MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

24.02.26 07:49 Uhr

Schwach - Neue Zoll-Unsicherheit und Angst vor Verwerfungen durch Künstliche Intelligenz (KI) belasteten die US-Börsen. Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am Freitag die globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump für unrechtmäßig erklärt hatte, verhängte Trump neue Zölle. Daneben nährte ein Analystenkommentar die Angst vor den disruptiven Einflüssen der KI. Citrini Research hatte ein hypothetisches Szenario veröffentlicht, in dem KI die Wirtschaft in naher Zukunft negativ beeinflusst. Die Analysten nannten darin zahlreiche Unternehmen verschiedenster Branchen, deren Geschäftsmodell sie bedroht sehen. Die jeweiligen Aktien gerieten unter Druck, darunter die von Softwareunternehmen wie Applovin (-9,1%) oder Intuit (-5,5%), aber auch der Kreditkartengesellschaften American Express (-7,2%), Mastercard (-5,7%) und Visa (-4,6%) sowie des Essenlieferdiensts Doordash (-6,6%). IBM sackten um 13,1 Prozent ab. Für die Aktie von Eli Lilly ging es um 4,8 Prozent nach oben, nachdem der Gewichtssenker CagriSema von Novo Nordisk in einer direkten klinischen Studie nicht den Erfolg des Eli-Lilly-Präparats Zepbound übertreffen konnte. Arcellx haussierten mit der Übernahme durch Gilead Sciences (-1%) um 77,4 Prozent. Übernahmefantasie verhalf Paypal zu einem Plus von 5,8 Prozent. Der Zahlungsdienstleister habe Gespräche mit Banken geführt, nachdem er unaufgeforderte Angebote möglicher Käufer erhalten habe, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Konjunkturseitig ging der Auftragseingang der Industrie im Dezember wider Erwarten zurück. Der Chicago Fed National Activity Index rückte im Januar in positives Terrain vor.

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USA - ANLEIHEN

Zoll-Unsicherheit und KI-Ängste verschafften dem Anleihemarkt Zulauf. Steigende Kurse drückten die Rendite zehnjähriger US-Anleihen um 6 Basispunkte auf 4,03 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

zuletzt +/- % 0:00 Vortag Mo, 17:01 % YTD

EUR/USD 1,1780 -0,1% 1,1787 1,1795 +0,4%

EUR/JPY 182,67 +0,2% 182,26 182,14 -0,8%

EUR/CHF 0,9137 +0,1% 0,9132 0,9130 -1,9%

EUR/GBP 0,8733 -0,0% 0,8737 0,8740 +0,2%

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USD/JPY 155,06 +0,3% 154,62 154,42 -1,2%

GBP/USD 1,3489 -0,0% 1,3491 1,3495 +0,2%

USD/CNY 6,9323 +0,2% 6,9212 6,9212 -1,4%

USD/CNH 6,8906 +0,0% 6,8898 6,8868 -1,1%

AUS/USD 0,7066 +0,1% 0,7056 0,7060 +6,2%

Bitcoin/USD 63.104,95 -2,5% 64.720,70 65.625,05 -23,8

Der Dollar tendierte knapp behauptet. Die Entscheidung des Supreme Court, die meisten Zölle von Präsident Trump zu kippen, sei negativ für den Dollar, da sie politische Unsicherheit schaffe, schrieb Derek Halpenny von der MUFG Bank. Die Trump-Regierung könnte zudem angesichts des Rückschlags bei den Zöllen ihren Wunsch nach einem schwächeren Dollar stärker vorantreiben, um die Exporte anzukurbeln, meinte er.

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+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 5.170,96 5.228,75 -1,1% -57,79 +18,2%

Silber 88,26 88,57 -0,4% -0,31 +18,7%

Platin 1.829,40 1.828,49 +0,0% 0,91 +4,4%

Kupfer 5,88 5,78 +1,7% 0,10 +2,5%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Gold profitierte vom Sicherheitsbedürfnis der Anleger, aber auch vom schwächeren Dollar. Der Preis für die Feinunze stieg um 2,3 Prozent auf 5.220 Dollar.

ÖL

zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 66,50 66,13 +0,6% 0,37 +15,7%

Brent/ICE 71,84 71,49 +0,5% 0,35 +17,4%

Nachrichten über eine neue Runde von Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran, aber auch die wachsende Unsicherheit über die US-Zollpolitik lasteten auf dem Ölpreis. Das Barrel Rohöl der US-Sorte WTI ermäßigte sich um 0,3 Prozent auf 66,31 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

CHINA - Geldpolitik

Die People's Bank of China (PBoC) hat ihren Referenzzins für Bankkredite (LPR) an Unternehmen und Haushalte unverändert gelassen. Der einjährige Referenz-Zinssatz (Loan Prime Rate - LPR) bleibt bei 3,0 Prozent und der fünfjährige LPR bei 3,5 Prozent.

CHINA/JAPAN

China hat den Export kritischer Mineralien und anderer Güter mit potenziellem militärischen Nutzen an mehrere große japanische Unternehmen verboten. Damit eskaliert Peking seine Kampagne gegen Tokio wegen Äußerungen von Premierministerin Sanae Takaichi zu Taiwan.

USA - Zölle

Fedex hat die US-Regierung verklagt und fordert eine vollständige Rückerstattung der gezahlten Handelszölle zuzüglich Zinsen, die aus den im vergangenen Jahr von Präsident Donald Trump erlassenen Dekreten resultieren. Das Logistikunternehmen hat die Klage am Montag beim U.S. Court of International Trade eingereicht, in Reaktion auf die Entscheidung des Supreme Court vom Freitag.

AUTOMARKT EUROPA

Der europäische Automarkt hat im Januar wegen rückläufiger Neuzulassungen vor allem in Deutschland und Frankreich einen Rückgang verzeichnet. Wie die Herstellervereinigung Acea mitteilte, sanken die Pkw-Neuzulassungen in der EU, der Freihandelszone Efta und Großbritannien um 3,5 Prozent zum Vorjahr auf 961.382 Millionen Fahrzeuge. Im Januar legten erneut die Verkäufe batterieelektrischer Fahrzeuge deutlich zu: Sie stiegen um 13,9 Prozent auf 189.062 Einheiten, während der Absatz von Benzinern und Dieselfahrzeugen um 26 Prozent und 22 Prozent absackte.

BAYER / JOHNSON & JOHNSON

Bayer verklagt Johnson & Johnson (J&J) wegen mutmaßlich irreführender Werbung zu einer Prostatakrebstherapie. Die betreffende Werbung habe das J&J-Mittel Erleada als der Bayer-Therapie Nubeqa überlegen dargestellt, doch basiere dies auf einer mangelhaften Datenlage.

VW

Lamborghini hat Pläne zum Bau eines vollelektrischen Sportwagens zu den Akten gelegt. Das Unternehmen wird sich stattdessen auf Hybride konzentrieren.

WIENERBERGER

übernimmt die Italcer Group, einen weltweit tätigen Hersteller von hochwertigen Keramiklösungen für den Innenbereich mit Produktionsstandorten in Italien und Spanien und einem Jahresumsatz von zuletzt etwa 350 Millionen Euro. Die Übernahme wird aus vorhandenen Barmitteln und Bankkrediten finanziert. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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February 24, 2026 01:50 ET (06:50 GMT)