US-Börsen schließen in der Gewinnzone -- DAX beendet Freitagshandel im Plus -- BoJ erhöht Zinsen auf höchstes Niveau seit drei Jahrzehnten -- DroneShield, BioNTech, Micron, Rüstungsaktien im Fokus
Oracle führt wohl Konsortium von TikToks US-Geschäft an. Scope senkt Mercedes-Rating. PUMA hat Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien reduziert. RWE verkauft polnisches Offshore-Projekt. FedEx mit besserem Ergebnis als erwartet. GfK-Konsumklima erleidet herben Dämpfer.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich vor dem Wochenende nach oben.
So eröffnete der DAX quasi unverändert und trat auch anschließend nur auf der Stelle. Am Nachmittag schaffte er den Sprung ins Plus, wo er den Handel auch mit einem Zuschlag von 0,37 Prozent bei 24.288,40 Punkten beendete.
Der TecDAX fiel anfänglich und notierte im weiteren Verlauf nahe seines Vortagesschlussniveaus. Im Späthandel drehte er ebenso in die Gewinnzone. Sein Schlussstand: 3.564,56 Zähler (+0,19 Prozent).
Am Freitag stand der große Verfallstag im Fokus. "Es ist der größte und wichtigste Optionsverfall des Jahres", schrieb der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners mit Blick darauf, dass Kontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen auslaufen. Laut Altmann war es auch "der letzte große Handelstag des Jahres", da die kommende Woche wegen Weihnachten deutlich verkürzt ist und sich viele Anleger in die Feiertage verabschieden dürften. Die sonst häufig auftretenden stärkeren Ausschläge, die mit dem Auslaufen von Aktien- und Indexkontrakten an den Terminbörsen einhergehen, blieben jedoch aus. Seit Jahresbeginn hat der wichtigste deutsche Leitindex mehr als 20 Prozent gewonnen.
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An Europas Börsen zeigten sich Anleger leicht optimistisch.
So startete der EURO STOXX 50 unverändert und bewegte sich auch im Anschluss nahe der Nulllinie. Im Verlauf schaffte er dann doch noch ein kleines Plus von 0,43 Prozent bei 5.766,44 Punkten.
An diesem Freitag war wieder großer Verfallstag: An diesem Tag liefen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. Zur Mittagszeit um 12.00 Uhr, beim sogenannten Fixing, verfielen zunächst die Index-Optionen und -Futures von EuroStoxx 50 und Stoxx 50 an der Eurex. Um 13.00 Uhr verfielen in der Mittagsauktion die Futures und Optionen auf den DAX und den TecDAX und fünf Minuten später die auf den MDAX. Gegen Handelsschluss dann laufen die Optionen und Futures auf die einzelnen Aktien aus. Dies gilt zudem nicht nur für die deutsche Terminbörse Eurex, sondern für die meisten großen Börsen weltweit.
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Vor dem Wochenende zeigten sich Anleger an der Wall Street optimistisch.
Der Dow Jones legte leicht zu und verbesserte sich letztlich um 0,38 Prozent auf 48.134,89 Punkte.
Beim NASDAQ Composite ging es etwas deutlicher bergauf. Der Index schloss um 1,31 Prozent höher auf 23.307,62 Zählern.
Rückenwind lieferte erneut die aufgekommene Hoffnung auf Zinssenkungen, nachdem aktuelle US-Preisdaten eine leichte Entspannung bei der Inflation signalisiert haben. Am Terminmarkt wird für die Fed-Sitzung im April inzwischen wieder mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 70 Prozent eine Zinssenkung eingepreist.
Der Sportartikelhersteller Nike geriet auf seinem Weg aus der Krise erneut ins Stocken. Zwar übertraf das Unternehmen im vergangenen Quartal die Erwartungen der Analysten beim Gesamtumsatz, doch in zentralen Bereichen bestehen weiterhin Probleme - etwa im wichtigen Wachstumsmarkt China oder bei der Marke Converse.
Die wichtigsten Börsen in Fernost wiesen am Freitag grüne Vorzeichen aus.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 1,03 Prozent bei 49.507,21 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite daneben bis Handelsende um 0,36 Prozent auf 3.890,45 Zähler.
In Hongkong legte der Hang Seng letztlich um 0,75 Prozent auf 25.690,53 Einheiten zu.
Dazu trugen gute Vorgaben der Wall Street bei, während zugleich die Zinserhöhung der japanischen Notenbank wie erwartet gekommen und ausgefallen ist und deswegen kaum belastete. Sie erhöhte - wie schon seit geraumer Zeit avisiert - den Leitzins von 0,50 auf 0,75 Prozent.
Marktteilnehmer berichteten von einer Erholung der Technologiewerte, die im Wochenverlauf unter Druck gestanden hätten. Dazu seien deren US-Pendants am Vortag gesucht gewesen, auch nachdem schwächer als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank am Leben gehalten hätten.
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