Kritiker auf dem Vormarsch

Großaktionäre meutern: BlackRock wollte Tesla-Chef Elon Musk um eine seiner Positionen bringen

31.08.18 22:41 Uhr

Großaktionäre meutern: BlackRock wollte Tesla-Chef Elon Musk um eine seiner Positionen bringen | finanzen.net

Tesla-CEO Elon Musk geriet in letzter Zeit vermehrt unter Beschuss - schuld daran war in erster Linie seine letztendlich abgesagten Delistingpläne. Nun gab es einen ersten Versuch, den Visionär zumindest teilweise zu entmachten.

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Elon Musk sorgte jüngst für Chaos und Verwirrung aufgrund des Hin und Hers bezüglich eines möglichen Tesla-Börsenrückzugs, welchen er schließlich doch absagte. Von Seiten der US-Börsenaufsicht SEC könnten nun Konsequenzen auf das Konzernoberhaupt des Elektroautobauers Tesla zukommen. Doch auch aus den eigenen Reihen kommen Zweifel in Sachen Elon Musk und seiner Doppelfunktion im Unternehmen auf.

Zweifel seitens der Tesla-Aktionäre

Unter den Anteilseignern scheinen sich ernstzunehmende Zweifel an Elon Musks Kompetenz als Tesla-Vorsitzendem abzuzeichnen. Seine gedoppelte Führungsstellung als CEO und Chairman des E-Auto-Herstellers wurde nun infrage gestellt: So forderten einige Aktivisten der Unternehmensführung, dass Positionen des Vorsitzenden und des CEO - zwecks besserer Aufsichtsführung - an zwei verschiedene Personen verteilt werden sollten. Im Rahmen einer Aktionärsversammlung fand schließlich im Juni eine Abstimmung statt, nach der es zu einer Teilentmachtung Musks kommen und ein unabhängiger Vorsitzender eingestellt werden sollte, berichtete jüngst die Nachrichtenagentur Reuters.

Großaktionär BlackRock stimmte für Vorschlag

Unter den Musk-Kritikern befindet sich auch der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock, der als Großaktionär 6,5 Millionen Aktien an Tesla hält und somit zu den Top-Ten Anteilseignern zählt. CEO Musk gilt weiterhin als größter Einzelaktionär seines Unternehmens. Wie BlackRock gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC mitteilte, habe die Fondsgesellschaft auf der Aktionärsversammlung für die Aufteilung von Elon Musks doppelter Führungstätigkeit gestimmt und somit einen unabhängigen Direktor als Vorsitzenden von Tesla befürwortet. Die Vorgehensweise und Teilnahme an der Abstimmung begründete BlackRock in einer Stellungnahme mit der Verantwortung gegenüber seinen Kunden, die langfristige Aktieninhaber sind.

Abstimmung missglückte

Doch der Vorschlag wurde mehrheitlich abgelehnt: 17 Millionen Stimmen für die Machtaufteilung standen 86 Millionen, die sich für die Beibehaltung von Musks Doppelposition aussprachen, gegenüber. Das ergab die Abstimmung auf der Aktionärsversammlung im Juni. Allerdings wies Reuters in einem Bericht darauf hin, dass manche Unternehmen den Aktionären unterschiedlich viel Macht zuteilen - unabhängig von der Anteilsmenge, über die sie verfügen.

Der Tesla-Vorstand bekräftigte die in der Abstimmung gefallene Entscheidung mit den Worten, dass der Erfolg des Konzerns "ohne die tägliche Präsenz von Musk" nicht möglich gewesen wäre, zitiert Reuters den Elektroautokonzern.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Kevork Djansezian/Getty Images, VCG/VCG via Getty Images

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