Klöckner: Anlauf für den nächsten Schub
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Nach der ersten Welle der Übernahmespekulation, die die Aktie von Klöckner & Co im Dezember auf ein neues Zwei-Jahreshoch bei 8,86 Euro (Xetra) getrieben hat, ist eine kleine Konsolidierung gestartet. Diese könnte die Basis für den nächsten Schub darstellen.
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Klöckner & Co. hat kürzlich gemeldet, dass der Verkauf von acht Distributionsstandorten in den USA erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Damit hat sich das Unternehmen von Aktivitäten im niedrigmargigen Stahlhandel getrennt und den Fokus auf höherwertige Dienstleistungen weiter gestärkt.
Attraktivität steigt
Damit hübscht sich das Unternehmen auch für potenzielle Investoren auf. Zu diesen zählt definitiv der Konzern Worthington Steel. Anfang Dezember war von Klöckner & Co. das Gerücht bestätigt worden, dass die US-Gesellschaft ein Übernahmeangebot prüft und eine Due Diligence durchführt.
Kurssprung und Konsolidierung
Das hat die Aktie von Klöckner & Co. nach oben katapultiert – von Kursen knapp über 5 Euro noch Mitte November auf ein Dezemberhoch bei 8,86 Euro, das zugleich ein Zweijahreshoch darstellte. Danach hat die Aktie eine kleine Konsolidierung gestartet und in der Spitze etwas mehr als 12 Prozent vom Top abgegeben. Dann haben die Schnäppchenjäger aber schon wieder zugegriffen.
Noch reichlich Luft nach oben
Und das aus gutem Grund, denn kommt es wirklich zu einem Übernahmeangebot, besteht auf dem aktuellen Kursniveau noch Luft nach oben. Gemäß Konsensschätzung (Stand 8.1.) liegt die EBITDA-Erwartung der Analysten für 2026 bei 248 Mio. Euro. Bei einem aus unserer Sicht keineswegs überzogenen Multiple von 5 für eine strategische Übernahme würde das ein Kursziel von 12,40 Euro rechtfertigen. Auch Großaktionär Friedhelm Loh dürfte wohl zweistellige Kurse sehen wollen, denn er selbst hatte im Rahmen einer Übernahmeofferte im Jahr 2023 9,75 Euro für die Aktie geboten.
Fazit
Die Aktie von Klöckner & Co. konsolidiert aktuell seitwärts auf hohem Niveau und verarbeitet damit den Kurssprung vom letzten November/Dezember in Reaktion auf eine mögliche Übernahmeofferte des US-Konzerns Worthington Steel. Kommt tatsächlich ein Angebot, ist ein zweistelliges Kursniveau nach unserer Einschätzung nicht unwahrscheinlich. Das Risiko dabei bleibt, dass sich die Amerikaner gegen eine Offerte entscheiden und damit eine größere Korrektur der Aktie einleiten.
Weniger spekulativ dürfte dagegen die Aktie des Softwareherstellers B+S Banksysteme sein. Das Unternehmen besticht mit einem zwar nicht besonders wachstumsstarken, dafür aber stabilen, sehr profitablen und cashflowstarken Geschäftsmodell – und ist günstig bewertet: zum Artikel
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