Nach EZB-Zinsentscheid: DAX klettert letztlich über 24.000 Punkte -- Wall Street schließt freundlich -- Rheinmetall konzentriert sich auf Rüstung -- Oracle, Micron, Plug Power, TMTG, Canopy im Fokus
Novo Nordisk-Aktie: FDA prüft neue Kombi-Therapie CagriSema. TUI-Aktie nähert sich 52-Wochen-Hoch. DroneShield-Aktie vor Ausbruch? Analysten sehen 2026 als "Jahr der Drohne". D-Wave-Aktie: Nach Rally folgt Rücksetzer. Daimler Truck erhält Auftrag für 500 Elektrobusse. CureVac-Übernahme durch BioNTech im Januar vollendet. Analysten-Kommentar treibt RATIONAL-Aktie an.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich am Donnerstag kräftig nach oben.
So eröffnete der DAX etwas schwächer und pendelte auch anschließend nur um die Nulllinie. Gegen Mittag schaffte er es ins Plus und notierte wieder über der Marke von 24.000 Punkten. Letztlich verabschiedete er sich 1,00 Prozent fester bei 24.199,50 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX war nahezu unverändert gestartet und bewegte sich auch weiterhin seitwärts. Am Nachmittag kletterte er dann in die Gewinnzone. Er ging schließlich 0,77 Prozent höher bei 3.554,80 Zählern.
Mit dem Rückfall des DAX unter die 24.000 Punkte hatte es sich am Vortag bereits angedeutet, dass eine erhoffte Vorweihnachtsrally wohl nicht mehr stattfindet. Zum Rekordhoch von 24.771 Punkten aus dem Oktober wuchs damit der Abstand.
"Was am vergangenen Freitag mit ersten Gewinnmitnahmen begann, setzt sich in der aktuellen Handelswoche nahtlos fort", schrieb Frank Sohlleder, Analyst beim Broker ActivTrades. Investoren nähmen ihre im starken Börsenjahr 2025 erzielten Gewinne vom Tisch.
In den Fokus rückten im Tagesverlauf der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank und Inflationsdaten aus den USA, die für die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed von Bedeutung sind.
So hat die EZB in ihrer jüngsten Entscheidung den Leitzins nicht verändert: Der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität wurden unverändert bei 2,00 Prozent, 2,15 Prozent bzw. 2,40 Prozent belassen.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
An Europas Börsen griffen die Anleger am Mittwoch zu.
So startete der EURO STOXX 50 nahezu unverändert und legte im Anschluss zunächst moderat zu. Durch weitere Zuschläge am späten Nachmittag beendete er den Handel 1,08 Prozent stärker bei 5.472,77 Stellen.
Die Börsen warteten mit Spannung vor allem auf die Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag. Diese tastete den Leitzins nicht an. Der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität wurden unverändert bei 2,00 Prozent, 2,15 Prozent bzw. 2,40 Prozent belassen.
Positiv hoben Händler zudem hervor, dass der KI-Ausverkauf in den USA vom Vorabend keine weiteren Anschlussverkäufe nach sich gezogen hat. "Der KI-Sektor wird immer differenzierter vom Gesamtmarkt gesehen", sagte ein Händler. Die Verkaufswelle in den USA seien wieder einmal von Finanzierungsfragen um ein Datencenter ausgelöst worden, diesmal bei Oracle. Dies bestätigte die Sorgen der Anleger, dass die immensen Infrastrukturausgaben der KI-Unternehmen an Finanzierungs- und Renditegrenzen stoßen.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die US-Börsen notierten am Donnerstag höher.
Der Dow Jones stieg bereits anfänglich und gewann auch anschließend. Er verabschiedete sich 0,14 Prozent stärker bei 47.951,85 Punkten.
Der NASDAQ Composite startete deutlich höher und verblieb auch im weiteren Verlauf im Plus. Sein Schlussstand: 23.006,36 Punkte (+1,38 Prozent).
Unterstützt durch positive Nachrichten vom Chiphersteller Micron Technology verbesserte sich insbesondere die Stimmung bei Technologiewerten aus dem KI-Bereich wieder. Diese waren zuletzt aufgrund erneut aufgekommener Bedenken über möglicherweise überhöhte Bewertungen unter Druck geraten. Zusätzlichen Auftrieb gaben zudem die vorbörslich veröffentlichten Inflationsdaten. Mit einer Inflationsrate von 2,7 Prozent hat sich der Preisauftrieb in den USA im November spürbar abgeschwächt. Damit seien die durchschnittlichen Markterwartungen deutlich unterschritten worden, betonte Ralf Umlauf von der Helaba. Zwar bestehe weiterhin eine klare Abweichung vom Inflationsziel, und auch die Kerninflation liege auf Jahressicht noch deutlich über dem Zielwert der US-Notenbank. Dennoch dürften die Erwartungen an Zinssenkungen durch die Fed im kommenden Jahr eher weiter gestützt werden.
Die wichtigsten Börsen in Fernost fanden am Donnerstag keine gemeinsame Richtung.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 1,03 Prozent bei 49.001,50 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland kletterte der Shanghai Composite dagegen bis Handelsschluss um 0,16 Prozent auf 3.876,37 Zähler.
In Hongkong legte der Hang Seng schlussendlich um 0,12 Prozent auf 25.498,13 Einheiten zu.
Erneut angeführt vom Technologiesektor verbuchten zahlreiche Börsen in Asien am Donnerstag Abgaben. Die hielten sich aber insgesamt in Grenzen. Die Impulse für die kritische Sicht auf die hoch bewerteten und daher mit Rückschlagsrisiken behafteten Technologiewerte kamen erneut aus Übersee.
Belastet wurde der japanische Aktienmarkt zudem von der Erwartung einer Zinserhöhung durch die Notenbank am Freitag. Die Aussicht auf höhere Finanzierungskosten lastete auf den Technologiewerten, die wegen ihres hohen Finanzierungsbedarfs als besonders zinssensibel gelten.
Top Themen

News-Ticker
US-Inflation sinkt im November
(14:40 Uhr)Bank of England senkt Leitzins
(13:11 Uhr)Deshalb hält sich der Euro über 1,17 Dollar
(21:05 Uhr)Continental-Aktie verliert nach Chefwechsel
(17:00 Uhr)Ölpreise steigen - die Gründe
(15:46 Uhr)Gold, Heizöl, Silber & Co. am Dienstagmittag
(13:17 Uhr)