen äußerst besorgt.
Werbung
Dabei beziehen sich die Sorgen von Janet Yellen, die von 2014 bis Anfang 2018 an der Spitze der Federal Reserve tätig war, insbesondere auf die Unternehmensverschuldung - sie zieht sogar Vergleiche mit der Weltfinanzkrise.

Starke Verschuldung der Unternehmen

Im Interview mit dem Ökonomen Paul Krugman erklärt Yellen, dass die Unternehmensverschuldung inzwischen stark angestiegen ist und deshalb Grund zur Besorgnis bestünde: Denn sie sieht die "Gefahr, dass eine starke Verschuldung der Unternehmen den Abschwung verlängern und zu Insolvenzen im nichtfinanziellen Unternehmenssektor führen kann", so die frühere US-Notenbank-Chefin gegenüber Krugman. Yellen schätzt, die Besicherungen dieser Schulden seien schwach - sie vermutet, Investoren halten diese in Subprime-Paketen: "Dasselbe ist schon einmal passiert", fühlt sich die Ex-Fed-Chefin an die Folgen der Immobilienkrise ab 2007 erinnert. Sie stellt fest, dass sich die unternehmensweite Verschuldung in den vergangenen Jahren aufgebläht hat, verlautet CNBC.

Kopfschmerzen für die Finanzwelt

Laut CNBC belaufen sich diese Schulden der Unternehmen auf 9,1 Billionen US-Dollar - fast das Doppelte im Vergleich zum Jahr 2007, als die Finanzmärkte zusammenbrachen. Diese horrende Summe könnte möglicherweise zu Schwierigkeiten für die Finanzmärkte führen, wenn die Fed weiterhin ihr Tempo bei der Zinssatz-Erhöhung von diesem Jahr beibehalten sollte und die Kreditkosten effektiv gesteigert werden.

Keine Wiederholung der Lehman-Brothers-Krise?

Dennoch denkt Yellen, dass es nicht so schlimm wie vor 10 Jahren kommen wird: "Ich sehe keinen Schock in naher Zukunft, der in der Lage wäre, eine derartige Finanzkrise auszulösen". Denn trotz der diesjährigen Zinsschritte herrsche weiterhin ein historisch niedriges Niveau. Und obwohl die Zinssätze weiter steigen dürften, seien diese weiterhin als niedrig einzustufen, erklärte die ehemalige Notenbankchefin auf einem Event in Washington. Aus diesem Grund würde der übliche kurzfristige Zinshebel fehlen, der einen derartigen Wirtschaftsabschwung auslösen könnte. Darüber hinaus schätzt Yellen die Kreditschwankungen als reduziert ein, da die Unternehmensanleihen nicht überbewertet scheinen. Des Weiteren geht sie davon aus, dass die "meisten dieser riskanten Kredite im Besitz von Anlegern sind, die keinen Fremdkapitalanteil haben", äußerte sie gegenüber Krugman. Diese könnten zwar Verluste verbuchen, dass sie einen massiven Umbruch mit sich ziehen, hält sie aber für unwahrscheinlich.

Trotzdem warnt die US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin in Washington: "Wenn jedoch die Wirtschaft irgendeinen negativen Schock erlebt, bei dem die Zinssätze mehr als erwartet steigen, wird es zu zahlreichen Unternehmensinsolvenzen kommen".

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: photofriday / Shutterstock.com, Chip Somodevilla/Getty Images
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX fällt unter 12.000 Punkte -- Asiens Börsen uneinheitlich -- Deutsche Bank überrascht mit Gewinn im dritten Quartal -- BASF rechnet weiterhin mit besserem Schlussquartal -- Microsoft, DWS im Fokus

PUMA mit spürbarer Erholung im 3. Quartal. MorphoSys AG erhöht Finanzprognose für 2020. Carrefour steigert Umsatz und profitiert von Corona. Beiersdorf verzeichnet kleines Umsatzplus. Bitcoin klettert auf höchsten Stand seit Anfang 2018. Sony hebt Jahresprognose deutlich an. Opel-Mutter PSA steigert Umsatz im Autogeschäft leicht. Delivery Hero wächst dynamisch - optimistischer beim Umsatzziel.

Umfrage

Die Infektionszahlen steigen und die Corona-Schutzmaßnahmen werden verstärkt. Decken Sie sich angesichts dessen vermehrt mit Waren des täglichen Gebrauchs ein?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
SAP SE716460
BioNTechA2PSR2
BayerBAY001
NEL ASAA0B733
BYD Co. Ltd.A0M4W9
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
Amazon906866
Allianz840400
Daimler AG710000
CureVacA2P71U
Microsoft Corp.870747
AlibabaA117ME
Lufthansa AG823212
Plug Power Inc.A1JA81