finanzen.net
07.10.2015 10:57

Japans Zentralbank belässt Geldpolitik unverändert

Geldschleusen bleiben offen: Japans Zentralbank belässt Geldpolitik unverändert | Nachricht | finanzen.net
Geldschleusen bleiben offen
Folgen
Die Bank von Japan lässt die Geldschleusen vorerst unverändert weit geöffnet.
Werbung
Japans Notenbank sieht trotz durchwachsender Konjunkturdaten und des langsameren Wachstums in China weiterhin keinen Grund für eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik. Der drastische Ankauf von Staatsanleihen wird im bisherigen Umfang fortgesetzt, entschied die Bank von Japan (BoJ) am Mittwoch. In Marktkreisen wächst der Druck auf die Notenbank, die geldpolitischen Zügel angesichts der Flaute beim größten Handelspartner China sowie des geringen Preisanstiegs im Inland abermals zu lockern. Die BoJ ist dagegen der Ansicht, dass die Inflation ohne die deutlich gesunkenen Energiepreise steige. Japan befinde sich nicht mehr länger in einer deflationären Situation.

Sinkende Preise gelten als problematisch, weil sinkende Erlöserwartungen Unternehmer davon abhalten können, neue Investitionen zu tätigen. Im August waren die Verbraucherweise angesichts der stark gesunkenenen Ölpreise um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat rückläufig gewesen. Dennoch erachtete die BoJ eine weitere Lockerung der Geldpolitik für unnötig, da die Preise unter anderem für Lebensmittel angesichts des schwachen Yen weiter steigen. Die Notenbanker kämpfen darum, nach Jahren der Deflation mit stetig fallenden Preisen ein Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen.

Doch die Aussichten für eine wirtschaftliche Erholung haben sich im Zuge der Entwicklung in China eingetrübt. Zwar hat sich Japans Wirtschaft nach Einschätzung der BoJ weiter moderat erholt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick jedoch nur noch von einem Wachstum in diesem Jahr von 0,6 Prozent aus, 0,2 Punkte weniger als im Juli erwartet. Im kommenden Jahr soll das Wachstum dann auf 1 Prozent statt 1,2 Prozent zulegen. Jüngste Konjunkturdaten deuten an, dass Japans Wirtschaft angesichts schwacher Exporte zwischen Juli und September im zweiten Quartal in Folge stagnierte oder möglicherweise sogar schrumpfte.

Die mittelfristigen Inflationserwartungen verharrten deutlich unter dem 2-Prozent-Ziel der Zentralbank, befand der IWF. Die Zentralbank solle bereitstehen, die Geldpolitik gegebenenfalls weiter zu lockern. In Marktkreisen wird spekuliert, dass es dazu bei der nächsten Sitzung der BoJ am 30. Oktober kommen könnte. An dem Tag legt die Notenbank ihre Prognose zur Wirtschafts- und Preisentwicklung vor.

TOKIO (dpa-AFX)

Bildquellen: Rawpixel / Shutterstock.com, Lisa S. / Shutterstock.com
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!
Werbung

Heute im Fokus

DAX geht im Minus ins Wochenende -- US-Börsen leichter -- Lufthansas A380-Flotte wohl vor endgültigem Aus -- S&P bestätigt BASF-Rating -- Lufthansa, Wirecard, Nordex, GRENKE im Fokus

EU sichert sich 300 Millionen Corona-Impfstoffdosen von Sanofi und GSK. CAIXABANK legt Offerte für vom Staat gerettete BANKIA vor. Fahrer soll geschlafen haben: Tesla auf Autobahn in Kanada gestoppt. Citigroup bietet 6.000 Arbeitsplätze für junge Menschen in Asien an. LSE spricht exklusiv mit Euronext über Borsa Italiana-Verkauf. Rennen um Corona-Impfstoff: Fresenius-Chef kritisiert Alleingänge.

Umfrage

Wo sehen Sie den Bitcoin-Kurs Ende 2020?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
Amazon906866
BioNTechA2PSR2
Deutsche Bank AG514000
BayerBAY001
NEL ASAA0B733
Microsoft Corp.870747
NVIDIA Corp.918422
Wirecard AG747206
Infineon AG623100
XiaomiA2JNY1
NikolaA2P4A9
GRENKE AGA161N3