29.04.2021 23:55

Open-Source-Lizenz: Buffett-Investment BYD will E-Plattform weiteren Autoherstellern zur Verfügung stellen

Leistungsstarke Plattform: Open-Source-Lizenz: Buffett-Investment BYD will E-Plattform weiteren Autoherstellern zur Verfügung stellen | Nachricht | finanzen.net
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Der chinesische Mischkonzern BYD, der in jüngster Vergangenheit vor allem mit seinen Elektrofahrzeugen von sich reden machte und als Investmentliebling von Börsenlegende Warren Buffett gilt, kündigte auf der Automesse in Shanghai eine neue Version seiner E-Plattform an. Die leistungsstarke Technologie des Unternehmens könnte bald auch in den Fahrzeugen von Mitbewerbern verbaut werden.
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• BYD kündigt Open-Source-Plattform an
• Standardisierung soll Kosten senken
• "Blade-Batterien" gelten als besonders sicher

BYD stellt auf Automesse aktualisierte E-Plattform vor

Im vergangenen Jahr lancierte der chinesische Elektroautobauer und Tesla-Mitbewerber Geely eine Open-Source-Plattform für E-Autos, die die Fahrzeuge mit einer Reichweite von bis zu 700 Kilometern ausstatten soll. Dabei gab das Unternehmen an, dass nicht nur hauseigene Elektroautos auf die Technologie zugreifen können, sondern auch andere Autohersteller sich die Plattform zunutze machen können. Nun legt Konkurrent BYD nach: Auf der Fahrzeugmesse "Auto Shanghai 2021" kündigte der E-Fahrzeughersteller nun die dritte Version seiner erstmals 2018 vorgestellten E-Plattform an, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Die Abkürzung des Mischkonzerns, in den Börsenlegende Warren Buffett vor etwa 13 Jahren erstmals investierte, steht für "Build Your Dreams". "Mr. Warren Buffetts beispielloser Charme und sein erfahrenes Handeln waren eine große Unterstützung für die Entwicklung von BYD", ließ das Unternehmen bezüglich dem frühzeitigen Einstieg des Unternehmers und seiner Gesellschaft Berkshire Hathaway einmal verlauten.

Open-Source-Lösung soll Intelligenz, Effizienz, Sicherheit und Ästhetik verbinden

Wang Chuanfu, der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, kündigte auf der Messe an, dass die "e-platform 3.0" ebenfalls der Open-Source-Lizenz unterliegen soll. Die Vorteile der hauseigenen Technologie liegen demnach klar auf der Hand: So sollen Fahrzeuge, die auf die Plattform zugreifen, nicht nur eine Reichweiter von bis zu 1.000 Kilometern erlangen - also 300 Kilometer mehr als durch Geelys Konzept möglich sind -, sondern zusätzlich von einem schnellen Aufladen der verbauten Akkus mit 800 Volt profitieren, berichtet das E-Auto-Portal electrive.net. Der Hersteller warb in einer Ankündigung damit, dass sich die e-platform 3.0 durch Intelligenz, Effizienz, Sicherheit und Ästhetik auszeichne. Mit einer fortschreitenden Standardisierung könne in der Branche außerdem langfristig auch eine Kostensenkung vollzogen werden, soll das Unternehmen zu bedenken gegeben haben.

Leistungsstarke Batterien mit Blade-Technologie

Bei den leistungsstarken Akkus, die sich die neue Technologie zunutze machen können, handelt es sich um die sogenannten "Blade-Batterien", die der Konzern erst im vergangenen Jahr einführte. Die Lithium-Ionen-Akkus mit großvolumigen Zellen haben in verschiedenen Sicherheitstests sehr gute Ergebnisse erzielt, so das Portal weiter. Demnach seien die Blade-Modelle im Vergleich zu gewöhnlichen Lithium-Ionen-Akkus besonders sicher. Durch ein geräumigeres Fahrzeugdesign soll außerdem nicht nur der Innenraum der Fahrzeuge vergrößert werden, sondern auch mehr Platz für größere und leistungsstärkere Batterien geschaffen werden. Mit der Verlagerung des Schwerpunkts will man das Fahrgefühl der E-Autos verbessern.

Ein konkretes Erscheinungsdatum für Fahrzeuge, die die neue E-Plattform nutzen, nannte der Hersteller noch nicht. Nur, dass es bereits "in naher Zukunft", soweit sein soll, ließ sich BYD entlocken. Anschließend werde der Zugang auch Drittanbietern angeboten, so electrive.net weiter. Damit könnte die e-platform 3.0 also auch bald bei Fahrzeugen von Mitbewerbern zum Einsatz kommen. Bereits in der Vergangenheit arbeitete BYD etwa mit Daimler, Toyota und Didi Chuxing zusammen. Ob sich BYDs Open-Source-Technologie also auch bald in den Top-Modellen dieser Hersteller wiederfindet, bleibt zunächst abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Philip Lange / Shutterstock.com

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