MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Warner Bros. Discovery fielen um 1,7 Prozent. Paramount Skydance (+0,8%) hat eine Kampfabstimmung um Stimmrechte im Warner-Board, einen sogenannten Proxy-Fight, angekündigt.
USA - ANLEIHEN
Die Notierungen am Anleihemarkt gaben leicht nach. Michael Gayed vom Lead-Lag Report warnte vor steigenden Risiko-Prämien für die Inflation "und einem schwächeren Vertrauen in langfristige Finanzanlagen, die an stabile politische Erwartungen geknüpft sind". Die Rendite zehnjähriger Papiere erhöhte sich um zwei Basispunkte auf 4,19 Prozent. Der Anstieg der Renditen wurde etwas gebremst von Auktionen drei- und zehnjähriger US-Anleihen, die Händlern zufolge auf eine lebhafte Nachfrage stießen.
+++++ DEVISENMARKT +++++
Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag M, 17:05 % YTD
EUR/USD 1,1655 -0,1% 1,1669 1,1677 -1,0%
EUR/JPY 185,27 +0,4% 184,48 184,49 -0,2%
EUR/CHF 0,9299 -0,0% 0,9302 0,9301 +0,1%
EUR/GBP 0,8657 -0,1% 0,8667 0,8668 -0,5%
USD/JPY 158,96 +0,5% 158,10 158,00 +0,8%
GBP/USD 1,3464 +0,0% 1,3463 1,3472 -0,5%
USD/CNY 7,0076 +0,0% 7,0068 7,0018 -0,2%
USD/CNH 6,9735 +0,1% 6,9696 6,9645 -0,0%
AUS/USD 0,6707 -0,0% 0,6709 0,6719 +0,2%
Bitcoin/USD 91.879,00 +0,8% 91.163,95 91.747,70 +2,2%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Der Dollar geriet mit der jüngsten Entwicklung im Zwist zwischen Trump und Powell unter Druck - der Dollar-Index fiel um 0,3 Prozent. Der Schritt fache die Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed wieder an und könne potenziell den "Sell-America"-Trade neu beleben, meinte Devisen-Analyst Francesco Pesole von der ING. "Die Abwärtsrisiken für den Dollar, die von jeglichen Anzeichen einer weiteren Entschlossenheit zur Einmischung in die Unabhängigkeit der Fed ausgehen, sind erheblich."
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.585,63 4.596,05 -0,2% -10,42 +4,4%
Silber 85,19 85,23 -0,0% -0,04 +11,7%
Platin 1.987,86 2.016,09 -1,4% -28,23 +11,6%
Kupfer 5,99 6,03 -0,8% -0,05 +3,1%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Die Entwicklungen rund um die Fed verschafften dem "sicheren Hafen" Gold regen Zulauf. Dazu kämen die steigenden geopolitischen Unsicherheiten, hieß es. Überdies machte der nachgebende Dollar das Edelmetall für Käufer aus dem Nicht-Dollarraum billiger. Die Feinunze markierte bei 4.630 Dollar ein Allzeithoch. Im späten Handel ging es um 2 Prozent auf 4.601 Dollar aufwärts. Der Silberpreis stieg um 6,9 Prozent.
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,78 59,50 +0,5% 0,28 +2,3%
Brent/ICE 64,23 63,87 +0,6% 0,36 +3,5%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Die Ölpreise tendierten fester, auch gestützt vom schwächeren Dollar. Das Barrel der US-Sorte WTI verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 59,50 Dollar. Ein Thema am Markt waren auch die Unruhen im Iran. "Der Iran ist das viertgrößte Opec-Mitglied und produziert rund 3,2 Millionen Barrel Rohöl pro Tag", so die ING-Analysten. "Damit schwebt ein erhebliches Angebotsrisiko über dem Markt."
