Kapitalmaßnahme

Walmart-Aktie nach Aktiensplit mit Kursrally? Darauf sollten sich Anleger einstellen

21.02.24 21:03 Uhr

NYSE-Titel Walmart-Aktie: Kursrakete nach Aktiensplit? Anleger träumen von fetten Gewinnen - berechtigterweise? | finanzen.net

Die Aktie von Walmart wird einem Aktiensplit unterzogen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Für Anleger könnte dies von Vorteil sein.

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Aktien

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• Walmart mit Aktiensplit
• Mehr Aktionäre in der Belegschaft könnten Geschäft stützen
• Historie nach Aktiensplits durchwachsen

Wenige Tage nach den jüngst veröffentlichten Quartalszahlen ist es so weit: Walmart wird einen Aktiensplit durchführen. Das Verhältnis beträgt drei zu eins: Anleger, die am Donnerstag, dem 22. Februar, Anteile des Einzelhandelsriesen im Depot haben, bekommen für jede gehaltene Aktie zwei weitere ins Depot gebucht. Dies erfolgt Unternehmensangaben zufolge nach Börsenschluss am Freitag, den 23. Februar. Am darauffolgenden Montag sind die Anteile dann handelbar.

Aktion richtet sich an die Belegschaft

Der Aktiensplit wird die Zahl der ausstehenden Stamm-Aktien von aktuell rund 2,7 Milliarden auf dann 8,1 Milliarden erhöhen. Jede einzelne Aktie kostet dann weniger als bisher, am Wert des Gesamtunternehmens ändert sich aber nichts.

Dabei geht die Entscheidung zum Aktiensplit offenbar auf den Wunsch des Walmart-Gründers Sam Walton zurück: "Sam Walton hielt es für wichtig, den Kurs unserer Aktie in einem Bereich zu halten, in dem der Kauf ganzer Aktien und nicht von Bruchteilen für alle unsere Mitarbeiter möglich war", so CEO DougMcMillion im Rahmen einer Pressemitteilung. "Angesichts unseres Wachstums und unserer Pläne für die Zukunft hielten wir es für einen guten Zeitpunkt, die Aktie aufzuteilen und unsere Mitarbeiter zu ermutigen, sich in den kommenden Jahren zu beteiligen. Wie Sam sagte: 'Wir stecken alle zusammen da drin. Das ist das Geheimnis.'"

Walmart ermögliche mehr als 400.000 seiner Mitarbeiter die Teilnahme an einem Aktienkaufplan. Diese Arbeitnehmer können auf eigenen Wunsch automatisch einen Teil ihres Gehalts in Walmart-Aktien investieren. Für die ersten 1.800 US-Dollar pro Jahr zahlt das Unternehmen 15 Prozent dazu, was einem jährlichen Bonus von 270 US-Dollar entspreche, so das Management weiter.

Werden Anleger profitieren?

Für alle Anleger, unabhängig davon, ob sie zur Walmart-Belegschaft gehören oder nicht, könnte sich ein Investment in den Einzelhandelskonzern aber im Zusammenhang mit dem Aktiensplit positiv auswirken. Wird die Aktie optisch günstiger, könnten mehr Mitarbeiter einen Anteilserwerb in Erwägung ziehen, was sich positiv auf den Kurs der Walmart-Aktie auswirken dürfte. Eine größere Mitarbeiterbeteiligung dürfte zudem auch der Geschäftsentwicklung zuträglich sein, immerhin sind die Mitarbeiter, die zeitgleich Miteigentümer sind, besonders am Unternehmenserfolg interessiert. Auch dies könnte mittel- bis langfristig einen positiven Kurseffekt mit sich bringen.

Dass diese Hoffnungen nicht unbegründet sind, zeigt auch ein Blick in die Vergangenheit, denn der kommende Aktiensplit ist nicht der erste in der Geschichte des Einzelhandelsriesen. Insgesamt führte Walmart neun Aktiensplits im Verhältnis 2:1 durch, erstmals im Jahr 1975 und zuletzt im Jahr 1999.

Ein großer Teil dieser Kapitalmaßnahmen ging mit einem Kursplus bei der Walmarkt-Aktie einher - entweder zum Zeitpunkt der Ankündigung oder nach der Durchführung, häufig auch über einen längeren Zeitraum. Nicht immer waren die Kursgewinne aber nachhaltig. Über viele Jahre hinweg dümpelte der Aktienkurs von Walmart vor sich hin, nach dem letzten Aktiensplit ging es jahrelang seitwärts. Erst die Corona-Krise brachte den Einzelhändler an der Börse wieder deutlicher auf die Gewinnerstraße, bevor es 2022 zu einem kräftigen Kurseinbruch kam.

Auf Sicht von einem Jahr hat die Walmart-Aktie nun rund 21 Prozent zugelegt - mehr als elf Prozent allein seit Januar 2024. Für die Führungsebene offenbar Grund genug für einen Aktiensplit. Anleger sollten sich aber nicht darauf verlassen, dass die Kapitalmaßnahme unweigerlich mit Kursgewinnen einhergehen wird. Stattdessen sollten sie die Geschäftsentwicklung des Unternehmens genau im Blick behalten, auch mit Fokus auf die große Konkurrenz durch Amazon.

Redaktion finanzen.net

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