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17.02.2020 22:13

Früherer Wall Street-Bär sieht weiteres Aufwärtspotenzial beim S&P 500

Jahresendziel angehoben: Früherer Wall Street-Bär sieht weiteres Aufwärtspotenzial beim S&P 500 | Nachricht | finanzen.net
Jahresendziel angehoben
Bestünden keine Risiken, dass ein Abschwung am Markt bevorstehe, könnte der S&P 500 bis zum Jahresende um über 12 Prozent klettern, glaubt Stifel-Analyst Barry Bannister. Angesichts des aktuellen Umfelds sei solch ein Anstieg zwar unwahrscheinlich, dennoch hob der frühere Wall Street-Bär sein Kursziel für den marktbreiten Index an.
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• Ehemaliger Wall Street-Bär misst S&P 500 weiteres Aufwärtspotenzial bei
• Verschiedene Risikofaktoren machen kräftigeren Anstieg unwahrscheinlich
• Zyklische Werte dürften Markt outperformen

Barry Bannister, bekannt als ehemaliger Wall Street-Bär und Leiter der institutionellen Aktienstrategie bei Stifel, äußerte sich jüngst überraschend optimistisch bezüglich der weiteren Entwicklung des marktbreiten S&P 500. In diesem Zuge hob er sein Jahresendziel für den Index von zuvor 3.260 auf nun 3.450 Punkte an - dabei habe er aktuelle Sorgen und Risiken rund um das Coronavirus berücksichtigt. Das vorherige Ziel hat der S&P 500 mit einem aktuellen Punktestand von rund 3.383 bereits hinter sich gelassen. Bis zum angehobenen neuen Ziel bleiben damit nun noch rund zwei Prozent Aufwärtspotenzial.

Zykliker werden Markt outperformen

Die Aufmerksamkeit richtet Bannister in seiner Notiz, die MarketWatch vorliegt, insbesondere auf zyklische Werte. Diese würden sich im Laufe der Zeit besser entwickeln als der breitere Markt. Sobald die Virus-Krise ihren Höhepunkt erreicht habe und eine Rezession abgewendet werde, dürften zyklische Aktien ihre Führungsrolle wieder übernehmen, schätzt der frühere Wall Street-Bär. "Wir sehen, dass Impulse durch das System fließen und sehen einen kurzfristigen Höhepunkt in den Virenfällen, die zusammen mit einem breiteren Dollar-Rückzug und einer steileren Renditekurve die globalen BIP-abhängigen Zykliker anheben", heißt es in der Notiz. So bevorzugt der Stifel-Analyst zyklische Werte auch gegenüber defensiven Aktien. Investoren sollten ihren Fokus demnach auf Industrie-, Material-, Energie- und Finanzwerte richten, rät der Experte The Street zufolge.

Ein weiterer Grund für die Anhebung des S&P 500-Kursziels sei eine erwartete steigende Geldmenge in den Vereinigten Staaten um sieben bis neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die zu einer raschen Ausweitung der Gewinnmultiplikatoren führen werde, gibt The Street Bannisters Einschätzung wieder.

Risiken machen 3.800er-Ziel zunichte

In einem "Nicht-Rezessionsszenario" würde Bannister dem S&P 500 gar einen Anstieg um über 12 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau bis auf 3.800 Punkte bis Ende 2020 zutrauen, berichtet MarketWatch. Das "wahrscheinlichkeitsgewichtete Rezessionsrisiko" reduziere sein Kursziel jedoch, denn man müsse weiterhin mit einem Abschwung rechnen. "Das Risiko für unsere These ist eine globale Rezession im Jahr 2020, angeführt von einer Schwäche in Übersee, wenn sich das [Coronavirus] ausbreitet", zitiert The Street den Wall Street-Analysten. Denn sollten chinesische Produktionsstätten aufgrund der Epidemie länger geschlossen bleiben als zunächst angenommen, könnte dies dazu führen, dass die USA weniger Waren importieren werden als erwartet. Dies wiederum würde weniger Verkäufe bedeuten und letztlich womöglich in einer Rezession enden. Hinzu kämen weitere Risikofaktoren, die zu einem Abschwung am Markt führen könnten, wie der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China, der Konflikt zwischen den USA und dem Iran, verzögerte Auswirkungen "vergangener politischer Fehler" der US-Notenbank Fed sowie die US-Arbeitslosenraten, gibt Barron’s die Einschätzung Bannisters wieder.

Wie sich die Coronavirus-Krise weiterhin entwickeln wird, ob sich der Handelsstreit erneut zuspitzt oder wie sich die Arbeitslosenzahlen in den USA entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Die weitere Entwicklung diesbezüglich sowie die Auswirkungen auf den S&P 500 dürften jedenfalls spannend bleiben.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Inked Pixels / Shutterstock.com, Chanthanee / Shutterstock.com
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