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16.12.2014 15:30

Russischer RTS-Index fällt ins Bodenlose

Moskaus Börse bricht ein: Russischer RTS-Index fällt ins Bodenlose | Nachricht | finanzen.net
Moskaus Börse bricht ein
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Der Verfall des russischen Rubel hat am Dienstag die Talfahrt an der Moskauer Börse weiter beschleunigt und den RTS auf ein neues Jahrestief gedrückt. Seit Ende November hat der Index damit rund 40 Prozent verloren.
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Der russische RTS-Index brach zeitweise um rund 18 Prozent auf 578,21 Punkte ein und markierte damit ein neues Jahrestief.

Schon am Vortag war es für den russischen Index um mehr als 10 Prozent bergab gegangen, wobei auch die anhaltenden Spekulationen über eine früher als erwartet anstehende Leitzinserhöhung in den USA ausschlaggebend gewesen waren. Seit Ende November hat der RTS inzwischen fast 40 Prozent verloren. Seit dem Hoch im Sommer beträgt das Minus annähernd 60 Prozent.

Die russische Notenbank hatte zwar am Montagabend im Kampf gegen die Schwäche der heimischen Währung noch einmal aufgerüstet und den Leitzins drastisch um 6,5 Prozentpunkte auf 17 Prozent erhöht.

Der Rubel setzte am Dienstag dennoch seine steile Talfahrt fort. Ein Dollar kostete erstmals mehr als 70 Rubel. Als Gründe für die Schwäche werden zum einen die westlichen Sanktionen gegen Russland gesehen. Aber auch wegen des Verfalls der Ölpreise hat die russische Währung in den vergangenen Monaten dramatisch an Wert verloren. Russland ist einer der größten Ölförderer.

Laut Händler Stefan Huber vom Broker Peregrine & Black stellen viele Anleger nun zunehmend Vergleiche her zwischen der Rubel-Krise von 1998 und der heutigen Situation, wo wie damals auch andere Schwellenländer in Mitleidenschaft gezogen worden seien.

Sorge bereitet an der Moskauer Börse zudem die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA. Damit dürfte das Kapital, das als Reaktion auf die Niedrigzinspolitik der Fed in den vergangenen Jahren auch in Schwellenländer wie Russland geflossen ist, in die USA zurückkehren./tav/la

MOSKAU (dpa-AFX)
Bildquellen: Filipe Frazao / Shutterstock.com, E.O. / Shutterstock.com
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