Marktbericht

Hoffnung auf Deeskalation im Iran-Israel-Konflikt: DAX fest über 18.000er-Marke

15.04.24 17:39 Uhr

Börse Frankfurt nach Iran-Angriff auf Israel: DAX schließt trotzdem über 18.000-Punkte-Marke | finanzen.net

Nachdem am Wochenende der Iran Israel angegriffen hat, setzten Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag wohl auf Deeskalation.

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Der DAX eröffnete 0,04 Prozent höher bei 17.937,62 Zählern und baute die Gewinne im Verlauf aus. Letztlich notierte das Börsenbarometer 0,54 Prozent im Plus bei 18.026,58 Punkten.

Das Rekordhoch des Leitindex liegt weiter bei 18.567,16 Zählern, während der höchste Schlussstand aller Zeiten bei 18.492,49 Punkten markiert wurde.

Wie geht es zwischen Israel und dem Iran weiter?

Die Hoffnung auf eine Deeskalation des Konflikts zwischen Iran und Israel stützte die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Allerdings stand dieser Stabilisierungsversuch auf tönernen Füßen. "Die Nervosität auf dem Parkett bleibt", warnte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets. Der deutsche Leitindex sei technisch angeschlagen und zeige derzeit mehr Stärke, "als wirklich dahinterstecken dürfte".

Der Iran hat seine jüngsten Drohungen wahr gemacht und Israel in der Nacht zum Sonntag mit zahlreichen Kampfdrohnen und Raketen erstmals direkt beschossen. Von mehr als 300 Raketen und unbemannten Fluggeräten seien 99 Prozent abgefangen worden, teilte das israelische Militär mit. Die Marktteilnehmer rätseln, ob es nun zu einer Ausweitung des Krieges in Gaza auf die gesamte Region kommt. Nach dem ersten direkten Angriff des Irans auf Israel steht nun die mögliche israelische Antwort im Raum.

Ölpreise als Indikator

"Positiv ist, dass die Ölpreise nicht weiter steigen", so ein Marktanalyst. Allerdings meinte er, trotzdem bleibe die Lage angespannt. "Die Stimmung kann jederzeit wieder ins Negative umschlagen", sagte er.

Bilanzsaison im Fokus

Derweil erwartete JPMorgan-Stratege Mislav Matejka mit Blick auf die Berichtssaison zum ersten Quartal, dass Markterwartungen zwar übertroffen werden, die Anleger dies aber nicht mehr sonderlich honorieren dürften.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX / Reuters / Dow Jones Newswires

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