MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
+++++ DEVISENMARKT +++++
Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Di, 17:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1998 -0,4% 1,2042 1,1966 +1,1%
EUR/JPY 183,17 -0,1% 183,41 183,19 -0,6%
EUR/CHF 0,9183 +0,1% 0,9170 0,9180 -0,8%
EUR/GBP 0,8690 -0,1% 0,8697 0,8695 -0,4%
USD/JPY 152,66 +0,2% 152,30 153,09 -1,7%
GBP/USD 1,3807 -0,3% 1,3847 1,3762 +1,5%
USD/CNY 6,9711 +0,1% 6,9638 6,9844 -0,5%
USD/CNH 6,9391 +0,1% 6,9334 6,9480 -0,4%
AUS/USD 0,7002 -0,1% 0,7009 0,6971 +3,6%
Bitcoin/USD 89.136,50 -0,0% 89.151,10 88.375,30 -0,6%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Der US-Dollar blieb den dritten Tag in Folge unter Druck, der Dollar-Index büßte weitere 1,3 Prozent ein. Der Euro stieg auf rund 1,2030 Dollar. Starke Kapitalzuflüsse in die Schwellenländer gingen wohl zulasten des Greenbacks. Zu den Risiken für den Dollar in dieser Woche zählten möglicherweise schwache US-Emissionen.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 5.257,22 5.176,95 +1,6% 80,27 +16,0%
Silber 114,24 112,18 +1,8% 2,06 +45,7%
Platin 2.234,09 2.198,89 +1,6% 35,20 +23,9%
Kupfer 5,99 5,86 +2,1% 0,13 +4,8%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Die Preise für Gold und Silber zogen weiter an. Die Feinunze Gold verteuerte sich um 3,3 Prozent auf 5.178 Dollar. Dollar-Schwäche und die geopolitische Verunsicherung stützten. Händler verwiesen zudem auf die hohen Verschuldungsquoten der Staaten und die andauernden Käufe der Notenbanken. Yardeni Research rechnet mit einem Goldpreisanstieg auf 6.000 Dollar je Unze noch in diesem Jahr und mit 10.000 Dollar bis zum Ende des Jahrzehnts. Die Hausse im Goldpreis setzt sich auch am Mittwoch fort. Mit 5.260 Dollar je Feinunze markiert sie neue Rekordstände, und auch in Euro ist sie so teuer wie nie. Damit ist sie bereits den meisten Jahresprognosen enteilt.
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 63,00 62,39 +1,0% 0,61 +5,4%
Brent/ICE 68,08 67,57 +0,8% 0,51 +7,6%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Am Erdölmarkt drehten die Preise deutlich ins Plus. Der Preis für das Barrel der US-Sorte WTI erhöhte sich um 2,9 Prozent auf 62,39 Dollar. Die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen im Iran seien nicht der einzige Grund für den Preisanstieg der vergangenen Wochen, urteilte Analyst Fawad Razaqzada von Forex.com. Er verwies auf den andauernden Krieg in der Ukraine, der trotz stattfindender Friedensgespräche weiter tobe. Damit bleibe es vorerst bei Sanktionen gegen Russland und die dortige Ölbranche. Produktionsausfälle in den USA durch Frost trügen ebenfalls zu Angebotssorgen bei.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
ZOLLSTREIT USA / SÜDKOREA
Die Trump-Regierung hat Südkorea davor gewarnt, US-Technologieunternehmen mit diskriminierenden Regulierungen und Untersuchungen ins Visier zu nehmen. Viele der jüngsten Diskussionen drehen sich um Coupang, ein US-E-Commerce-Unternehmen, das Amazon ähnelt. Coupang wickelt fast sein gesamtes Geschäft in dem ostasiatischen Land ab und verfügt über einflussreiche Verbündete in der Trump-Regierung und im Kongress, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Die Gespräche deckten demnach auch Plattform- und KI-Regeln ab, die für Konzerne wie die Facebook-Mutter Meta Platforms und Google ein Thema sind.
EZB
Nach Einschätzung der Notenbankchefs von Deutschland und Österreich, Joachim Nagel und Martin Kocher, befinden sich die Leitzinsen im Euroraum derzeit auf einem angemessenen Niveau. "EZB-Chefvolkswirt Philip Lane hat gesagt, er sehe gegenwärtig keine guten Argumente für eine Zinsänderung in die eine oder andere Richtung", sagte Nagel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). "Dem kann ich nur zustimmen."
AROUNDTOWN
hat unbefristete Schuldverschreibungen über 750 Millionen Euro begeben. Die Schuldverschreibungen sind mit einem Kupon von 5,125 Prozent versehen.
WACKER CHEMIE
hat für das Gesamtjahr 2025 folgende Eckdaten veröffentlicht (Angaben in Millionen Euro, Bilanzierung nach IFRS):
. BERICHTET PROG PROG PROG
GESAMTJAHR* Gj25 ggVj Gj25 ggVj Zahl Gj24
Umsatz 5.485 -4,1% 5.476 -4,3% 17 5.722
EBITDA 430 -42% 558 -25% 17 744
EBIT -180 -- 50 -82% 16 271
Ergebnis nach Steuern -800 -- -27 -- 12 261
* Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 wird am 11. März veröffentlicht.
ASML
hat Rekordaufträge für seine Anlagen zur Halbleiterherstellung verbucht und rechnet für dieses Jahr mit einem gesunden Umsatzwachstum. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Ausgaben der Kunden für die Produktion moderner Chips für den Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) trotz der Befürchtungen einer Marktblase weiterhin stark sind. Das Unternehmen verbuchte im vierten Quartal Aufträge in Höhe von 13,16 Milliarden Euro (15,85 Milliarden US-Dollar). Im Vorjahreszeitraum waren es 7,09 Milliarden Euro gewesen. Der Wert lag laut Visible Alpha über der Analystenprognose von 6,95 Milliarden Euro. ASML kündigt zudem neue Aktienrückkäufe über bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028 an
LOGITECH
International hat im dritten Geschäftsquartal von einer soliden Nachfrage und seiner Kostendisziplin profitiert. Der Schweizer Hersteller von Peripheriegeräten steigerte den operativen Gewinn deutlich stärker als den Umsatz und übertraf die eigene Prognose.
LVMH
verbuchte im vierten Quartal einen Umsatz von 22,72 Milliarden Euro (27 Milliarden US-Dollar), was einem organischen Wachstum von 1 Prozent entspricht. Analysten hatten laut Visible Alpha einen Umsatz von 22,59 Milliarden Euro und einen organischen Rückgang von 0,3 Prozent prognostiziert.
TEXAS INSTRUMENTS
erzielte im vierten Quartal einen Gewinn von 1,16 Milliarden US-Dollar oder 1,27 Dollar je Aktie, verglichen mit 1,21 Milliarden Dollar oder 1,30 Dollar je Aktie im Vorjahr. Von Factset befragte Analysten hatten mit 1,29 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 4,42 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Umsatz von 4,44 Milliarden Dollar prognostiziert.
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January 28, 2026 01:34 ET (06:34 GMT)