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
WAHL JAPAN
Japans Premierministerin Sanae Takaichi erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die Auflösung des Unterhauses zu Beginn der für den 23. Januar geplanten ordentlichen Parlamentssitzung. Dies berichtet die Zeitung The Yomiuri Shimbun mit Verweis auf Regierungskreise. Eine daraus resultierende Unterhauswahl dürfte dem Bericht zufolge im Februar stattfinden. Die Premierministerin, die auch der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) vorsitzt, sei offenbar zu dem Schluss gekommen, dass ein Sieg bei der Unterhauswahl notwendig ist, um die politische Umsetzung voranzutreiben. Hintergrund ist die Minderheit der Regierungskoalition im Oberhaus. Für den Zeitplan der Wahl sind zwei Szenarien im Gespräch. Das erste sieht den offiziellen Wahlkampfauftakt für den 27. Januar und die Abstimmung am 8. Februar vor. Das zweite Szenario würde einen Wahlkampfbeginn am 3. Februar und die Wahl am 15. Februar vorsehen.
EUROPÄISCHE ZENTRALBANK
Eine Zinserhöhung durch die EZB in diesem Jahr ist laut dem Präsidenten der französischen Notenbank sehr unwahrscheinlich. Ein schwächerer Dollar gehöre zu einer Reihe potenzieller Entwicklungen, die die Inflation in der Eurozone niedrig halten, sagte François Villeroy de Galhau am Montag. Einige Währungshüter haben geäußert, dass der nächste Schritt wahrscheinlich eine Anhebung des Leitzinses sein werde, doch Villeroy spielte die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schrittes im Jahr 2026 herunter.
US-NOTENBANK
Die US-Leitzinsen befinden sich nach Einschätzung des Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, vor der ersten Sitzung der Notenbank im Jahr 2026 auf einem angemessenen Niveau. Williams deutete damit an, dass er und andere Notenbanker in diesem Monat keine Eile bei weiteren Zinssenkungen haben dürften.
US-Präsident Donald Trump hat laut der Pressesprecherin des Weißen Hauses keine Anweisung zu Ermittlungen gegen den Notenbankchef Jerome Powell gegeben.
AIRBUS
hat im vergangenen Jahr sein Anfang Dezember gesenktes Auslieferungsziel von rund 790 Verkehrsflugzeugen erfüllt. Wie der Konzern mitteilte, stiegen die Auslieferungen 2025 um 4 Prozent zum Vorjahr auf 793 Maschinen. Airbus verbuchte 2025 brutto 1.000 Neubestellungen, netto waren es 889. Das Jahr schloss der Konzern mit einem Orderbuch von 8.754 Verkehrsflugzeugen ab.
EON
hat sich am Anleihemarkt frisches Geld besorgt. Wie der Energieversorger mitteilte, hat er zwei Anleihen im Wert von 1,6 Milliarden Euro begeben. Eine Anleihe im Volumen von 750 Millionen Euro hat eine Laufzeit von acht Jahren und ist mit einem Kupon von 3,448 Prozent ausgestattet. Die andere Anleihe ist ein grüner Bond über 850 Millionen Euro mit einer Laufzeit von zwölf Jahren und einem Kupon von 3,895 Prozent.
SYMRISE
hat den Rückkauf eigener Aktien für bis zu 400 Millionen Euro beschlossen. Das Programm läuft vom 1. Februar bis zum 31. Oktober.
AMS-OSRAM
verhandelt über den Verkauf einzelner Geschäftsaktivitäten "unter langfristiger Sicherung des Standorts in Premstätten, Österreich". Die Gespräche seien fortgeschritten. Die geplanten Verkäufe seien Teil eines Entschuldungsplans mit dem Ziel, Erlöse aus Desinvestitionen in Höhe von weit mehr als 500 Millionen Euro zu erzielen.
ORSTED
Das dänische Unternehmen für erneuerbare Energien darf die Arbeiten an seinem US-Projekt Revolution Wind vorerst fortsetzen, obwohl die Trump-Regierung versucht hat, das Vorhaben an der US-Ostküste zu stoppen. Ein US-Bundesrichter in Washington, D.C., gab am Montag dem Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Verfügung gegen den von der Trump-Regierung verhängten Baustopp für das 5-Milliarden-US-Dollar-Projekt statt. Die US-Regierung hatte im Dezember die Bundeslizenzen für fünf Windprojekte an der US-Ostküste ausgesetzt. Hintergrund waren "Sicherheitsrisiken, die das US-Kriegsministerium in kürzlich fertiggestellten geheimen Berichten identifiziert hatte".
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January 13, 2026 01:31 ET (06:31 GMT)