Spekulation um Fed-Chef

Warum der Eurokurs zum US-Dollar nachgibt

17.07.25 21:04 Uhr

Euro Dollar Kurs: Darum zeigt sich der Euro zum US-Dollar schwächer | finanzen.net

Für den Euro ist es nach dem Stabilisierungsversuch zur Wochenmitte am Donnerstag wieder bergab gegangen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1217 EUR 0,0000 EUR 0,00%

8,2153 CNY 0,0000 CNY 0,00%

0,8714 GBP 0,0005 GBP 0,05%

9,1378 HKD 0,0054 HKD 0,06%

183,9200 JPY -0,1355 JPY -0,07%

1,1731 USD -0,0015 USD -0,12%

1,1477 EUR 0,0010 EUR 0,09%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,00%

0,8513 EUR 0,0000 EUR 0,00%

Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung Euro zuletzt 1,1583 US-Dollar - das war ähnlich viel wie im europäischen Nachmittagsgeschäft. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1579 (Mittwoch: 1,1602) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8636 (0,8619) Euro gekostet.

Spekulationen um eine baldige Entlassung von US-Notenbankchef Jerome Powell hatten den Dollar am Mittwoch unter dem Strich etwas belastet, obwohl US-Präsident Donald Trump entsprechende Medienberichte schnell dementiert hatte.

John Williams, Präsident der New Yorker Zentralbank und Mitglied der US-Notenbank Fed, betonte vor dem Hintergrund von Trumps scharfer Kritik an Powell, dass eine unabhängige Notenbank für das Land bessere Ergebnisse in Bezug auf Preisstabilität und wirtschaftliche Stabilität liefere. Er erwarte zudem, dass die Zollpolitik der US-Regierung in den kommenden Monaten einen stärkeren Einfluss auf die Inflation haben werde. Daher sei die derzeitige restriktive Haltung der US-Notenbank "völlig angemessen".

Am Donnerstag veröffentlichte Konjunkturdaten verdeutlichten die Stärke der US-Wirtschaft. So sind die Umsätze im Einzelhandel im Juni deutlich stärker als erwartet gestiegen. "Konjunktursorgen werden mit den Zahlen wohl nicht geschürt", kommentierte Ulrich Wortberg, Analyst bei der Helaba. Er verweist auch auf den deutlichen Anstieg des Philadelphia-Fed-Index und den erneuten Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. "Alle Zahlen überraschen positiv, und so steht die US-Notenbank nicht unter Druck, die Leitzinsen schnell und deutlich zu senken", kommentierte Wortberg. "Die Zinssenkungsfantasie dürfte gedämpft bleiben."

/jsl/he/gl/he

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: Patryk Kosmyder / Shutterstock.com, Marian Weyo / Shutterstock.com