MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

19.01.26 07:31 Uhr

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.668,27 4.596,45 +1,6% 71,82 +6,4%

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Silber 93,23 90,15 +3,4% 3,08 +26,4%

Platin 2.022,36 2.018,86 +0,2% 3,50 +15,0%

Kupfer 5,91 5,83 +1,3% 0,07 +2,4%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

Der Goldpreis zeigte sich nach seinem jüngsten Höhenflug leichter - belastet von gesunkener Zinssenkungsfantasie nach soliden Konjunkturdaten und den Hasselt-Aussagen von Trump. Der Preis für eine Feinunze zeigte sich zur Schlussglocke 0,5 Prozent leichter.

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

Brent/ICE 64,07 64,13 -0,1% -0,06 +5,4%

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Die Ölpreise tendierten in einer Gegenbewegung auf die Talfahrt vom Donnerstag fester. Die Preise waren unter Druck geraten, nachdem Präsident Trump die Möglichkeit eines bevorstehenden US-Militärschlags gegen den Iran heruntergespielt hatte. Beobachter sprachen vom Auspreisen einer Risikoprämie, die weiter schrumpfen dürfte, je mehr Zeit ohne ein militärisches Eingreifen vergehe. Dann dürfte wieder die Befürchtung eines Überangebots in den Vordergrund treten. Der Preis für Brent legte um 0,6 Prozent zu und der für WTI verteuerte sich um 0,4 Prozent.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

KONJUNKTUR CHINA

Ein kräftiger Anstieg der Exporte hat Chinas Wachstum im vergangenen Jahr angetrieben. Damit trotzte die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft den Erwartungen, wonach ein Handelskrieg mit den USA das Land ausbremsen würde. Chinas BIP expandierte im vergangenen Jahr deflationsbereinigt um 5 Prozent, wie aus den Daten des Nationalen Statistikamts hervorgeht. Damit erreichte Peking sein offizielles Wachstumsziel und knüpfte an das reale BIP-Wachstum von 5 Prozent aus dem Jahr 2024 an. Obwohl Chinas Wirtschaftswachstum für 2025 mit 5,0 Prozent dem Ziel der Regierung entsprochen habe, würden die offiziellen Zahlen das Tempo der wirtschaftlichen Expansion um mindestens 1,5 Prozentpunkte überbewerten, so Volkswirtin Zichun Huang von Capital Economics.

ENBW

hat seine Beteiligung an dem Offshore-Windprojekt "Mona" an seinen Partner losgeschlagen. Wie der Energiekonzern mitteilte, verkauft seine Anteile an dem Projekt an Jera Nex BP (JNbp). EnBW hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Windparkprojekte "Mona" und "Morgan" nicht mehr weiterzuverfolgen und als Folge eine Wertberichtigung von 1,2 Milliarden Euro auf die Beteiligungen zu buchen. Wie der Konzern nun weiter mitteilte, wird das Projekt "Morgan" aufgegeben. Finanzielle Details zu dem Verkauf wurden nicht genannt.

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KLÖCKNER

Worthington Steel will am Management des Stahlhändlers Klöckner & Co auch nach der geplanten Übernahme festhalten. Das Management um CEO Guido Kerkhoff solle eine zentrale Rolle bei der Integration spielen, sagte der CEO des US-Stahlkonzerns, Geoff Gilmore, dem Handelsblatt. Worthington strebe eine vollständige Integration der beiden Unternehmen an, sagte Gilmore. In Europa solle die Führung weitgehend autonom bleiben. Die beiden Konzerne hatten am späten Donnerstagabend die Übernahme von Klöckner durch Worthington Steel für rund 2,1 Milliarden Euro angekündigt.

SIEMENS ENERGY

Eine Abspaltung der verlustträchtigen Windkraftsparte Gamesa steht für Siemens-Energy-Chef Christian Bruch derzeit nicht zur Debatte. "Eine Abspaltung jetzt würde die Probleme nicht lösen", sagte der Manager der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Windenergie bleibt eine wichtige Zukunftstechnologie." Zwar prüfe Siemens Energy alle Geschäftseinheiten auf Profitabilität. Aber Siemens Gamesa sei derzeit "mitten im Turnaround". Das Geschäft zu stabilisieren habe jetzt Priorität. "Dann entscheiden wir über Optionen", sagte Bruch.

1&1

Der Mobilfunkanbieter 1&1 kann sich grundsätzlich einen Erwerb des Deutschlandgeschäfts von Telefonica vorstellen. "Wenn Telefonica sich zurückziehen will, sehen wir uns das sicher an", sagte 1&1-Chef Ralph Dommermuth im Handelsblatt-Interview. Zugleich betonte er, dass ein solcher Schritt derzeit nach seinem Kenntnisstand nicht anstehe. Die Aussagen folgen auf öffentliche Äußerungen von Telefonica-Konzernchef Marc Murtra, der zuletzt verschiedene Optionen für das Deutschlandgeschäft geprüft hatte - darunter auch Zusammenschlüsse mit Wettbewerbern. Murtra hatte gesagt: "Wir verfolgen einen pragmatischen Ansatz bei der Vermögensumschichtung." Analysten und Investoren hatten daraufhin erneut über eine Konsolidierung im deutschen Mobilfunkmarkt spekuliert. Deutschland ist einer der wenigen großen EU-Märkte mit vier Netzbetreibern, was den Preisdruck hoch hält und die Margen belastet. (Handelsblatt)

Der Mobilfunkanbieter will gegen die Bundesnetzagentur klagen. Anlass ist die Entscheidung der Behörde, zentrale Mobilfunkfrequenzen nicht wie üblich zu versteigern, sondern die Nutzungsrechte für Telekom, Vodafone und Telefonica zu verlängern. Zugleich wurden die drei etablierten Netzbetreiber verpflichtet, 1&1 Zugang zu diesen Frequenzen zu gewähren. "Das ist bislang nicht passiert", sagte 1&1-Chef Ralph Dommermuth im Handelsblatt-Interview. Die Bundesnetzagentur habe sich nach Darstellung des Unternehmens bisher nicht eingeschaltet. "Das ist nicht okay und dagegen klagen wir." (Handelsblatt)

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January 19, 2026 01:31 ET (06:31 GMT)