MARKT USA/Wall Street dürfte Unwägbarkeiten weiter trotzen

27.01.26 12:24 Uhr

Die Stimmung an der Wall Street scheint besser als von etlichen Marktbeobachtern vorausgesagt zu sein. Denn auch am Dienstag stehen die Börsenampeln auf grün, der Aktienterminmarkt deutet einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt an. Beim marktbreiten S&P-500 könnte sogar ein Allzeithoch erreicht werden. Das Prinzip "Sell America" scheint am Aktienmarkt anders als beim Dollar keine große Rolle zu spielen. Die jüngste Eskalation mit neuen US-Zolldrohungen gegen Kanada scheint Anleger genauso wenig zu schrecken wie die Möglichkeit eines erneuten teilweisen Regierungsstillstands ab Freitag.

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"Diese Woche ist entscheidend für die kurzfristige Marktstimmung im weiteren Verlauf des Jahres 2026. Die Geschichte zeigt, dass ein starker Januar oft den Rahmen für den Rest des Jahres vorgibt, wobei die Anlegerpsychologie eine übergeordnete Rolle spielt", bemüht Chefmarktstratege Chris Brigati von SWBC die Geschichte. Im Haushaltsstreit um die Finanzierung der Heimatschutzbehörde (ICE) schickt US-Präsident Donald Trump nach den tödlichen Schüssen von ICE-Beamten seinen Grenzbeauftragten Tom Homan nach Minneapolis. Beobachter werten dieses Vorgehen als Versuch der Deeskalation und Aufarbeitung der Geschehnisse.

Am Dienstag beginnt die zweitägige Sitzung der US-Notenbank. Von der Fed wird keine Änderung des Leitzinses erwartet. Da sich die Amtszeit von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell dem Ende zuneigt, könnte er seine übliche rhetorische Zurückhaltung aufgeben. Insofern versprechen seine Kommentare am Mittwoch spannender zu werden als üblich. Im frühen Handel wird der Index des Verbrauchervertrauens für Januar veröffentlicht, Volkswirte rechnen mit einer leichten Verbesserung.

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January 27, 2026 06:25 ET (11:25 GMT)